Arbeitsbesuch
Windkraftausbau nicht gegen den Willen der Bürger

Drensteinfurt/Sendenhorst -

Die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass stattete Drensteinfurts Bürgermeister Paul Berlage am Dienstag einen Arbeitsbesuch ab. Der Ausbau von Windkraft war nur ein Thema von vielen, das angesprochen wurde.

Dienstag, 18.09.2012, 17:09 Uhr

Arbeitsbesuch : Windkraftausbau nicht gegen den Willen der Bürger
Die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass stattete Bürgermeister Paul Berlage einen Arbeitsbesuch ab. Rechts SPD-Fraktionschef Reinhard Bünnigmann. Foto: -stk-

Den regelmäßigen Austausch zwischen Landes- und Kommunalebene hält Bürgermeister Paul Berlage für ungemein wichtig. Deshalb freute er sich auch, dass die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass in Begleitung des heimischen SPD-Fraktionschefs Reinhard Bünnigmann am Dienstagmorgen zu einem Arbeitsbesuch in Drensteinfurt vorbeischaute.

Im Anschluss an das Gespräch berichteten Watermann-Krass und Berlage, dass die unfallträchtige Landesstraße 851 von Drensteinfurt nach Sendenhorst höchstwahrscheinlich schon im kommenden Jahr entschärft wird. Beim Landesbetrieb Straßen.NRW stehe die kurvenreiche Strecke auf der Prioritäten-Stufe drei, wodurch mit einer Umsetzung in absehbarer Zeit zu rechnen sei. „Für Sendenhorst ist das der Anschluss an die Autobahn. Da ist der Ausbau sehr, sehr wichtig“, sagte die Sendenhorsterin.

Ein wichtiges Gesprächsthema stellte auch die Windkraft dar. Die Landtagsabgeordnete berichtete, dass der Anteil der Windenergie in Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2020 von derzeit fünf auf 15 Prozent ausgebaut werden solle. Paul Berlage erklärte, dass der Kreis Warendorf bereits bei 20 Prozent liege.

Eins ist dem Bürgermeister bei diesem Ausbauprozess wichtig: „Es gibt jetzt mehr kritische Stimmen. Wir müssen sehen, dass wir einen kommunalen Konsens finden. Wir dürfen das nicht gegen den Widerstand der Menschen machen.“ Aber, so Annette Watermann-Krass: „Wenn man die Energiewende ernst nimmt, dann muss man auch einen Beitrag dazu leisten.“ Es gelte auch zu akzeptieren, wenn neue Stromtrassen durch das Land führten.

Die Gesprächspartner stellten zudem heraus, dass Drensteinfurt mit seiner neuen „Teamschule“ gut aufgestellt sei. Für Städte der Größenordnung Drensteinfurts sei das genau das richtige Angebot, so die SPD-Politikerin. Paul Berlage forderte sie dazu auf, darauf zu drängen, dass die Klassengrößen auf 25 Schüler festgeschrieben werde.

Diskutiert wurde außerdem über die U3-Betreuung und die aus Sicht Paul Berlages ungerechte Bemessungsgrundlage beim Gemeindefinanzierungsgesetz.

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