Bürgerinitiative gegen Gasbohren
Kampf gegen Fracking geht weiter

Drensteinfurt -

Seit Kurzem ist die Drensteinfurter Bürgerinitiative gegen Gasbohren ein eingetragener Verein. Am Dienstagabend waren die Mitglieder zu einem Gedankenaustausch eingeladen. Stefan Henrichs und Carsten Grawunder informierten über den neuesten Stand in Sachen Fracking. Weitere Aktionen sind geplant.

Mittwoch, 10.07.2013, 16:07 Uhr

Die Bürgerinitiative gegen Gasbohren (BIGG) ist mittlerweile ein Verein und als solcher noch immer genauso aktiv wie zuvor. Stefan Henrichs und Carsten Grawunder vom BIGG-Vorstand hatten am Dienstagabend ein kleines erstes Treffen anberaumt, bei dem die Mitglieder ins Gespräch kommen sollten. 15 Mitglieder hatten sich im „Gasthof zur Werse“ zusammengefunden. Insgesamt ist der Verein mittlerweile schon 160 Personen stark. Dies freut die Verantwortlichen einerseits, doch es könnten ihren Meinung nach noch deutlich mehr sein.

Stefan Henrichs gab zunächst einen kleinen Rückblick auf vergangene Aktionen. Beim Bundestreffen der Bürgerinitiativen sei die sogenannte „Korbacher Resolution“ beschlossen worden, in der alle Ziele und Wünsche aufgeführt wurden. Der Rat der Stadt Drensteinfurt hat dieser Resolution am Montag ebenfalls zugestimmt. Darüber habe sich, so Henrichs, die gesamte BIGG sehr gefreut. Jedoch sei es wichtig, solche Aktionen nun auf Bundesebene weiterzutragen. „Dafür sind aber viele Leute nötig, die alle gemeinsam gegen die Gasbohrungen kämpfen.“ In Hessen habe zudem schon eine erste Firma geklagt, weil sie ihrer Ansicht nach ein Recht habe, zu bohren. „Und genau das kann uns hier auch passieren,“ warnte Stefan Heinrichs. Das Ziel sei vor allem nicht nur die Verhinderung des Frackings, sondern eine „konsequente Energiewende“. Den lokalen Politikern sollen dazu klare Antworten entlockt werden. Jeder, egal, welcher Partei zugehörig, solle ein klares „Ja“ oder „Nein“ aussprechen.

Der Bürgerinitiative ist es besonders wichtig, auch in Zukunft die Bürger zu mobilisieren. In der Vergangenheit hätten schon viele gute Aktionen stattgefunden. Weitere sollen bald folgen. Am 31. August findet zudem ein deutschlandweiter Aktionstag gegen Fracking statt. Gemeinsam mit den Initiativen aus Herbern, Hamm und Werne findet in Mersch ein Feldgottesdienst statt. Außerdem soll in Hamm eine Podiumsdiskussion organisiert werden, da die Situation bezüglich Gasbohrungen dort besonders kritisch sei. Es habe dort schon Beschlüsse für das Fracking gegeben, berichtete Stefan Henrichs.

Bald werden in Drensteinfurt vermutlich auch Banner mit Sprüchen gegen die Gasbohrungen zu sehen sein. Diese Idee sei in Herbern entstanden und auch verwirklicht worden.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1776127?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F1792418%2F1880016%2F
Wechselchaos in Halle – Preußen holen ein 2:2 beim Spitzenreiter
Fußball: 3. Liga: Wechselchaos in Halle – Preußen holen ein 2:2 beim Spitzenreiter
Nachrichten-Ticker