Verbindung zwischen Ahlen und Walstedde
Der Bürgerradweg kommt

Walstedde/Ahlen -

Fünf Jahre Planung und Verhandlungen liegen hinter dem „Bürgerradwegverein Walstedde“. Jetzt steht fest: Der Radweg zwischen Ahlen und dem Lambertusdorf wird gebaut. Und zwar in Eigenleistung, deren Wert sich laut Michael Mertenskötter vom Radwegverein auf eine sechsstellige Summe belaufen dürfte.

Donnerstag, 01.08.2013, 23:08 Uhr

„Wir sind so weit“, sagt Michael Mertenskötter . Damit hätten bis vor kurzem vielleicht weder der neue Vorsitzende des Vereins „ Bürgerradweg Walstedde “ noch sein ebenfalls neuer Vorstand gerechnet, wie er zugibt: „Wenn wir es in dem halben Jahr nicht geschafft hätten, hätten wir den Deckel drauf gemacht.“ Aber es hat geklappt. Bis auf etwa 525 Meter hat der Verein alle für den Bau des Radwegs entlang der Walstedder Straße nötigen Grundstücke zusammen. Da für ein wichtiges Stück direkt am Ahlener Ortseingang eben noch keine sogenannter Bauerlaubnisvertrag vorliegt, fängt der Verein mit Abschnitt drei an – und macht ihn zur Nummer eins. Nach der Ernte geht es an die 1,2 Kilometer von der Straße nach Walstedde bis zum Mallinckrodtweg.

Fünf Jahre Planung und Verhandlungen liegen jetzt hinter dem Verein. Mit den Neuwahlen im März hatte sich die neue Spitze des 56 Mitglieder zählenden „e.V.“ ein ehrgeiziges Zielt gesetzt, das aus der puren Not geboren war: Sollte es nicht gelingen, das Projekt endlich umzusetzen, würde das Land die seit Jahren bei der Stadt liegenden 150 000 Euro Zuschuss zu den Baukosten zurückfordern. Die Zeit drängte.

Jetzt steht also fest: „Wir bauen den Radweg.“ In Eigenleistung, deren Wert sich laut Michael Mertenskötter auf eine sechsstellige Summe belaufen dürfte. Insgesamt wird der Weg um die 450 000 Euro kosten. Die Stadt kauft das fertige Bauwerk und übergibt es dann dem Landesbetrieb Straßen NRW der für Pflege und Unterhaltung des asphaltierten Weges zuständig ist, weil er an einer Landesstraße liegt.

Ab sofort, erinnert Vorstandsmitglied Jutta Eckervogt, nehme der Verein Spenden an. Der Vorstand hofft, mit der Realisierung des ersten Teilstückes auch die bisher noch nicht zum Verkauf entschlossenen Grundbesitzer überzeugen zu können. „Vielleicht hat ja mancher nicht mehr daran geglaubt“, meint Michael Mertenskötter.

Ende der Sommerferien will der Verein in einer Versammlung alle Details des Projektes öffentliche machen. In der Gaststätte Quante. Auch da fehlt noch der Radweg . . .

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