Sponsorenlauf
Rollern für die Martinsgemeinde

Drensteinfurt -

Die finanzielle Situation der evangelischen Martinsgemeinde ist nicht rosig. Dringend muss aber die Lautsprecheranlage in der Kirche erneuert werden. Da kam der Ökumeneausschuss auf die Idee, unter dem Motto „Rollern für Martin“ einen Sponsorenlauf zu veranstalten. 30 Kinder drehten ihre Runden zwischen Martins- und Regina-Kirche.

Sonntag, 22.09.2013, 17:09 Uhr

Die Pflastersteine der Gehwege zwischen der evangelischen Martinskirche und der katholischen St.-Regina-Kirche glühten förmlich, die Luft war erfüllt von dem monotonen Klacken der Gummirollen: Mehr als 30 Kinder rollerten am Sonntagmittag beim Sponsorenlauf Rollern für Martin“, was das Zeug hielt: Gummi geben für die evangelische Martinsgemeinde.

Dass diese seit längerer Zeit finanziell angeschlagen ist, ist bekannt. Jetzt zogen beide Kirchengemeinden an einem Strang und organisierten den Sponsorenlauf zu Gunsten der Martinsgemeinde. „Es ist großartig, dass sich die katholische Gemeinde so um ihre kleine Schwester kümmert. Das ist ein hohes Zeichen von Solidarität“, bedankt sich die evangelische Pfarrerin Annette Heger für die Unterstützung. Das Geld wird am Ende in eine Lautsprecheranlage in der Kirche investiert, damit die Akustik während der Gottesdienste wieder besser wird.

Die Idee zum „Martins-Rollern“ war im Ökumeneausschuss entstanden. „Bei dem Namen Martinsgemeinde musste ich direkt an St. Martin denken, wollte jedoch nicht bis November warten, um etwas zu tun. Jedes Kind kennt die Geschichte vom geteilten Mantel, und teilen kann man immer,“ erklärte Edgar Kuhlmann . Danach ging er in die Grundschulen und machte Werbung für das „Rollern für Martin“. Und so kamen am Sonntag 30 hochmotivierte Schulkinder – ausgestattet mit Helm, Roller und Stempelkarte – zur Martinskirche, um von dort aus die 700 Meterstrecke zur Regina-Kirche zu fahren. Auf dem Bürgersteig bis zum Bronzepferd, dann links und wieder rechts und schließlich zum Kirchplatz. Dort wartete bereits Pastor Matthias Hembrock und stempelte die Karte ab. Auch er zeigte sich begeistert von dem Sponsorenlauf: „Caritassonntag, Jubiläum des Eine-Welt-Kreis und Sponsorenlauf: Diese drei Sachen passen gut zusammen.“

Das 20-jährige Bestehen des „Eine-Welt-Kreises“ sorgte auf dem Kirchplatz zusätzlich für reges Treiben und zahlreiche Anfeuerungsrufe. In dem Familiengottesdienst trat zudem eine ökumenische Musikgruppe unter der Leitung von Ulla Blanke und Jörg Pünt auf.

Nach dem kurzen Abstecher bei der katholischen Kirche ging es für die Rollerfahrer auch gleich wieder im Eiltempo zurück, wo der zweite Stempel bereits wartete: entlang der Streckenposten und vorbei an den Maltesern, die für die nötige Sicherheit sorgten, zur Martinskirche. „Es ist unglaublich toll, mit wie viel Freude und Eifer die Kinder hier bei der Sache sind“, freute sich Annette Heger, während fast im Minutentakt die nächsten Karten abgestempelt werden. Für jede Runde gab es dann einen gesponserten Betrag von der Familie oder von Freunden. Nach zwei Stunden waren alle Teilnehmer sichtlich erschöpft, aber glücklich, viel Geld für einen guten Zweck gesammelt zu haben.

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