Reinhold Sendker trifft Paul Berlage
Besuch aus Berlin

Drensteinfurt -

Zum aktuellen Meinungsaustausch trafen sich Bundestagsabgeordneter Reinhold Sendker und Bürgermeister Paul Berlage sowie CDU-Fraktions-Chef Heinz Töns im Drensteinfurter Rathaus.

Donnerstag, 06.02.2014, 22:02 Uhr

Auch wenn er eigentlich aus Ennigerloh stammt, so war der jüngste Besuch von Reinhold Sendker im Drensteinfurter Rathaus doch quasi ein „Heimspiel“. Aus gutem Grund, hatte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete doch Zahlen im Gepäck, die sowohl bei CDU-Fraktions-Chef Heinz Töns als auch bei Bürgermeister Paul Berlage für überaus entspannte Mienen sorgten.

Allen voran die Summe von fünf Milliarden Euro, mit der die große Koalition künftig jährlich die Kommunen bei der Eingliederungshilfe entlasten will. Für die Stadt Drensteinfurt würde diese Entlastung bei den Kosten, die für die Teilhabe und Integration von Menschen mit Behinderungen entstehen, eine jährliche Haushaltserleichterung von gut 700 000 Euro bedeuten. „Wenn das der Fall ist, dann wäre der Haushaltsausgleich überhaupt kein Problem“, stellte Heinz Töns fest.

Auf positive Resonanz stieß zudem Sendkers zuletzt immer wieder klar definierte Haltung zum Thema „Fracking“. „Sollte hier auch nur ein Rest-Rest-Risiko bleiben: Ich bin und bleibe ein Fracking-Gegner“, machte der Bundestagsabgeordnete klar.

Weitere Punkte, bei denen Bundes- und Kommunalpolitiker auf Kurs liegen, waren die Stärkung der kommunalen Selbstverantwortung – allen voran die Steuerfreiheit bei der interkommunalen Zusammenarbeit – sowie die geplanten Fördermaßnahmen zum Ausbau der Breitbandnetze im ländlichen Raum (siehe Bericht in dieser Ausgabe).

Bei aller Harmonie bekam Reinhold Sendker als stellvertretender Vorsitzender des Bundesausschusses für Verkehr jedoch auch kritische Worte zu hören. Denn allen Investitionsmaßnahmen in den öffentlichen Personennahverkehr zum Trotz – in Drensteinfurt wird in den kommenden Monaten für rund eine Millionen Euro an den Bahnhöfen gebaut – bleibe vor allem der Zugverkehr ein Ärgernis, erklärte Paul Berlage, der hier vor allem die Eurobahn in der Pflicht sieht. Es könne, so Berlage, nicht sein, dass Ankunfts- und Abfahrzeiten regelmäßig nicht eingehalten werden und immer wieder Züge mit zu wenigen Abteilen verkehren.

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