Lambertus-Kindergarten
Spielparadies Wald

Walstedde -

Die „Waldwoche“ des Lambertus-Kindergartens läuft auf Hochtouren. Die Kinder verbringen aufregende Tage in der freien Natur.

Freitag, 28.03.2014, 16:03 Uhr

Pflanzen und Tiere entdecken, dem Gezwitscher der Vögel und dem Rascheln des Laubes unter den Füßen zuhören, den weichen Waldboden sowie die raue Rinde der hohen Bäume fühlen und die frischen Blätter an den noch jungen Zweigen riechen – die „ Waldwoche “ des Kindergartens St. Lambertus ist ein Abenteuer für alle Sinne.

Insgesamt 79 Kinder tauschen in diesen Tagen ihre gewohnten Kindergartenräumlichkeiten gegen die freie Natur ein. Zehn Tage lang verbringen sie jeweils vier Stunden am Tag im Wald von Landwirt Hermann Borgschulte . Und das mit größtem Vergnügen. „Schon lange vorher fragen uns die Kinder, wann es endlich wieder in den Wald geht“, berichtet Erzieherin Diana Tuchen . Gemeinsam mit elf weiteren Erzieherinnen und Praktikanten hat sie ihre Schützlinge vorab auf die „Waldwoche“ vorbereitet und sie mit den „Waldregeln“ vertraut gemacht.

Nachdem die Gruppe morgens zunächst einen zehnminütigen Fußmarsch von der Straße bis in den Wald zurückgelegt hat, kann die Natur aus nächster Nähe erlebt werden. Unabdingbare Voraussetzung dabei sind Matschhose und Gummistiefel. Mit dieser Grundausrüstung können sich die Kinder im Wald auf einem großzügigen, durch Flatterband abgegrenzten Areal selbstständig bewegen, spielen, auf Erkundungstour gehen oder einfach nur die Ruhe genießen. „Fernab von der Welt des Materiellen, die sie kennen, können die Kinder in diesem anderen Lebensraum kreativ werden“, erklärt Tuchen. Die Zwei- bis Sechsjährigen toben, bauen Tipis, reiten auf Baumstämmen, spielen Fangen und Verstecken und entdecken ihre Umgebung ideenreich auf eigene Faust. Auch kleine Tiere und Rehbetten sowie verschiedene Baumpilze wurden bereits entdeckt. Eine richtige Beziehung würden die Mädchen und Jungen zu dem Wald aufbauen, weiß Diana Tuchen. So gebe es beispielsweise den Baby-Baum und zwei weitere Bäume wurden auf die Namen Oma und Opa getauft.

„Auch die sonst oftmals auffälligen Kinder werden hier ruhiger“, erklärt die Leiterin der „Bärenhöhle“. Und tatsächlich ist anhand des Geräuschpegels kaum vorstellbar, dass sich ringsum 79 junge Entdecker tummeln.

Diejenigen, die zwischendurch eine Pause benötigen, begeben sich zu ihren „Waldsofas“. Dort können sie auch ihr Frühstück zu sich nehmen. Und auch ein „Waldklo“ hat der Hausmeister für die Kinder angefertigt. Im Bauwagen liegt zudem Wechselkleidung bereit.

„Die Bewegung, die in den vergangenen Tagen auch aufgrund der Kälte notwendig war, und die frische Luft sorgen dafür, dass die Kinder mittags richtig kaputt sind“, erzählt Tuchen, die von dem Erfolg des Projektes überzeugt ist.

In der kommenden Woche erwartet die Gruppe die „rollende Waldschule“. Dann erklären echte Waldexperten den jungen Forschern viel Wissenswertes über ihren Freund, den Wald.

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