„Akropolis Reed Quintet“
Eines der weltweit besten Quintette

Walstedde -

Das internationale Holzbläser-Festival „summerwinds münsterland“ bietet tolle Konzerte. Davon konnten sich jetzt auch rund 200 Zuhörer in der Walstedder Kulturscheune bei einem Exklusivauftritt überzeugen. Zu Gast war das vielfach ausgezeichnete „Akropolis Reed Quintet“ aus den USA.

Montag, 25.08.2014, 23:08 Uhr

Sorgten in der Walstedder Kulturscheune für einen unvergesslichen Musikgenuss: (v.li.) Tim Gocklin, Matt Landry, Ryan Reynolds, Andrew Koeppe und Kari Dion.
Sorgten in der Walstedder Kulturscheune für einen unvergesslichen Musikgenuss: (v.li.) Tim Gocklin, Matt Landry, Ryan Reynolds, Andrew Koeppe und Kari Dion. Foto: -sibe-

Erstklassige Ensembles und herausragende Solisten – das internationale Holzbläser-Festival „ summerwinds münsterland“ hat viel zu bieten. Davon konnten sich auch rund 200 Zuhörer in der Walstedder Kulturscheune überzeugen. Zu Gast war das vielfach ausgezeichnete „ Akropolis Reed Quintet“ aus den USA.

„Mit ,summerwinds’ kann man viele schöne Orte im Münsterland entdecken. Hinzu kommen die verschiedensten und exotischsten Holzblasinstrumente aus der ganzen Welt.“ Mit diesen Worten eröffnete Organisatorin und Chefin des Festivals, Susanne Schulte , das Exklusivkonzert im Lambertusdorf.

Die fünf Musiker Tim Gocklin (Oboe), Kari Dion (Klarinette), Matt Landry (Saxofon), Andrew Koeppe (Bassklarinette) und Ryan Reynolds (Fagott) waren nämlich extra für den Auftritt in der Kulturscheune sowie für einen Workshop an der Musikhochschule in Münster aus Amerika angereist. Für einige von ihnen war es sogar der erste Besuch in Europa.

Im Jahr 2009 hat sich das Quintett gegründet. Alle fünf Künstler haben sich im Studium an der „Universität of Michigan“ in Ann Arbor kennengelernt. „Wir wussten erst nicht, wie wir uns nennen sollten. Also haben wir einfach ein Wörterbuch aufgeschlagen und sind dann irgendwie bei Akropolis gelandet“, erzählte Kari Dion. Das „Reed“ stehe für die Rohrblasinstrumente auf denen die Fünf spielen.

Viele Stücke, die zum Repertoire des „Akropolis Reed Quintetts“ gehören, hat das Ensemble von mehr als 20 verschiedenen Komponisten weltweit anfertigen lassen. Zudem hat Ryan Reynolds einige Titel passend umgeschrieben.

Vorbild für die Gruppe war das vor 30 Jahren gegründete „Calefax Reed Quintet“. „Unser Ziel als Ensemble ist es nun, das Rohrblatt-Quintett in der klassischen Musik normaler zu machen“, berichtete Matt Landry. „Weltweit gibt es im Moment nur 15 bis 20 Quintette dieser Art. Eines der besten haben wir heute hier zu Gast“, lobte Susanne Schulte die fünf Künstler.

Das Publikum bemerkte schnell, dass das nicht übertrieben war. Das Konzert stand unter dem Motto „Under influence“, übersetzt „Unter Einfluss“. Damit wollen die Künstler zeigen, wie „beweglich und vielgestaltig“ die heutige klassische Musik ist. Viele Musikstile wie etwa Jazz, Heavy Metal, Techno oder Folk brechen die „Klassik“ auf.

Das „Akropolis Reed Quintet“ begann mit dem Stück „Warp & Weft“ von Paul Dooley. Weiter ging es mit „Four-Letter-Word“ von Robbie McCarthy. Der Komponist beschreibt in diesem Titel seine Kindheitserfahrung mit dem Fluchen. Asaf Peres, ein Freund der fünf Musiker, hat das nächste Stück geschrieben. In „Fun Fun Fun Fun“ geht es um Witze, die durch einen speziellen Rhythmus erzählt werden. Der Titel endet in der Techno-Musik. Das letzte Stück in der ersten Hälfte hatte es dem Publikum besonders angetan. In „Variations of America“ macht sich der Komponist Charles Ives über die Melodie des bekannten Liedes „My Country, ´Tis of Thee“ lustig. Dafür benutzt er Variationen in verschiedenen Musikstilen.

Nach der Pause wurde es dann „jazziger und relaxter“, aber auch lauter: In „High Speed Reed“ kam das Heavy-Metal-Genre zum Vorschein. Es folgten die beiden Stücke „Street Beat“ von Ezra Donner und „Three Preludes“ von George Gershwin, in denen der Jazz eine wichtige Rolle spielt. Den Abschluss bildete das populärste Stück des „Akropolis Reed Quintets“, nämlich Ton Ter Doests „Circusmuziek“.

Das Publikum war vom Auftritt der aufstrebenden Stars begeistert und belohnte das Ensemble mit langanhaltendem und tosendem Applaus. Als Dank spielte das Quintett noch zwei Zugaben.

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