Bahnhof Mersch
Beitrag zum Klimaschutz

Mersch -

Das Umfeld des Merscher Bahnhofs erstrahlt in neuem Glanz. Entstanden sind 60 Pkw-Parkplätze westlich und östlich der Schiene sowie zwei überdachte Abstellmöglichkeiten für insgesamt 45 Fahrräder. Politiker und Bürger kamen zu einer kleinen Feierstunde zusammen.

Freitag, 10.10.2014, 22:10 Uhr

Zahlreiche Kommunalpolitiker und Bürger waren zu der kleinen Feierstunde gekommen, um sich das neu gestaltete Bahnhofsumfeld einmal genauer anzuschauen.
Zahlreiche Kommunalpolitiker und Bürger waren zu der kleinen Feierstunde gekommen, um sich das neu gestaltete Bahnhofsumfeld einmal genauer anzuschauen. Foto: -mik-

Die Stadt Drensteinfurt schwimmt gegen den Strom. Jedenfalls was die Fertigstellung einiger Baumaßnahmen angeht. Entgegen einem deutschlandweiten Trend ist die Bahnhofsaufwertung in Mersch deutlich früher abgeschlossen als ursprünglich geplant.

Das betonten sowohl Bürgermeister Carsten Grawunder , als auch Hans-Ulrich Herding , der als Umweltbeauftragter der Stadt für das Projekt zuständig war, im Rahmen der offiziellen Einweihungsfeier am Donnerstagnachmittag. Während bei Baubeginn nach den Osterferien noch „Ende 2014“ angepeilt wurde, lautete Ende Juli die offizielle Erklärung von Bauamtsleiter Werner Rohde noch „Ende Oktober“. Dieser Termin habe dank der „tollen Arbeit der Firmen und des guten Wetters“ nun noch vorverlegt werden können, so Herding.

Damit sind die Arbeiten an den drei Bahnhöfen im Stadtgebiet abgeschlossen. Dabei betonte Bürgermeister Grawunder gerade die besondere Bedeutung des öffentlichen Personennahverkehrs für die Stadt und seine Bürger: „Die verkehrsgünstige Lage Drensteinfurts zwischen Münster und Hamm ist Chance und Verpflichtung zugleich.“ Darüber hinaus fügte Grawunder an: „Wir wollen damit einen deutlichen Beitrag dazu leisten, dass die Menschen auf ihren eigenen Pkw für die Fahrt bis nach Münster oder Hamm verzichten, und einfach auch auf diesem Wege etwas für den Klimaschutz tun und den Ausstoß von CO2 zu reduzieren.“

Konkret entstanden sind am Merscher Bahnhof nun 60 Pkw-Parkplätze westlich und östlich der Schiene sowie zwei überdachte Abstellmöglichkeiten für insgesamt 45 Fahrräder. Zudem wurde im Rahmen der Baumaßnahme auch der Lückenschluss des Radweges zwischen Mersch und Ameke realisiert. Da dabei aber im Bereich der Schranken ein Fahrbahnwechsel nötig ist, wurde die Straße verbreitert und eine Querungshilfe über die Landesstraße 671 eingebaut. Damit soll nach Grawunders Angaben die Sicherheit erhöht werden.

Lediglich kleinere Arbeiten seien nun noch zu tun, so Hans-Ulrich Herding. Dazu gehört neben dem Aufstellen der letzten Schilder auch noch das Anbringen der restlichen Beleuchtung, die aufgrund ihrer besonders hohen Energieeffizienz „einen gewissen Vorlauf“ benötigt habe. Diese Restarbeiten seien aber kein Problem für die Inbetriebnahme.

Die frühere Fertigstellung der Bauarbeiten ist allerdings nicht die einzige erfreuliche Nachricht für Stadtrat und Bürger: So werden laut Bürgermeister die im Haushalt veranschlagten 700  000 Euro nicht komplett benötigt. Bedingt durch die knapp 80-prozentige Förderung durch Landesmittel müsse die Stadt Drensteinfurt lediglich 100 000 Euro aufbringen.

In zwei bis drei Jahren will die Stadt dann noch einmal prüfen, wie sich die Auslastung der Stellplätze am Merscher Bahnhof entwickelt hat und gegebenenfalls einen weiteren Ausbau vornehmen. Als Beispiel dafür nennt Herding den Drensteinfurter Bahnhof, an dem bereits eine erste Erweiterungsmaßnahme durchgeführt wurde. Dort habe der ÖPNV durch das Angebot einen „deutlichen Schub bekommen.“

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