Fracking
Korb für ExxonMobil

Drensteinfurt -

ExxonMobil würde gern mit Bürgermeister Carsten Grawunder über Fracking ins Gespräch kommen. Doch dieser sieht dazu keinen Anlass.

Freitag, 10.10.2014, 23:10 Uhr

Bürgermeister Carsten Grawunder hat weiteren Gesprächen mit der Spitze von ExxonMobil zum Thema „ Fracking “ und Gewinnung von Schiefergas eine klare Absage erteilt.

Exxon-Vorstandsvorsitzender Gernot Kalkoffen und Ritva Westendorf-Lahouse, Sprecherin des Energieriesen, hatten sich am 19. September unter dem Titel „Lassen Sie uns über Fracking reden“ an Bürgermeister Paul Berlage – zu diesem Zeitpunkt schon fast drei Monate nicht mehr im Amt – gewandt und die Vorzüge der Gewinnung von Schiefergas hervorgehoben. Man wolle die höchsten Umweltstandards anwenden, mit modernster Technologie arbeiten und die kritische Öffentlichkeit beteiligen. „Heimisches Schiefergas kann zum Gelingen der Energiewende wesentlich beitragen“, heißt es in dem Schreiben. Nur zwei ungiftige und zudem biologisch abbaubare Zusätze würden zum Einsatz kommen. Nur wenige Tage später hatte ExxonMobil – wie berichtet – auch in einer Zeitungsanzeige für diese Methode geworben.

Am Donnerstag hat Bürgermeister Carsten Grawunder in einem Antwortschreiben nochmals seine Ablehnung dieser Form der Energiegewinnung verdeutlicht und auf die Gefahren für Grund- und Trinkwasser hingewiesen. „Meine persönliche Meinung zur Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten und insbesondere zum Thema Fracking sollte Ihnen bereits ausführlich bekannt sein. Dieses Meinungsbild hat sich auch durch meine Wahl zum Bürgermeister der Stadt Drensteinfurt nicht verändert“, schreibt Grawunder. „Ein Großteil der Drensteinfurter Bürgerinnen und Bürger hat mich sicher auch deswegen gewählt, weil ich mich konsequent gegen die Aufsuchung von unkonventionellem Erdgas einsetze.“ Insofern sehe er auch keinen aktuellen Anlass für weitere Gespräche.

Der Bürgermeister teilt Exxon mit, dass er sich bei seiner Haltung auch der Zustimmung der gesamten Stadt Drensteinfurt sicher sei. Der Rat der Stadt habe sich am 3. Juli dieses Jahres fraktionsübergreifend und einstimmig gegen jegliche Verlängerung der Aufsuchungserlaubnis ausgesprochen. „Dieser Beschluss zeigt, dass in der Stadt Drensteinfurt insbesondere Fracking in jeder Form abgelehnt wird“, so Grawunder weiter. Die Ablehnung fuße auch nicht auf der Zusammensetzung der Frackflüssigkeit. Sondern es gehe um die Methode überhaupt. „Vor diesem Hintergrund werden wir und insbesondere ich weiter alles daransetzen, die Aufsuchung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten zu verhindern“, stellte der Bürgermeister abschließend klar.

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