Fracking-Gegner zeigen Flagge
„Brunnenvergifter stoppen“

Drensteinfurt -

Am Samstag fand in Münster ein europaweiter Aktionstag gegen das transatlantische Freihandelsabkommen zwischen den USA, Europa und anderen Staaten statt. Mit dabei war auch die „Bürgerinitiative gegen Gasbohren“ aus Drensteinfurt, um ihre Ablehnung gegen dieses Abkommen kundzutun.

Montag, 13.10.2014, 22:10 Uhr

Am Samstag fand in Münster ein europaweiter Aktionstag gegen das transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen den USA, Europa und anderen Staaten statt. Mit dabei war auch die „Bürgerinitiative gegen Gasbohren“ (BIGG) aus Drensteinfurt, um ihre Ablehnung gegen dieses Abkommen kundzutun.

Bei der Veranstaltung in Münster, die von der erst im September gegründeten „Aktionsgemeinschaft Münster gegen TTIP“ organisiert worden war, warnten mehrere Redner vor den Auswirkungen des Freihandelsabkommens. Dabei ging es auch um das Thema „ Fracking “. „Zum einen wird befürchtet, dass sinkende Umweltstandards in den geheimen Verhandlungen vereinbart werden und auf diese Weise unkonventionellen Erdgasbohrungen in Europa und somit auch in Drensteinfurt den Weg ebnen, dem Moratorium in NRW zum Trotz“, heißt es in der Mitteilung der Bürgerinitiative. „Insbesondere stehen daher auch Investitionsschutzklauseln und Klagemöglichkeiten der Rohstoffkonzerne vor geheim tagenden Schiedsgerichten im Fokus der Kritik.“

Für die BIGG stand Jürgen Blümer auf der Bühne in der Stubengasse. „Seit mehreren Jahren leisten wir in Drensteinfurt Widerstand gegen unkonventionelle Gasförderung“, appellierte er an die Teilnehmer der Kundgebung. „Aber wir können die Brunnenvergifter von HammGas und ExxonMobil nur gemeinsam mit eurer Unterstützung stoppen“. Ferner machte Blümer in seinem Beitrag deutlich, dass der Kampf gegen das Freihandelsabkommen ein „wichtiger Baustein“ sei, um „Fracking“ in Europa zu verhindern. An diesem Aktionstag beteiligt hatten sich Menschen aus 3700 Orten in ganz Europa. Wie die BIGG weiter mitteilt, hatten die Veranstalter rund 250 000 Unterschriften gegen das Abkommen gesammelt. Bereits vorher hätten sich 500 000 Menschen online an dieser europäischen Bürgerinitiative beteiligt, die sich zum Ziel gesetzt habe, eine Millionen Unterschriften einzusammeln und der europäischen Kommission zu übergeben, um sie dazu aufzufordern, das geplante Abkommen aufzugeben.

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