Städtepartnerschaft Drensteinfurt – Ingré
„Ein inniger Wunsch“

Drensteinfurt -

Das im Loiretal gelegene Städtchen Ingré wünscht sich eine Städtepartnerschaft mit Drensteinfurt. Die beiden Bürgermeister haben bereits miteinander korrespondiert. Von Drensteinfurter Seite wird die Sache positiv gesehen. Ob es dazu kommen wird, hängt aber wohl von den Franzosen ab.

Freitag, 30.10.2015, 23:10 Uhr

Ingré liegt im Loiretal unweit von Orléans. 738,5 Kilometer sind von Drensteinfurt mit dem Auto zurückzulegen, möchte man das Städtchen besuchen.
Ingré liegt im Loiretal unweit von Orléans. 738,5 Kilometer sind von Drensteinfurt mit dem Auto zurückzulegen, möchte man das Städtchen besuchen. Foto: Lisa Stetzkamp

Die französischen Kleinstadt Ingré unweit von Orléans strebt eine Städtepartnerschaft mit Drensteinfurt an. In einem Schreiben von Bürgermeister Christian Dumas an sein Drensteinfurter Pendant Carsten Grawunder heißt es: „Es ist uns eine Ehre, die Stadt Drensteinfurt einzuladen, eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Ingré zu begründen. Diese Idee entspringt dem innigen Wunsch unserer knapp 9000 Bürgerinnen und Bürger nach einem regen kulturellen Austausch mit einer deutschen Kommune.“ Vision seiner Stadt sei es, einen engen Kontakt zwischen Bürgern Drensteinfurts und Ingrés aufzubauen, die deutsch-französische Freundschaft aktiv zu leben und gemeinsam die europäische Identität zu stärken.

Ingré liegt im Herzen Frankreichs, dem Loiretal – nördlich des Flusses –, dessen zahlreiche Renaissanceschlösser seit dem Jahr 2000 zum Unesco-Weltkulturerbe gehören. Ingré pflegt bereits eine florierende und lebendige Partnerschaft mit der italienischen Stadt Castel Maggiore.

Carsten Grawunder hat seinem Amtskollegen geantwortet und das grundsätzliche Interesse an einer Städtepartnerschaft bekundet. Das teilt er in der Vorlage für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am kommenden Montag. Eine solche Partnerschaft brauche ein gemeinsames Handeln. „Hierfür ist es notwendig, dass sich die Politik, die örtlichen Vereine, die Schule und nicht zuletzt die Bürger engagieren. „Ich persönlich halte eine Partnerschaft für eine vorteilhafte Erweiterung des kulturellen Lebens, des soziales Austausches und der wirtschaftlichen Verbindung zwischen zwei Städten“, so Grawunder. Auch Drensteinfurts Schulen könnten profitieren. Das Lycée Genevoix biete einen europäischen Zweig an und habe eine lange Tradition eines deutsch-französischen Schüleraustausches, schreibt Christian Dumas. Diese solle mit Drensteinfurt weitergepflegt werden.

Voraussetzung sei allerdings, so Grawunder, dass sich Ingré für Drensteinfurt entscheide, denn derzeit prüften die Franzosen wohl eine Städtepartnerschaft mit weiteren Kommunen in der Nähe von Münster, das seit langem eng mit Orléans verbunden ist.

Sollte Ingré aber „Ja“ sagen, empfiehlt Grawunder erste Kontakte zum Kennenlernen. Sollten die Ausschussmitglieder zustimmen, würde sich die Verwaltung daran machen, die Möglichkeiten einer Partnerschaft mit dem französischen Städtchen zu prüfen.

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