Wünsche 2017
Gegen Klischees und Populismus

Rinkerode -

Rinkeroder Bürger formulieren ihre Wünsche und Ziele für das Jahr 2017. Darunter taucht immer wieder ein die Schlagzeilen bundesweit beherrschendes Thema auf.

Sonntag, 01.01.2017, 23:01 Uhr

Petra Höller-Rieping und Christian Lackhoff formulieren klare Ziele für das gerade begonnene Jahr 2017.
Petra Höller-Rieping und Christian Lackhoff formulieren klare Ziele für das gerade begonnene Jahr 2017.

„Ein frohes, gesundes und zufriedenes Jahr 2017!“ Gute Wünsche zum neuen Jahr sind vermutlich Jahrtausende alt. Ähnlich sieht es wohl auch mit guten Vorsätzen und persönlichen Wünschen zum Jahresstart aus.

„Mehr Zeit für die Familie“ gehört zum Beispiel auch dazu. So sieht das auch Bernhard Stückmann. Der Ortsvorsteher genießt seit dem 1. Januar seinen Ruhestand und will die freie Zeit künftig zum einen „den Liebsten“ widmen, zum anderen „mehr Zeit für Ehrenämter“ investieren. Dazu gehören für ihn auch die Belange der Ortes und der Ortsgemeinschaft. Als einen Punkt nennt Stückmann die Verbesserung des Zustandes von Göttendorfer und Eickenbecker Weg. Beide seien sanierungsbedürftig und müssten ausgebessert werden. Damit spricht er wohl vielen Rinkerodern aus der Seele.

Für Petra Höller-Rieping geht es im neuen Jahr darum, Projekte aus dem vergangenen Jahr fortzusetzen. Darüber hinaus will sie sich auch 2017 intensiv um die Belange der Flüchtlinge im Dorf kümmern. „Wir sind alle heilfroh, dass mittlerweile keiner mehr in der Turnhalle wohnen muss“, lobt sie die Räumung der Sportstätte und bezeichnet viele der Flüchtlinge mittlerweile als Freunde. Dass diese nun in menschenwürdigen Unterkünften untergebracht seien, sei ein erster Schritt in die richtige Richtung. Im neuen Jahr gehe es aber nun darum, ihnen eine Perspektive zu geben. „Keiner der Menschen, die wir hier integrieren, ist freiwillig gekommen. Sie wünschen sich eine Zukunft und wollen unser Geld nicht“, kommt sie Klischees und Populismus zuvor. Eine Aussage, die sie „definitiv treffen“ könne nach über einem Jahr, in dem sich Höller-Rieping gemeinsam mit rund 20 anderen Rinkerodern bei der Nachbarschaftshilfe engagiert. „Die jungen Menschen wollen arbeiten und eine Zukunft haben“, sagt sie. Aber genau da legten Regelungen und Richtlinien oft Steine in den Weg. „Wir haben viele Firmen, die anfragen. Aber schon ein Praktikum ist verbunden mit vielen Behördengängen. Da sitzt man dann tagelang auf irgendwelchen Fluren. Und welcher Arbeitgeber macht sowas schon“, kritisiert sie. Das müsse sich 2017 ändern.

Stückmann lobt vor diesem Hintergrund den „vorbildlichen Charakter“ der Rinkeroder. „Die Integration der Flüchtlinge und die Toleranz und Akzeptanz“ der Menschen im Golddorf bezeichnet er als „gutes Beispiel“ und nennt in diesem Zusammenhang unter anderem die Dorfreinigung 2016, an der sich auch viele Flüchtlinge beteiligt hatten.

Ein weiteres Beispiel dafür war auch das „Comeback des Rinkeroder Weihnachtsmarkts“, für das maßgeblich Thomas Beuckmann verantwortlich zeichnete. In diesem Rahmen gab es auch erstmals syrische Gerichte. „Ein voller Erfolg“, schwärmt Beuckmann auch einen Monat nach der Neuauflage. Daher werde es auch in diesem Jahr wieder einen Rinkeroder Weihnachtsmarkt geben. Für ihn persönlich beginnt 2017 mit einer „wohlverdienten Woche Urlaub“, die er nutzen will, um die Energiereserven aufzuladen und Zeit mit der Familie zu verbringen. Nach einem „durchwachsenen Jahr 2016“ hofft der Weihnachtsmarktmacher auf „Gesundheit und vor allem Zufriedenheit“.

Ähnlich geht es Christian Lackhoff. Der 27-Jährige startet das Jahr mit einer dreiwöchigen Kur und will dort „was für die Gesundheit“ tun. Darüber hinaus hat er sich für das neue Jahr einiges vorgenommen. „Beruflich weiter vorankommen“ und „beim SVR weiter engagiert bleiben“ gehören für den Betreuer und Platzpfleger unter anderem dazu. „Und wenn die Jungs dann weniger Punkte unnötig liegen lassen“ mache die Mannschaftsfahrt am Ende der Saison noch mehr Spaß.

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