Landesamt legt Pendlerstatistik vor
Schlafstadt mit Wachstumspotenzial

Drensteinfurt -

Die Stadt Drensteinfurt wird ihrem Ruf als „wachsende Schlafstadt“ weiterhin gerecht. Obwohl die Einwohnerzahl in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen ist, stagniert das Arbeitsplatzangebot vor Ort. Dreiviertel aller in der Wersestadt gemeldeten Erwerbstätigen pendeln tagtäglich zu einem auswärtigem Arbeitsplatz.

Donnerstag, 19.01.2017, 23:01 Uhr

Von „A“ nach „B“: Das ist für dreiviertel der Drensteinfurter Erwerbstätigen jeden Tag der Alltag.
Von „A“ nach „B“: Das ist für knapp 76 Prozent der Drensteinfurter Erwerbstätigen jeden Tag der Alltag. Foto: -dpa/dje-

Noch 43 Neubürger – dann ist die Marke von 16 000 Einwohnern „geknackt“. Exakt 15 957 Menschen lebten zum Stichtag am 31. Dezember in Drensteinfurt . Damit setzt die Stadt ihr Wachstum ungebremst fort. Denn allein in den vergangenen sechs Jahren wuchs die Einwohnerzahl um knapp vier Prozent.

Dass der Zuzug ungebrochen ist, hat wohl diverse Gründe – wie etwa attraktive Wohngebiete, im Vergleich zum Oberzentrum Münster noch relativ günstige Preise oder aber der anhaltende Trend zum „Wohnen im Grünen“. Woran es sicherlich nicht liegt, lässt sich dagegen recht einfach umreißen: Am Arbeitsplatzangebot. Denn wie der aktuellen Pendlerstatistik des Landesamtes für Information und Technik zu entnehmen ist, pendeln 75,7 Prozent aller in Drensteinfurt gemeldeten Erwerbstätigen tagtäglich zu einem auswärtigen Arbeitsplatz. Damit liegt die Wersestadt auf dem beachtlichen 34. Platz unter den insgesamt 396 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen.

Wie der Statistik weiter zu entnehmen ist, sind insgesamt 3996 Erwerbstätige im Ort beschäftigt. 2030 von ihnen stammen aus der Stadt. 1966 kommen von auswärts – die meisten aus Hamm (424), Münster (327) und Ahlen (231). Die Zahl der Auspendler beträgt dagegen 6314 Erwerbstätige. Die weitaus meisten zieht es nach Münster, wo 2587 Drensteinfurter ihren Job haben. Das entspricht einem Anteil von fast 41 Prozent an der Gesamtzahl der Auspendler. Auf Rang zwei folgt die Stadt Hamm (895) vor Ahlen (481) und Sendenhorst (259). Den statistisch erfassten weitesten Weg haben übrigens 40 Bürger der Stadt, die im 64 Kilometer entfernten Essen berufstätig sind.

Zudem pendeln 2030 Personen jeden Tag innerhalb der Stadt. Kreisweit ist Drensteinfurt damit die Stadt mit der mit Abstand höchsten Auspendlerquote. Lediglich Beelen (68,9 Prozent) und Everswinkel (68,1 Prozent) kommen auf annähernd hohe Werte. Die niedrigste Auspendlerquote im Kreis haben die Städte Beckum (47,3 Prozent) und Ahlen (48,9 Prozent).

Landesweit pendelt etwa die Hälfte der 8,95 Millionen Erwerbstätigen täglich über die Grenzen ihres Wohnortes hinweg zur Arbeit. Wie das Landesamt als amtliche Statistikstelle anhand von aktuellen Ergebnissen der Pendlerrechnung weiter mitteilt, war dabei die Zahl der Berufseinpendler (4,53 Millionen) höher als diejenige der innergemeindlichen Pendler (4,42 Millionen).

Allein nach Köln (315 744 Personen), Düsseldorf (296 037) und Essen (148 790) pendelten zusammen täglich mehr als eine Dreiviertelmillion Erwerbstätige.

Bei den Erwerbstätigen, die außerhalb ihres Wohnortes arbeiten, hatten Alfter und Rheurdt mit jeweils 83,3 Prozent die höchsten Auspendlerquoten aller Städte und Gemeinden des Landes. Münster wies hier mit 25 Prozent die niedrigste Quote auf.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4569809?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F4852352%2F4852355%2F
Nachrichten-Ticker