Synagogenverein
Synagoge vor 25 Jahren wiedereröffnet

Drensteinfurt -

Vor 25 Jahre wurde die ehemaligen Synagoge wiedereröffnet. Das war nur eines der Themen bei der Mitgliederversammlung des Synagogenvereins.

Mittwoch, 01.03.2017, 23:03 Uhr

Der Vorstand:  (v.li.) Kassiererin Margarete Silling, Vorsitzender Dr. Kurt Omland, Beisitzerin Ilse Blomberg, Schriftführer Hansgeorg Hartberger und stellvertretende Vorsitzende Sabine Omland.
Der Vorstand:  (v.li.) Kassiererin Margarete Silling, Vorsitzender Dr. Kurt Omland, Beisitzerin Ilse Blomberg, Schriftführer Hansgeorg Hartberger und stellvertretende Vorsitzende Sabine Omland. Foto: -lin-

Zufriedene Gesichter gab es am Dienstagabend bei der Jahreshauptversammlung des „Vereins zur Erhaltung und Nutzung der Synagoge Drensteinfurt “. Gerne erinnerten sich die neun erschienenen Mitglieder an die Wiedereröffnung der Synagoge 1992, für die der Verein so engagiert gekämpft hatte.

Dr. Kurt Omland , Vorsitzender des 35 Mitglieder starken Vereins, erinnerte sich an das damalige Unverständnis bei vielen Bürgern: „Lass bloß den Quatsch sein“, sei ihm gesagt worden. Zu diesem Thema gibt es auch im Jahrbuch des Kreises Warendorf 2017 einen ausführlichen Bericht mit dem Titel „Die Drensteinfurter Synagoge – ein Stein des Anstoßes“, verfasst von Sabine Omland , der stellvertretenden Vorsitzenden. In diesem erläutert sie unter anderem, wie damals der Abriss des historischen Bauwerks verhindert werden konnte.

Das 25-Jährige der Wiedereröffnung der Synagoge als Gedenk- und Veranstaltungsstätte ist im Jahr 2017 ein sehr wichtiges Ereignis für den Förderverein Alte Synagoge. In Zusammenarbeit mit der Stadt Drensteinfurt wird für eine Festveranstaltung der 8. oder der 15. Oktober in Betracht gezogen.

Sehr erfreut zeigten sich die Mitglieder auch über verstärktes Interesse der Bildungsinstitutionen an der Synagoge als Gedenkstätte.

Mit gemischten Gefühlen wurde allerdings aufgenommen, dass sich Teile der Gedenkstättenarbeit auf heute aktuelle politische Fragestellungen übertragen ließen. So bedauerte Omland, dass das Schicksal der sogenannten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge Parallelen zu dem der Jugendlichen, die in Konzentrationslagern überlebten, aufweise. Dies zeige jedoch auch: „Die von uns bearbeiteten Themen sind brandaktuell.“

Auch sehr aktuell: Sabine Omland soll dem Vernehmen nach für ihr ehrenamtliches Engagement am Sonntag vom Verein „Woche der Brüderlichkeit“ in Sendenhorst mit der Bernhard-Kleinhans-Plakette ausgezeichnet werden.

Die nächste Veranstaltung in der Synagoge findet am Samstag, 11. März, statt. Gemeinsam mit der VHS Ahlen wird der Film „Das Tagebuch der Anne Frank“ gezeigt.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4674545?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F4852352%2F4852353%2F
Erdrutschsieg in Münster: Grüne Sensation
Münsters Grüne feiern den Wahlsieg im Rathaus.
Nachrichten-Ticker