Erlbadbericht 2016
Zuschussgeschäft Erlbad

Drensteinfurt -

Der Betrieb eines Freibades bleibt für eine Kommune ein Zuschussgeschäft. Daran können auch gute Besucherzahlen nichts ändern. Sie können das Minus lediglich ein wenig erträglicher machen. 113 075 Badegäste wurden 2016 an der Erlbadkasse gezählt. Trotzdem liegt der städtische Zuschussbetrag bei 219 200 Euro.

Dienstag, 21.03.2017, 23:03 Uhr

Das Erlbad erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Trotzdem bleibt das Betreiben eines Freibades für die Stadt immer ein Zuschussgeschäft.
Das Erlbad erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Trotzdem bleibt das Betreiben eines Freibades für die Stadt immer ein Zuschussgeschäft. Foto: Gunnar A. Pier

Erfreuliche Besucherzahlen vermeldete das Erlbad zum Saisonende 2016. Gezählt wurden 113 075 Badegäste, immerhin 12 290 mehr als im Jahr 2015. Doch das bedeutet nicht, dass die Stadt ein dickes finanzielles Plus einfährt. Im Gegenteil: Der Zuschussbetrag für 2016 liegt mit 219 200 Euro noch 6431 Euro über dem des Jahres 2015. Anzumerken ist hier allerdings, dass Freibäder für Kommunen nicht kostendeckend zu betreiben sind.

Die Gründe für die genannte Steigerung sind vielfältig. Die Gesamtausgaben 2016 belaufen sich auf 360 767 Euro. Das sind 19 753 Euro mehr als 2015. Deutlich angewachsen auf 219 603 Euro sind die „persönlichen Ausgaben“. Gegenüber 2015 steht hier ein Plus von 40 030 Euro in der Bilanz. Einer der Gründe für diesen Anstieg sei die Rückkehr einer Mitarbeiterin aus der Elternzeit, heißt es im Erlbadbericht 2016, der am morgigen Donnerstag im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur um 17 Uhr in der Alten Post präsentiert werden soll.

Eine weitere Ursache sind die um 13 761 Euro gestiegenen Unterhaltungskosten. Dazu führten Defekte an der Druckluftanlage und an einer Tiefenpumpe sowie der notwendige Austausch eines defekten Kompressors. Wenig Gutes lässt die Schlussfolgerung zu diesem Punkt in der Jahresbilanz erahnen: „Auch in Zukunft muss mit weiteren Ausfällen gerechnet werden, da die meisten Teile der technischen Anlage mittlerweile über 15 Jahre in Betrieb sind.“ Die Energiekosten beliefen sich 2016 auf 14 251 Euro, die Reinigungskosten auf 10 731 Euro.

Den Ausgaben stehen Einnahmen aus dem Erlbadeintritt von 114 706 Euro gegenüber. Im Vergleich zu 2015 ist in diesem Punkt ein Anstieg von 8899 Euro zu vermelden.

Nicht mehr fern ist der Saisonstart 2017. Die Besucher dürfen sich über zahlreiche Angebote freuen, die sich schon in den Vorjahren bewährt haben. Das Frühschwimmen am Donnerstagmorgen gehört weiterhin zum Programm. Auch den Kinderflohmarkt und den Weinabend soll es wieder geben. Nicht fehlen wird das Nachtschwimmen – bei gutem Wetter –, „da das Schwimmen unter dem Sternenhimmel von den Besuchern immer sehr gut angenommen wird“, heißt es im Erlbadbericht.

Zudem warten Schwimmkurse für Kinder und für Erwachsene. Die Wassergymnastik wird durch verschiedene Aqua-Fitness-Kurse und Rehasportangebote ergänzt.

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