Ergebnisse der „Macherwoche“ vorgestellt
Die Jugend ist zufrieden

Drensteinfurt -

Es war ein großangelegtes und breit beworbenes Projekt – mit am Ende überaus überschaubarer Resonanz. Am Montag beschäftige sich der Rat mit der „Macherwoche“, zu der in den vergangenen Herbstferien Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren eingeladen waren. Ergebnis: Die meisten Jugendlichen in der Stadt sind zufrieden.

Dienstag, 28.03.2017, 22:03 Uhr

Rund 20 Jugendliche hatten sich an der Planungswerkstatt im Rahmen der „Macherwoche“ beteiligt. Einzelne Ergebnisse sollen nun in den Fachausschüssen beraten werden.
Rund 20 Jugendliche hatten sich an der Planungswerkstatt im Rahmen der „Macherwoche“ beteiligt. Einzelne Ergebnisse sollen nun in den Fachausschüssen beraten werden. Foto: Pünt

„Die Drensteinfurter Jugendlichen sind mit ihrem Leben hier zufrieden.“ Wer dies sagt, der muss es wissen. Denn schließlich kümmert er sich seit über 20 Jahren um die Belange der jungen Menschen in der Stadt – erst als Jugendpfleger und mittlerweile auch als Leiter des Kulturbahnhofs und „Familienmanager“. Rüdiger Pieck ist also nah dran am „Puls“ der jungen Menschen. Und die sind, betont Pieck, mit den Angeboten in den Bereichen „Schule“ und „Freizeit“ durchaus zufrieden.

Eine Erkenntnis der sogenannten „ Macherwoche “, die die Stadt in den vergangenen Herbstferien mit Förderung des Landschaftsverbandes sowie in Zusammenarbeit mit dem Jugendwerk DRiWa und dem Kreis Warendorf für 13- bis 16-Jährige angeboten hatte. Mit durchwachsenem Erfolg, wie Rüdiger Pieck am Montagabend den Mitgliedern des Rates berichtete. Zwar hatten sich immerhin 15 Jugendliche für die einwöchige „WG“ im Kulturbahnhof samt Filmprojekt angemeldet. Die Resonanz auf die „aus unserer Sicht überaus interessanten Workshops“ – so der Jugendpfleger – war aber ernüchternd: Ein Großteil musste mangels Interessenten abgesagt werden. Was die Erfahrungen der vergangenen Jahre bestätigt: „Drensteinfurter Jugendliche organisieren ihre Ferien am liebsten selbst“, sagte Pieck. „Die Jugendlichen brauchen kein eigenes Ferienprogramm. Sie engagieren sich aber gerne als ,Teamer‘ beim Ferienprogramm für Kinder.“

Ein Thema, über das am Montagabend noch kein konkreter Beschluss gefasst wurde, ist die „Wunschliste“, die 20 Jugendliche im Rahmen der Planungswerkstatt des Projekts erarbeitet haben. Und die so bunt wie vielfältig ist. Aber nicht repräsentativ, wie Pieck gleich einräumte. Denn aufgrund der Tatsache, dass sich etwa ein Teilnehmer einen öffentlichen Angelteich in Walstedde wünscht, könne natürlich nicht gefolgert werden, dass dies ein dringendes Interesse der gesamten Altersgruppe sei. „Die Drensteinfurter Jugendlichen haben Wünsche und Ideen, die aber sehr unterschiedlich sind“, sagte Pieck. „Ein gemeinsames großes Thema gibt es aber zurzeit nicht.“

Dennoch sollen die formulierten Wünsche nicht unter den Tisch fallen. Politik und Verwaltung sagten zu, sie in den Fachausschüssen prüfen zu wollen. Und es ist durchaus möglich, dass es mit dem einen oder anderen Projekt dann auch tatsächlich etwas wird. Denn eine Sanierung der Ossenbecker Skaterbahn etwa, deren Zustand von den Szene-Jugendlichen als durchaus gefährlich kritisiert wird, scheint mittelfristig finanziell nicht unmöglich zu sein.

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