Grundschule wird erweitert
„Inklusives Lernzentrum“

Drensteinfurt/Walstedde -

Die Walstedder Grundschule soll weiter wachsen. Wie die Stadtverwaltung den Mitgliedern des Bauausschusses am Montag berichten wird, ist neben einem Anbau auch ein Umbau geplant. Anders als in Drensteinfurt, wo die Stadt bislang noch keine Notwendigkeit sieht, weitere Klassenräume zu schaffen.

Freitag, 16.06.2017, 23:06 Uhr

Platz für sechs weitere Klassen soll der Anbau der Lambertusschule (Plan) bieten. Die Drensteinfurter Grundschule (li.) wird dagegen vorerst nicht erweitert.
Platz für sechs weitere Klassen soll der Anbau der Lambertusschule (Plan) bieten. Die Drensteinfurter Grundschule (li.) wird dagegen vorerst nicht erweitert. Foto: Dietmar Jeschke

Hält der Zustrom von Flüchtlingen an? Wie wird sich die Erschließung neuer Baugrundstücke auf die Altersstruktur der Bevölkerung auswirken? Und wie entwickelt sich der Lernbedarf für Kinder mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten? Fragen, die niemand konkret zu beantworten vermag. Und die eine langfristige Planung der Schullandschaft schwierig machen. Am Montag wird sich der Stadtentwicklungsausschuss erneut mit dem Thema beschäftigen.

Dabei wird die Verwaltung unter anderem ihre Pläne zum An- und Umbau der Walstedder Lambertusschule vorstellen. Langfristiges Ziel, so die Stadt, sei die Einrichtung eines „inklusiven Lernzentrums für Grundschüler“. Dazu sollen am Ostteil des Altbaus zwei zweigeschossige Anbauten mit Platz für sechs Klassenräume entstehen. Ferner sollen im Bereich von Aula und Schulverwaltung ein barrierefreies Bad und ein Lagerraum eingerichtet werden. Die Kosten, so die Verwaltung, würden derzeit von einem Fachbüro ermittelt. Ebenso werde eine teilweise Finanzierung über das „kommunale Investitionsförderungsgesetz“ und über den Fördertopf „Gute Schule 2020“ geprüft. „Die bauliche Umsetzung der Maßnahme könnte für das Jahr 2018 terminiert werden“, erklärt Bauamtsleiter Werner Rohde .

Vorerst nichts wird dagegen aller Voraussicht nach an der Drensteinfurter Grundschule passieren. „Aus den zu erwartenden Schülerzahlen der nächsten fünf Jahre ergibt sich keine klare Notwendigkeit einer kurzfristigen räumlichen Erweiterung. Für das nächste Schuljahr ist der Raumbedarf laut Schulleitung gesichert“, schildert die Verwaltung. Um gleich hinzuzufügen, dass ein Ausbau der Schule außerhalb der vorgegebenen Baugrenzen aus planungsrechtlicher Sicht ohnehin derzeit gar nicht möglich wäre. Eine bereits in der Vergangenheit diskutierte Erweiterungsmöglichkeit bestünde jedoch, wenn der zentral gelegene Verwaltungstrakt mit einem zusätzlichen Geschoss ausgebaut würde. Was jedoch nicht unbedingt einfach wäre. „Dieses Geschoss müsste eine selbsttragende Konstruktion sein, da die bestehende Deckenkonstruktion der Belastung eines zusätzlichen Stockwerkes nicht standhalten würde“, schildert Werner Rohde in der Sitzungsvorlage. Platz würde eine derartige Lösung, die nach ersten Schätzungen rund 800 000 Euro kosten würde, für drei Klassen bieten. Ob diese Räume auf absehbare Zeit benötigt werden, lässt sich aktuell allerdings nicht vorhersagen. Um dennoch für den „Fall der Fälle“ gewappnet zu sein, soll die Raumsituation in den kommenden Jahren explizit beobachtet werden. Gleichzeitig soll die Planung für eine räumliche Erweiterung bereits jetzt soweit vorangetrieben werden, dass der Ausbau kurzfristig erfolgen könnte.

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