Jugendheim Rinkerode
Sechswöchige Renovierungszeit

Rinkerode -

Einstimmig hat der Sozialausschuss das neue Raum- und Nutzungskonzept für das Rinkeroder Jugendheim beschlossen. Bevor dort aber wieder Veranstaltungen stattfinden können, steht eine Renovierung an.

Donnerstag, 29.06.2017, 23:06 Uhr

Die Mitglieder des Sozialausschusses verschafften sich einen Überblick über den Zustand des Rinkeroder Jugendheims.
Die Mitglieder des Sozialausschusses verschafften sich einen Überblick über den Zustand des Rinkeroder Jugendheims. Foto: -bim-

Einstimmig beschlossen wurde am Mittwochabend im Sozialausschuss das neue Nutzungs- und Raumkonzept für das Rinkeroder Jugendheim. Vor der Sitzung hatten sich viele Ausschuss-Mitglieder vor Ort ein Bild vom Zustand der Innenräume des kommunalen Treffpunkts gemacht.

Nach einer im Jahr 2001 abgeschlossenen, grundlegenden Renovierung der Räume hatte die Stadt die Trägerschaft für das Jugendheim dem Ortsjugendring Rinkerode übertragen. Dieser hatte die Verantwortung einzelner Räume an Paten weitergegeben, etwa an die Feuerwehr und die Kolpingsfamilie. Im März dieses Jahres wurde die Trägerschaft in gegenseitigem Einverständnis beendet. Die Raumverwaltung und Ausgabe von Schlüsseln soll, wie auch beim Kulturbahnhof, wieder direkt durch die Stadt erfolgen – in enger Zusammenarbeit mit den Nutzern.

Wie berichtet, sollen die Räumlichkeiten neben den bisherigen Nutzern auch der Volkshochschule, der Musikschule und dem Familienzentrum zur Verfügung stehen. Auch für örtliche Gruppen und Vereine soll das Jugendheim offen sein – wie bisher kostenfrei. Aber ebenso kommerzielle Interessenten, etwa Anbieter von Sprachkursen, Nachhilfe oder Vorträgen, sollen die Räume nutzen können, gegen Entgelt und falls Kapazitäten frei sind. Doch bestimmte Nutzer sollen bei der Raumvergabe bewusst Priorität gegenüber anderen haben.

Zuvor soll das seit August 2015 als Flüchtlingsunterkunft genutzte Gebäude renoviert werden. Vor allem die Böden und der Wandanstrich sollen erneuert werden. Zudem ist teilweise neues Mobiliar erforderlich, und es soll ein Beamer installiert werden. Die bisherige Küche im Obergeschoss soll künftig als Lagerraum dienen, eine Küche stattdessen unten im großen Raum hinter der zu versetzenden Theke ihren Platz finden.

Die dafür veranschlagten Gelder von bis zu 40 000 Euro sollen aus Mitteln zur Einrichtung von Flüchtlingsunterkünften kommen. Da die Entwicklung der Flüchtlingszahlen nicht absehbar gewesen sei, seien die Ausgaben dafür bewusst hoch angesetzt worden, erläuterte die Verwaltung. 100 000 Euro waren im Haushalt 2017 dafür eingeplant. 76 000 Euro sind noch verfügbar.

Heinrich Töns (CDU) äußerte seine Meinung zum Zustand der Räume: „Es musste schon vor den Flüchtlingen etwas getan werden“.

Für die reine Bauzeit würden rund sechs Wochen benötigt, so die Verwaltung. Vorher gelte es jedoch, die Baufirmen zu gewinnen. Für das Sommerferien-Programm sei das Jugendheim bewusst nicht mit eingeplant worden, erläuterte Jugendpfleger Rüdiger Pieck. Und das Kindercafé starte ohnehin erst wieder nach den Herbstferien. Allerdings: „Die offene Kinder- und Jugendarbeit lebt von der Kontinuität“, hoffte er auf baldige Wiedernutzung des großen Gruppenraums.

Das bisher von der VHS für Flüchtlings-Sprachkurse angemietete, und auch als Treffpunkt „Café International“ genutzte Ladenlokal am Weitkamp will die Stadt eventuell allenfalls bis zur Fertigstellung des Jugendheims halten, vielleicht auch nur die als Fahrradwerkstatt genutzte Garage daneben.

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