Serie: „Wir sind die Stadt“
Fachmann für Energiefragen

Drensteinfurt -

Matthias Stadie arbeitet im Fachbereich „Planen, Bauen, Umwelt“ der Stadt Drensteinfurt. Hier ist er unter anderem für die Erstellung des jährlichen, 130-seitigen Energieberichts zuständig. Er überwacht aber auch Reparaturen und kleinere Baumaßnahmen an den kommunalen Gebäuden.

Mittwoch, 25.10.2017, 05:10 Uhr

Sein Reich hat Matthias Stadie im Fachbereich „Planen, Bauen, Umwelt“, wo er für die Erstellung des jährlichen Energieberichts zuständig ist.
Sein Reich hat Matthias Stadie im Fachbereich „Planen, Bauen, Umwelt“, wo er für die Erstellung des jährlichen Energieberichts zuständig ist. Foto: Birte Moritz

Wie viel Wasser, Öl und Gas wird in den städtischen Gebäuden Drensteinfurts verbraucht? Und vor allem: Wo sind Einsparungen möglich? Energiefachmann Matthias Stadie weiß es. Der 51-Jährige arbeitet im Fachbereich „Planen, Bauen, Umwelt“ der Stadtverwaltung und ist dort für die Erstellung des jährlichen Energieberichts zuständig.

Jede Menge Daten trägt er dafür zusammen und fertigt aus diesen zahlreiche Tabellen an. „Eine Sisyphusarbeit“, nennt der Verwaltungsmitarbeiter zwar diese jedes Jahr vier bis fünf Monate in Anspruch nehmende Tätigkeit, deren Ergebnisse meist etwa 130 Seiten füllen. Doch sagt er auch: „Ich finde gut, dass es gemacht wird. Denn so wird klar, wo der Verbrauch eindeutig zu hoch ist und wo Einsparungen möglich sind.“

Spannender findet er dennoch einen weiteren Bereich seiner Aufgaben. Denn der gelernte Gas- und Wasserinstallateur betreut und überwacht auch Reparaturen und kleinere Baumaßnahmen an den kommunalen Gebäuden und hat so viel Kontakt mit den verschiedenen Firmen. Oft ist er auch dabei, wenn die Bereiche anschließend wieder den Bürgern übergeben werden. Wie etwa die erneuerten Sanitäranlagen in der Walstedder Lambertusschule. „Zu sehen, was die Kinder für Augen machen, wenn plötzlich alles neu ist, das ist schon schön“, sagt der Energiefachmann.

In einem dritten Tätigkeitsfeld geht es für den städtischen Mitarbeiter darum, die Gewährleistungsfristen der Handwerksfirmen ständig im Blick zu behalten. Bevor die Fristen auslaufen, macht er Kontrollen an den Anlagen, damit gegebenenfalls eine Reklamation noch geltend gemacht werden kann.

Nicht nur mit seinen Aufgaben, auch mit den Kollegen ist Matthias Stadie vollauf zufrieden. Es herrsche „ein fantastisches Betriebsklima, es könnte nicht besser sein“, erklärt der Verwaltungsmitarbeiter. Mit seiner humorvollen Art, die schnell offensichtlich wird, trägt er auch jede Menge dazu bei.

Aufgewachsen ist Stadie mit fünf Geschwistern als Teil einer Bergmannsfamilie in Hamm, wo er auch heute noch wohnt. Nach Abschluss der Meisterschule war der Gas- und Wasserinstallateur 15 Jahre als Ausbilder tätig, bevor er vor vier Jahren zur Stadtverwaltung kam. Auch hier ist er einer der Ansprechpartner für die Auszubildenden. Aktuell teilt sich Jana Schmidt, die als Beamtenanwärterin für den mittleren Dienst seit August in der Stadtverwaltung lernt, das Büro mit ihm.

Einen Teil von Stadies Freizeit nimmt Hündin „Hera“, ein Rhodesian Ridgeback, in Anspruch. Zu den Hobbys des 51-Jährigen zählt vor allem Eishockey. „Ein toller Sport, schnell und intensiv“, findet er. In der Nähe der Eissporthalle wohnend, hat er früher selbst dem Puck hinterhergejagt. Heute ist er begeisterter Fan und reist auch schon mal bis nach Rostock, um seine Mannschaft zu unterstützen. Freizeitfahrten unternimmt er aber auch, um Konzerte zu besuchen. Zu seinem Musikgeschmack gehören dabei so unterschiedliche Stilrichtungen wie einerseits Mittelalter-Rock, aber ebenso die Pop-Gruppe „Pur“.

Die Stadt achte darauf, Reparaturen und Erneuerungen nicht erst vorzunehmen, wenn gar nichts mehr geht, sondern frühzeitig, denn das spare letztlich Kosten, erklärt Stadie noch. Doch „wir können nur gute Technik zur Verfügung stellen. Was die Leute dann daraus machen“, also wie sparsam sie mit Wasser und Heizung umgehen, „darauf haben wir nur begrenzt Einfluss“, gibt der Energiefachmann zu bedenken und appelliert damit auch ein bisschen an die Vernunft aller Nutzer der städtischen Gebäude.

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