Übergabe des Kunstrasenplatzes
Nie mehr nasse Asche

Walstedde -

So lange haben Fortunas Fußballer auf einen Kunstrasenplatz nach Drensteinfurter und Rinkeroder Vorbild gewartet. Jetzt ist der Wunsch Wirklichkeit geworden. Am Samstag wurde der Platz offiziell für den Spielbetrieb freigegeben.

Montag, 18.12.2017, 07:12 Uhr

Feierten die Übergabe des neuen Kunstrasenplatzes in Walstedde: Michael Knicker, Werner Rohde, Ortsvorsteher Bernd Borgmann, Hermann Tiggemann, Alfred Berkemeier, Bürgermeister Carsten Grawunder und Fortunas Vorsitzender Clemens Kuhn (v.li.).
Feierten die Übergabe des neuen Kunstrasenplatzes in Walstedde: Michael Knicker, Werner Rohde, Ortsvorsteher Bernd Borgmann, Hermann Tiggemann, Alfred Berkemeier, Bürgermeister Carsten Grawunder und Fortunas Vorsitzender Clemens Kuhn (v.li.). Foto: Luis Pollmüller

Wenn die Fußballmannschaften aus der Region bislang in den Herbst- und Wintermonaten zum Auswärtsspiel nach Walstedde gefahren sind, war ihnen klar, dass sie auf einem der wenigen noch vorhandenen Aschenplätze spielen mussten. Auch wenn in der Kabine der Fortunen gerne von einem „Heimvorteil“ aufgrund des für den Gegner „ungewohnten“ Terrains gesprochen wurde, musste die Zeit der blutenden Knie und Ellenbogen, der mit nasser Asche durchtränkten Trikots und teilweise unmöglichen Platzbedingungen ein Ende haben.

Schon im Jahr 2011 hatten die damaligen Mitglieder des Vorstandes den Wunsch, einen Kunstrasenplatz zu bauen. Sechs Jahre später ist dieser Wirklichkeit geworden, und die ersten Spiele der Fortunen auf dem neuen Geläuf können stattfinden.

Am Samstag wurde der Kunstrasenplatz offiziell übergegeben. „Ich begrüße euch auf dem Sportgelände in Walstedde zu diesem außergewöhnlichen Anlass.“ Mit diesen Worten empfing der Vorsitzende Clemens Kuhn die Gäste. Er erklärte, dass das Projekt mit großen Problemen behaftet gewesen sei und am seidenen Faden gehangen habe.

Allein sieben Lärmgutachten mussten erstellt werden, bis endlich grünes Licht gegeben wurde. Deshalb bedankte sich der Vorsitzende ganz besonders bei Bürgermeister Carsten Grawunder sowie Werner Rohde und Hans-Ulrich Herding vom Fachbereich Bauen und Umwelt, die die Planungs- und Bauphase durchgehend unterstützt und sich für das Projekt eingesetzt hatten. „Wenn ich heute in die Runde blicke, dann schaue ich in viele Gesichter, bei denen ich mich im Namen der Fortuna bedanken muss und will“, gestand Clemens Kuhn und sprach den dutzenden Helfern, unzähligen Spendern und unterstützenden Vereinen – vor allem den Bürgerschützen – ein „dickes Dankeschön“ aus: „Das war großartiger Support.“

Grawunder übergab dem Verein symbolisch eine Nachbildung des Fußballs, mit dem das deutsche Team im Jahr 1954 überraschend Weltmeister geworden war. „Auch wenn dieser Ball natürlich nicht für den Spielbetrieb dienen soll, ist er als Symbol zur Fertigstellung des Kunstrasens gedacht und bringt vielleicht, neben dem damaligen ‚Wunder von Bern‘, auch einige Wunder von Walstedde mit sich“, erklärte der Bürgermeister.

Mit dem gut 7000 Quadratmeter großen Platz hat der Sportverein vor allem ein attraktives Angebot im Fußballbereich sowie eine bessere Infrastruktur geschaffen und hofft auf viele weitere Ideen für neue Projekte. Da noch nicht alle Arbeiten am Platz abgeschlossen sind, wird er im Frühjahr 2018 eingeweiht.

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