Neues Baugebiet vorgestellt
Platz für 420 neue „Zuhause“

Drensteinfurt -

Die ersten Pläne liegen auf dem Tisch: Ein Jahr nach Planungsbeginn wurden nun erste Details zum künftigen Baugebiet Mondscheinweg vorgestellt.

Mittwoch, 28.02.2018, 06:02 Uhr

Noch nicht fertig, aber schon überaus detailliert: So könnte sich die Planungsgruppe das künftige Baugebiet Mondscheinweg vorstellen. Interessantes Detail: Der Kreisverkehr, über den die Anbindung an Schützen- und Adenauerstraße erfolgen soll.
Noch nicht fertig, aber schon überaus detailliert: So könnte sich die Planungsgruppe das künftige Baugebiet Mondscheinweg vorstellen. Interessantes Detail: Der Kreisverkehr, über den die Anbindung an Schützen- und Adenauerstraße erfolgen soll. Foto: Stadt / Foto: Jeschke

Gut ein Jahr lang wurde unter dem Mantel der Verschwiegenheit entworfen, geplant und diskutiert. Entsprechend groß war die öffentliche Neugier darauf, was der Arbeitskreis aus Planungsbüro, Stadtverwaltung und einigen ausgewählten Ratsmitgliedern im stillen Kämmerlein so alles zu Papier gebracht hat. Am Montagabend war es nun so weit: Der erste Rahmenplan zum künftigen Baugebiet Mondscheinweg stand auf der Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses.

Die recht zahlreich erschienenen Gäste brauchten jedoch ein wenig Geduld – ebenso wie Stadtplaner Dirk Tischmann , der den Entwurf präsentieren sollte. Denn bevor er endlich an der Reihe war, hatten die Ausschussmitglieder gut zweieinhalb Stunden über manch andere Dinge zu diskutieren.

Rund 13 Hektar Fläche, bis zu 420 Wohneinheiten, davon rund 150 in Doppel- und Einfamilienhäusern, 100 in Reihenhäusern sowie bis zu 160 in Mehrfamilienhäusern: Das sind die Eckdaten, die Dirk Tischmann eingangs auf den Punkt brachte. Im Kern soll sich die Fläche um eine zentrale Achse gruppieren, die sich entlang des bisherigen Fuß- und Radpättchens bewegt, das schon heute den Mondscheinweg mit dem Musikerviertel und damit mit der Grundschule verbindet. Und auch weiterhin verbinden soll. Für Fußgänger und Radfahrer ist dazu eine entsprechende Querungshilfe über die viel befahrene Adenauer-Straße vorgesehen.

Eingangs der zentralen Achse – und damit verkehrstechnisch gut zu erreichen – könnten sich die Planer einen weiteren Kindergarten vorstellen – entsprechender Bedarf einmal vorausgesetzt. Ihm anschließen würden sich im Fall der Realisierung Grün-, Spiel- und Parkflächen sowie ein „Quartiersplatz“, an dessen Randbereich – wie auch entlang der Adenauer-Straße – Platz für Mehrfamilienhäuser vorgesehen ist.

Die Haupterschließung des Areals ist über zwei „Schlaufen“ vorgesehen, die an zwei Stellen an die Konrad-Adenauer-Straße angebunden werden sollen: zum einen im oberen Bereich zwischen dem jetzigen Fußweg und der Feuerwehr. Zum anderen an der Kreuzung der Adenauer-Straße mit der Schützenstraße, die in einen Kreisverkehr umgewandelt werden soll, der eine vierte Achse in Richtung Mondscheinweg anbinden wird.

Was den Lärmschutz entlang der Adenauer-Straße anbelangt, so seien bei einem entsprechenden Abstand zum Mehrfamilienhaus – 15 bis 20 Meter – keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich, betonte Planer Dirk Tischmann. Das jedoch wagte Ausschussmitglied Andreas Kurzhals (FDP) zu bezweifeln. Eine „grüne Wand“, wie sie schon jetzt im Bereich des Adenauer-Gebiets zu finden ist, sei durchaus ein Thema, so Kurzhals. Denn sie würde unerwünschten Schall bereits ganz erheblich reduzieren. Ansonsten, befand das FDP-Mitglied, sei in den ersten Vorentwurf, der nun in den kommenden Monaten noch ordentlich „feingeschliffen“ werden soll, „viel gutes Gedankengut eingeflossen“. Das bestätigte CDU-Mitglied Markus Wiewel, der den Plan als überaus „sehenswert“ bezeichnete. „Das Ergebnis ist sehr gelungen“, attestierte SPD-Fraktionschef Ingo Stude. Und es sei richtig gewesen, dass die Arbeitsgruppe zunächst abseits der Öffentlichkeit getagt habe. „Wenngleich ich mir schon gewünscht hätte, dass einzelne Ergebnisse bereits zwischendurch präsentiert worden wären“, so Stude weiter.

Insgesamt positiv werteten auch die Grünen den Vorentwurf. „Wenn wir uns auch eine höhere Verdichtung gewünscht hätten“, so Ausschussmitglied Reinhard Weißen.

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