Neuer Kita-Träger stellt sich vor
Die Caritas ist startklar

Drensteinfurt -

Die Caritas wird die neue Kita in Drensteinfurt übernehmen. Aber das nicht, wie geplant, im (noch nicht vorhandenen) Neubau an der Blumenstraße, sondern zunächst im Pavillon am Marienkindergarten.

Samstag, 03.03.2018, 14:03 Uhr

Anfang August wird die Caritas den Kita-Pavillon am Marienkindergarten übernehmen. Am Freitag stellten Pfarrer Jörg Schlummer, Kita-Verbundleiterin Petra Fricke sowie Heinrich Sinder und Ludger Althoff von der Caritas (v. li.) erste Details vor.
Anfang August wird die Caritas den Kita-Pavillon am Marienkindergarten übernehmen. Am Freitag stellten Pfarrer Jörg Schlummer, Kita-Verbundleiterin Petra Fricke sowie Heinrich Sinder und Ludger Althoff von der Caritas (v. li.) erste Details vor. Foto: Dietmar Jeschke

Nein, ein „Start nach Maß“ sieht zweifelsohne anders aus. Denn statt im schmucken Neubau an der Blumenstraße wird die Caritas nun zunächst in einem Provisorium ihre Arbeit aufnehmen müssen. Aber das, betonte Ludger Althoff , Fachbereichsleiter für Betreuungsangebote des Caritas-Verbandes Ahlen, sei eher organisatorisch als räumlich zu verstehen. Denn obwohl der Pavillon am Marienkindergarten, in dem die Caritas Anfang August als neuer Kindergartenträger in Drensteinfurt ihren Dienst antreten wird, als Übergangslösung geplant war, ist er ausstattungstechnisch gesehen alles andere als ein „Notnagel“. Im Gegenteil: Mit Gruppenraum, WC und sogar Küche steht eigentlich – fast – alles zur Verfügung, was es in einer Kita braucht. Außer einem Schlafraum. Und deshalb wird die neue Caritas-Kita, die später einmal im Vollbetrieb mit drei Gruppen arbeiten soll, zunächst auch nur über dreijährige Kinder aufnehmen.

Für die Caritas durchaus ein Vorteil, erklärte Althoff. Denn so ergebe sich eine gute Altersmischung, wenn denn in den kommenden Jahren jüngere Kinder nachrücken. „Das ist keine Notlösung, sondern eine gute Lösung“, sagte Althoff, der am Freitagnachmittag gemeinsam mit Caritas-Geschäftsführer Heinrich Sinder ins Pfarrhaus am Kirchplatz gekommen war, um mit der Kita-Verbundleiterin der Gemeinde, Petra Fricke, und Pfarrer Jörg Schlummer als Vertreter des Trägers der Kita St. Marien über das zu sprechen, was in den vergangenen Wochen für heftige Diskussionen in Politik und Elternschaft gesorgt hatte.

Richtig sei, erklärten Fricke und Schlummer, dass die „Regenbogengruppe“ der Kirchengemeinde, die bislang den Pavillon nutzt, von vornherein als zweijährige Übergangslösung geplant gewesen war. Mit der Möglichkeit auf Verlängerung um ein weiteres Jahr, wenn denn die Notwendigkeit besteht. Eine Option, die der Kreis aber nun – wie berichtet – trotz Platznot nicht ziehen wird. Vielmehr soll die Caritas wie geplant an den Start gehen. Nicht im – nicht vorhandenen – Gebäude an der Blumenstraße, wo das Grundstück wegen des stockenden Umlegungsverfahrens nach wie vor gar nicht zur Verfügung steht, sondern eben im Pavillon am Windmühlenweg.

Im Einvernehmen mit der Kirche, wie alle Beteiligten betonen. „Eine gute Zusammenarbeit ist uns wichtig“, sagte Pfarrer Jörg Schlummer. Und in der Hoffnung auf das Vertrauen aus der Elternschaft. Denn für die Verzögerung beim Neubau der Kita, betonten Ludger Althoff und Heinrich Sinder, könne die Caritas als neuer Träger nun einmal rein gar nichts.

Was die neue Übergangslösung betrifft, so werden die Kinder der bisherigen „Regenbogengruppe“ der Kita St. Marien im Sommer in das Hauptgebäude umziehen. Dort bleiben dann nur noch gut eine Handvoll weiterer freie Plätze übrig. Und die, betonte Petra Fricke, sollen möglichst alle Kinder bekommen, die bereits ein Geschwisterkind im Marienkindergarten haben.

Die Caritas wird im dann freiwerdenden Pavillon 23 Plätze für über dreijährige Kinder anbieten, die gleich am ersten Tag von der künftigen Leiterin der neuen Kita Blumenstraße sowie von einer Erzieherin, einer Hauswirtschafterin und einem Berufspraktikanten in Vollzeit betreut und versorgt werden sollen. Und das nach dem Konzept, das die Caritas bereits in ihren Ahlener Einrichtung „Familienzentrum Roncalli-Haus“ und „Villa Regina“ umsetzt. „Wir sind viel in Stadt, Feld und Flur unterwegs“, berichtete Ludger Althoff. Nicht nur zu Fuß, denn auch ein eigenes Fahrzeug stehe zur Verfügung. Auch für Verpflegung werde gleich ab dem ersten Tag gesorgt sein. Wie in den übrigen Einrichtung werde ein Teil der Mahlzeiten aus der eigenen Catering-Zentrale geliefert. Der Rest soll vor Ort frisch zubereitet werden. „Damit die Kinder gleich lernen, wie man Zutaten in Speisen verwandelt“, so Althoff.

Wann es dann im „richtigen“ Kindergarten los gehen wird? „Wir hoffen noch in diesem Jahr“, erklärte Heinrich Sinder. Das dürfte aber trotz der Tatsache, dass die Pläne fix und fertig in der Schublade liegen und der Investor „Gewehr bei Fuß steht“, wohl eher ein „frommer Wunsch“ bleiben. Denn laut Bauträger müsse mit einer Bauzeit von neun Monaten gerechnet werden. Und wenn das so ist, dann müssten noch in diesem Monat die Bagger rollen, damit Silvester in der neuen Einrichtung die sprichwörtlichen Sektkorken knallen können . . .

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