Erweiterung des Gesundheitszentrums
Drei Baustellen mitten im Dorf

Walstedde -

Im Ortskern des Lambertusdorfes rollen die Bagger. Zwei seit langem leer stehende Gebäude – die ehemalige Gaststätte Kessebohm und die frühere Sparkassen-Filiale – mussten weichen, um Platz für eine Erweiterung des Gesundheitszentrums „Haus Walstedde“ zu machen.

Mittwoch, 04.04.2018, 06:04 Uhr

Von der einstigen Traditionsgaststätte Kessebohm ist nicht mehr viel zu sehen. Dort, zwischen Lambertus-Kirchplatz und Nordholter Weg, möchte das Gesundheitszentrum ein Patientenhotel errichten. Das gastronomische Angebot sollen auch die Walstedder Bürger nutzen können.
Von der einstigen Traditionsgaststätte Kessebohm ist nicht mehr viel zu sehen. Dort, zwischen Lambertus-Kirchplatz und Nordholter Weg, möchte das Gesundheitszentrum ein Patientenhotel errichten. Das gastronomische Angebot sollen auch die Walstedder Bürger nutzen können. Foto: Simon Beckmann

Im Ortskern des Lambertusdorfes rollen seit einigen Tagen die Bagger. Zwei seit langem leer stehende Gebäude – die ehemalige Gaststätte Kessebohm direkt neben der Kirche und die frühere Sparkassen-Niederlassung an der Dorfstraße – mussten weichen, um Platz für eine Erweiterung des Gesundheitszentrums „Haus Walstedde“ zu machen.

Am ehemaligen Standort der Sparkasse, deren Zweigstelle mittlerweile am Kirchplatz zu finden ist, soll eine Familienklinik entstehen. Die sei „ein in dieser Konzeption bundesweit einmaliges Modellvorhaben“, heißt es in einem Schreiben, das über die geplanten Bauvorhaben informiert und an alle Anwohner verteilt worden ist. „Die Familienklinik wird Teil des Krankenhausbedarfsplanes des Landes NRW sein und damit auch gesetzlich versicherten Patienten offen stehen.“ Nach dem Abriss des Sparkassen-Gebäudes werde direkt mit der Baumaßnahme begonnen, teilt Zentrumsmanager und Geschäftsführer Stefan Kamp auf WN-Anfrage mit. Mit der Fertigstellung rechnet er Ende 2018 oder Anfang 2019.

In der Familienklinik, die durch ein Glasfoyer mit der Tagesklinik verbunden wird, können je sechs Kinder und Eltern gemeinsam betreut werden. Der zentrale Eingang wird über die Dorfstraße erreichbar sein. Auch über den Parkplatz am Böcken ist der Zugang möglich.

Ein paar Meter entfernt haben die Abrissarbeiten ebenfalls begonnen. Ein Statiker war 2016 zu dem Schluss gekommen, dass vom Gasthof Kessebohm „eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit“ wegen „akuter Einsturzgefahr“ ausgeht. Das Gebäude wurde folglich nicht unter Denkmalschutz gestellt, dem Abriss stand nichts mehr im Wege.

Das Haus Walstedde möchte an dieser Stelle ein Patientenhotel samt Restaurant und Tagungsräumen errichten. Für diese Pläne hatte der Stadtrat Anfang des Jahres das „gemeindliche Einvernehmen“ erteilt. Über die Möglichkeit, einige der Räume auch für öffentliche Veranstaltungen nutzen zu können, zeigten sich die Politiker ob des ansonsten eher überschaubaren gastronomischen Angebots in Walstedde sehr erfreut. „Wir pflegen seit jeher ein offenes Campus-Modell. Deshalb wird auch die Restauration dort nicht exklusiv nur für unsere Patienten, sondern für alle Bürger zugänglich sein“, betont Kamp.

Von der einstigen Traditionsgaststätte Kessebohm ist indes nicht mehr viel zu erkennen. Vom Nordholter Weg aus kann man jetzt auf den Kirchplatz blicken. Laut Stefan Kamp soll sich der Neubau des Hotels direkt an die erste Baumaßnahme an der Dorfstraße anschließen, um möglichst mit denselben Handwerkern weiterarbeiten zu können.

Und auch ein drittes Bauprojekt steht quasi in den Startlöchern. Noch im Mai soll – die Genehmigung vorausgesetzt – auf einem bislang brach liegenden Doppelgrundstück an der Einfahrt zum Baugebiet Röwenkamp mit dem Neubau der „Schule für Kranke“ begonnen werden. Die bisherigen Räume am Kirchplatz wurden dem gestiegenen Platzbedarf nicht mehr gerecht. Deshalb nun der Neubau, der aussehen soll wie ein Einfamilienhaus.

Möglichst bis Ende 2019 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. „Ein strammer Zeitplan“, weiß der Zentrumsmanager. „Wir haben versucht, die drei Maßnahmen zu bündeln, um die Beeinträchtigungen für die Bürger so gering wie möglich zu halten. Insgesamt sind wir aber davon überzeugt, dass diese Entwicklung eine Bereicherung für Walstedde werden wird.“

► Wer Fragen oder Anregungen zu den Bauprojekten hat, kann sich an Geschäftsführer Stefan Kamp wenden: ✆ 0 23 87 / 91 94 39 20, kamp@haus-walstedde.de.

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