Marktplatz
Wohin soll das Wasserspiel?

Drensteinfurt -

Die Neugestaltung des Marktplatzes beschäftigt am Montag erneut den Fachausschuss. Dabei geht es vor allem um die Lage des geplanten Wasserspiels.

Donnerstag, 19.04.2018, 23:04 Uhr

Die Marga-Kamphus-Stiftung möchte im ehemaligen Geschäft „Bäcker Becker“ ein Café samt Außengastronomie errichten. Der Walbert-Brunnen soll vom Marktplatz zum Kirchplatz umziehen.
Die Marga-Kamphus-Stiftung möchte im ehemaligen Geschäft „Bäcker Becker“ ein Café samt Außengastronomie errichten. Der Walbert-Brunnen soll vom Marktplatz zum Kirchplatz umziehen. Foto: Dietmar Jeschke

Dass es kommen soll, ist bereits beschlossene Sache. Offen dagegen ist weiterhin die Frage, wo es denn nun am besten hin passt: Kleiner Markt? Großer Markt? Und wenn Letzteres: Besser am Rand? Oder doch lieber in der Mitte? Das geplante Wasserspiel, das im Zuge der Marktplatzumgestaltung angelegt werden soll, steht am kommenden Montag abermals auf der Tagesordnung des Bauausschusses.

Wie berichtet, sah der ursprüngliche Entwurf vor, das Wasserspiel auf dem sogenannten kleinen Markt an der Ecke Mühlenstraße und Münsterstraße anzulegen. Ein Standort, der im Ausschuss aber auf wenig Gegenliebe gestoßen war. Wie Bauamtsleiter Christoph Britten nun in der Sitzungsvorlage erläutert, habe man zwischenzeitlich zwei weitere Standorte auf dem eigentlichen Marktplatz geprüft. Variante Nummer eins: ein Wasserspiel vor dem ehemaligen Ladenlokal „Bäcker Becker“. Möglich, aber aus Sicht der Marga-Kamphus-Stiftung überaus unpraktisch. Sie nämlich will die seit einigen Jahren leerstehende Bäckerei gerne in ein Café samt Außengastronomie verwandeln. Und da nähme ein Wasserspiel vor der Haustür nicht nur Platz weg. Es würde zudem den Lieferverkehr behindern. Ganz abgesehen davon, dass sich die künftigen Café-Gäste bei Westwind mit Gischtwolken arrangieren müssten. Und das wäre nicht nur unangenehm, sondern aus hygienischer Sicht gar nicht zulässig.

Variante Nummer zwei: ein Wasserspiel mitten auf dem Markt. Möglich, aber technisch aufwändig, würde doch eine Angleichung der Geländehöhen erforderlich, so die Verwaltung.

Und schließlich gibt es noch eine Variante Nummer drei – und zwar auf dem bislang ungeliebten Standort am kleinen Markt. Das Planungsbüro hat den entsprechenden Vorschlag noch einmal eingehend überarbeitet, erklärt Christoph Britten. Demnach soll die sogenannte „Casa Urbana“ zwar auch weiterhin als Regenunterstand für Radtouristen erhalten bleiben. Allerdings soll das Glashaus in Richtung Sparkasse versetzt werden und ein Stück näher an die Münsterstraße rücken, wodurch ausreichend Platz für ein Wasserspiel samt Bänken entstehen würde. „Das Versetzen der ,Casa Urbana‘ bringt darüber hinaus Vorteile für den Aufbau der Stände des Weihnachtsmarkts und anderer Veranstaltungen und soll daher in jedem Fall erfolgen“, so Britten.

Umziehen soll übrigens auch der Walbert-Brunnen. Und zwar vom Marktplatz auf den Kirchplatz. Pastor Jörg Schlummer habe dazu bereits sein Einverständnis signalisiert, schreibt die Verwaltung. Ebenso wie dazu, die bisherige Brunnenanlage attraktiver zu gestalten und um einen „Erlebnisbereich“ zu ergänzen. Dies könnte in einer der nächsten Maßnahmen des Innenstadtkonzepts erfolgen und wäre damit eventuell förderfähig, erklärt der Bauamtsleiter.

Wohl vom Tisch ist derweil die Debatte um die künftigen Marktplatzlaternen. Denn nach der Kritik an den voluminösen Pfosten will sich die Verwaltung von der Lösung mit integrierten Wasserleitungen nun doch verabschieden. Denn um die Wasserversorgung durch die Laternen bei Großveranstaltungen zu gewährleisten, müssten diese über einen eigenen Wasserkreislauf verfügen. Und der müsste nicht nur regelmäßig gespült, sondern während der Frostperiode auch entleert werden. Fazit: zu teuer und zu aufwändig. Stattdessen will die Verwaltung nun dem Vorschlag der Gelsenwasser AG folgen, die im Zuge des Baus einer neuen Hauptleitung entsprechende Hydrantenanschlüsse auf dem Marktplatz installieren möchte. „Das bedeutet, bei den Großveranstaltungen könnte das Trinkwasser über Standrohre aus der Hauptleitung entnommen werden“, erklärt Christoph Britten.

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