3500 Quadratmeter fehlen
„Mondscheinweg II“ in den Sternen

Drensteinfurt -

Das Baugebiet „Mondscheinweg“ wird wohlmöglich erheblich kleiner, als geplant. Grund sind bislang ungeklärte Grundstücksfragen.

Mittwoch, 09.05.2018, 15:05 Uhr

Links ja, rechts nein: So könnte es für die Entwicklung des Baugebiets „Mondscheinweg“ laufen, wenn es nicht gelingt, die letzten Eigentümer mit ins Boot zu holen.
Links ja, rechts nein: So könnte es für die Entwicklung des Baugebiets „Mondscheinweg“ laufen, wenn es nicht gelingt, die letzten Eigentümer mit ins Boot zu holen. Foto: Dietmar Jeschke

Es hakt nicht nur an der Blumenstraße. Auch in der Entwicklung des Baugebiets „Mondscheinweg“ steckt der sprichwörtliche „Wurm“. Denn entgegen zunächst anderslautender Signale fehlen der Stadt nach wie vor 3500 Quadratmeter Ackerfläche, um die geplanten zwei Bauabschnitte wie vorgesehen realisieren zu können.

Grund sei die Tatsache, dass eine auswärtige Eigentümergemeinschaft nicht mit den Grundprinzipien des sogenannten kommunalen Flächenmanagements einverstanden sei, erläutert Bürgermeister Carsten Grawunder . Letzteres sieht vor, dass die Stadt zunächst die bisherigen Ackerflächen zum festgelegten Preis von rund 41 Euro pro Quadratmeter erwirbt, um sie anschließend zu erschließen. Zwei Drittel der Grundstücke werden danach von der Stadt, ein Drittel von den Alteigentümern vermarktet. Sinn und Zweck aus Sicht der Kommune: die Hoheit über die Preisgestaltung sowie über die Vergabe der Flächen als auch die Einnahme von Erlösen, die für die Herstellung der notwendigen Infrastruktur in Schulen, auf Spielplätzen und Co. notwendig sind.

Im konkreten Fall, so Grawunder weiter, hake es am festgelegten Preis, von dem die Stadt nicht abrücken will. Und, so der Bürgermeister, auch nicht abrücken wird. Denn sollte es in den kommenden vier Wochen nicht doch noch zu einer erhofften Einigung unter den gegebenen Bedingungen kommen, werde die Verwaltung den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses in der kommenden Sitzung am Montag, 18. Juni, vorschlagen, den geplanten zweiten Bauabschnitt des Areals – zwischen Mittelweg und Feuerwache – komplett zu streichen.

Im Gespräch mit der Bezirksregierung soll die Fläche danach dauerhaft aus dem Regionalplan genommen werden, um so an anderer Stelle weiteres Bauland zu schaffen. Eine Möglichkeit, so Grawunder, sehe die Stadt im „Flächenpool NRW“, mit dessen Hilfe innerstädtische Brachflächen erschlossen werden könnten.

Bauwilligen dürfte die neuerliche Entwicklung angesichts der wohl weiteren Verzögerung wenig schmecken. Denn immerhin stehen auf der Liste der Grundstückskaufinteressenten allein im Ortsteil Drensteinfurt mittlerweile 275 Namen. Hinzu kommen 33 Interessenten in Walstedde und 44 weitere in Rinkerode.

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