Malteser beim Katholikentag
„Ein sehr schöner Einsatz“

Drensteinfurt -

Es war anstrengend – aber auch überaus beeindruckend: Die Drensteinfurter Malteser berichten von ihren Erlebnissen beim Katholikentag in Münster.

Freitag, 18.05.2018, 15:05 Uhr

In der mobilen Leitstelle der Drensteinfurter Malteser liefen die „Kommunikationsdrähte“ der Helfer zusammen. Für die Aktiven aus der Wersestadt war es ein gelungener Einsatz.
In der mobilen Leitstelle der Drensteinfurter Malteser liefen die „Kommunikationsdrähte“ der Helfer zusammen. Für die Aktiven aus der Wersestadt war es ein gelungener Einsatz. Foto: Malteser

„Es war viel los. Dennoch ist alles problemlos gelaufen“, so lautet das Fazit der sechs Drensteinfurter Malteser, die beim Katholikentag in Münster als Funker in der mobilen Leitstelle am Schlossplatz die Einsätze des Hilfsdienstes koordiniert haben (WN berichteten). Aufgrund der vielen Teilnehmer sei eben zeitweise auch viel zu tun gewesen. Und so waren neben den Funkern nicht nur sechs Malteser im Fahrdienst sowie ein weiterer Helfer im Technikbereich aktiv, sondern außerdem drei Stewwerter Sanitäter, die kurzfristig die Warendorfer Kollegen an der Unfallhilfsstelle am Domplatz unterstützten.

Zwar gab es Prognosen hinsichtlich der Besucherzahlen – doch die Realität sah teilweise anders aus. So hatten die Veranstalter für die große Eucharistiefeier am Donnerstag auf dem Schlossplatz mit rund 18 000 Menschen gerechnet, doch waren schließlich etwa 25 000 Gläubige gekommen – mit entsprechend vielen Einsätzen für die Sanitäter. Da war es die Aufgabe der Funker, schnell weitere Helfer von anderen Orten im Stadtgebiet abzuziehen und zum Schlossplatz zu beordern. Obwohl die Funker quasi vor Ort waren – der Einsatzleitwagen stand zwischen „Kirchenmeile“ und Frauenstraße – habe er es „nicht einmal geschafft, kurz beim Gottesdienst vorbeizuschauen“, erzählt Ralf Uhlenbrock von den Drensteinfurter Maltesern. Beim Abschlussgottesdienst am Sonntagmorgen, zu dem sich sogar rund 30 000 Besucher bei schwül-warmem Wetter vor dem Schloss versammelt hatten, sei es hingegen sehr ruhig geblieben.

Aufgrund ihrer Erfahrungen von anderen Großveranstaltungen sei ihr Einsatz beim Katholikentag insgesamt ganz wie erwartet verlaufen, blickt Uhlenbrock zurück. Allerdings sei man anfangs „auf Nummer sicher“ gegangen und hat sich in den Pausen des Schichtdienstes nicht allzu weit von der Leitstelle entfernt und damit überwiegend auf der „Kirchenmeile“ aufgehalten. Denn wenn man so umfangreiche Technik aufbaut, wisse man vorher nie, ob es eventuell Schwierigkeiten gibt, ob sich Geräte mit unterschiedlicher Software vielleicht nicht vertragen, ob Stromschwankungen auftreten und ob die Funkverbindung sowie das Internet stabil laufen, erklärt der Funker. „Je mehr Technik man hat, desto anfälliger ist das Ganze.“

Übernachtet haben die Drensteinfurter gemeinsam mit vielen anderen Maltesern in der Helferunterkunft im Hiltruper Schulzentrum. Dort war es zwar nicht so bequem wie zu Hause, doch da die Funker die mobile Leitstelle jeden Tag von 7 Uhr bis gegen Mitternacht besetzt halten mussten, waren sie froh, sich den etwa halben Weg bis zum Schlafplatz sparen zu können. Außerdem sei es schön gewesen, so den Kontakt zu den Malteser-Kollegen zu haben, so Uhlenbrock.

Nach dem Abschlussgottesdienst am Sonntag habe sich die Menschenmenge sehr schnell aufgelöst, und die vielen Gäste hätten zügig ihre Heimreise angetreten, berichtet Uhlenbrock. So hätten die Malteser ihre mobile Leitstelle sowie die Unfallhilfsstelle bereits am frühen Nachmittag abbauen können. Befürchtungen, dass sie bis zum Abend damit hätten warten müssten, waren daher unbegründet.

„Ich fand es sehr angenehm, dass wir mit dem Einsatzleitwagen auf dem Schlossplatz gestanden haben“, sagt Ralf Uhlenbrock. So sei es interessant und schön gewesen, in den Pausen durch die Stadt laufen zu können und viel von der Stimmung mitzubekommen. „Für uns war es ein sehr schöner Einsatz“, fasst der Drensteinfurter Malteser den fünftägigen Dienst beim Münsteraner Katholikentag zusammen.

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