Projekt vorgestellt
Platz für 30 Wohnungen

Drensteinfurt -

Ein umfangreiches Bauprojekt beschäftigte am Montag die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses. Am Eickendorfer Weg und an der Straße „Auf der Breede“ sollen zwei ältere Häuser weichen, um so Platz für vier Baukomplexe mit insgesamt 30 neuen Wohnungen zu machen.

Mittwoch, 12.09.2018, 15:35 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 11.09.2018, 23:57 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 12.09.2018, 15:35 Uhr
Das alte Haus am Eickendorfer Weg 13 (kl. Foto) soll ebenso weichen wie die Villa „Auf der Brede 7“. Der neue Eigentümer plant auf beiden aneinandergrenzenden Grundstücken die Errichtung von bis zu 30 Wohnungen in vier Baukomplexen.
Das alte Haus am Eickendorfer Weg 13 (kl. Foto) soll ebenso weichen wie die Villa „Auf der Brede 7“. Der neue Eigentümer plant auf beiden aneinandergrenzenden Grundstücken die Errichtung von bis zu 30 Wohnungen in vier Baukomplexen. Foto: Jeschke / Grafik: Stadt

Viel Lob und am Ende ein klares Votum aus der Politik für eine positive „Nachverdichtung“ im Innestadtbereich – und lange Gesichter bei den rund 30 Anliegern, die die Vorstellung des geplanten Bauprojekts „Nördlich des Eickendorfer Weges“ am Montag im Fachausschuss verfolgt hatten. „Das kann man so nicht machen“, lautete am Ende die Meinung aus Reihen der Anwohner von Mehrweg, Eickendorfer Weg und der Straße „Auf der Brede“. Kann man doch, war dagegen die Meinung von Fachausschuss und Verwaltung. Wobei letztere betonte, dass die Frage nach dem „Wie“ noch zu erörtern sein werde.

Doch eben darum sollte es am Montag noch gar nicht gehen. Denn rein formal stand zunächst die erste Änderung des Bebauungsplanes „Nördlich des Eickendorfer Weges“, der bislang lediglich die Stichstraße „Bangerens Kämpken“ mit den vier dahinter liegenden Grundstücken umfasst, auf der Tagesordnung. Und zwar auf Wunsch eines Investors, der im Anschluss des bisherigen Plangebiets gleich zwei großzügige Grundstücksflächen erworben hat und nun plant, die darauf befindlichen Häuser „Eickendorfer Weg 13“ und „Auf der Brede 7“ abzureißen, um Platz für vier Mehrfamilienhäuser mit bis zu 30 Wohneinheiten zu schaffen.

„In der Stadt Drensteinfurt besteht derzeit eine sehr große Nachfrage nach Baugrundstücken und Wohnraum. Mehrfamilienhäuser gibt es statistisch gesehen relativ wenige in Drensteinfurt, sodass hierfür ein hoher Bedarf gesehen wird“, erläuterte Bauamtsleiter Christoph Britten. „Aufgrund der günstigen Lage der Fläche in direkter Nachbarschaft zum Schulzentrum an der Sendenhorster Straße, zum Nahversorgungszentrum Breemühle und zur Innenstadt begrüße ich die gewünschte Nachverdichtung der Bebauung.“

Das sah die Politik im Kern nicht anders. „Wir können das Konzept erst einmal mittragen“, erklärte Reinhard Weißen (Grüne). Denn schließlich handele es sich bei der angestrebten Nachverdichtung um eine Angelegenheit, die seiner Partei sehr am Herzen liege. „Es ist sehr gut, dass hier eine intensive Bebauung stattfinden soll“, so Weißen weiter.

Als „sehr gut“ bewerteten auch Markus Wiewel (CDU) und Ingo Stude (SPD) die grundsätzlich Planung. Und „grundsätzlich einverstanden“ zeigte sich auch Andreas Kurzhals von der FDP, obwohl er im gleichen Atemzug darauf verwies, dass sich derzeit einige weitere Mehrfamilienhauskomplexe in Planung befinden. „Wir sollten aufpassen, dass dies nicht Überhand nimmt“, warnte Kurzhals.

Ganz andere Sorgen plagen derweil die Nachbarn des besagten Areals – vor allem mit Blick auf die noch ungeklärte Erschließungsfrage. Besonders die Anwohner der relativ schmalen Straße „Auf der Brede“ befürchten ein Verkehrschaos, wenn denn ihre Straße als eine der Hauptanbindungen herhalten sollte, wie sie im anschließenden Gespräch vor der Alten Post deutlich machten.

Um diese und andere Fragen soll es nun im weiteren Verfahren gehen, betonte Christoph Britten. „Welche Dichte verträglich ist, wird bei der Aufstellung des Bebauungsplanes zu prüfen und festzulegen sein“, erklärte der Bauamtsleiter. „Ein weiterer noch zu klärender Punkt wird die erforderliche Zahl der Stellplätze sein. Drensteinfurt ist eine Auspendlergemeinde. Dementsprechend ist zu erwarten, dass durchaus auch ein Bedarf von mehr als einem Stellplatz je Wohneinheit bestehen könnte.“

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