Gegen Brachen und Leerstände
Der „Flächenpool“ soll‘s richten

Drensteinfurt -

Es gibt diverse Flächen in der Stadt, die seit Langem ungenutzt sind und damit auch wenig ansehnlich. Hilfestellung bei der Entwicklung dieser Bereiche holt sich die Stadt nun durch ein Projekt des Landesbauministeriums.

Mittwoch, 12.09.2018, 22:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.09.2018, 22:00 Uhr
Der Bereich an der Ecke Münsterstraße und Sendenhorster Straße ist seit einigen Jahren wahrlich wenig repräsentativ. Wie er anders gestaltet und genutzt werden könnte, mit dieser Aufgabe setzen sich Mitarbeiter des Projektes „Flächenpool NRW“ nun auseinander.
Der Bereich an der Ecke Münsterstraße und Sendenhorster Straße ist seit einigen Jahren wahrlich wenig repräsentativ. Wie er anders gestaltet und genutzt werden könnte, mit dieser Aufgabe setzen sich Mitarbeiter des Projektes „Flächenpool NRW“ nun auseinander. Foto: Dietmar Jeschke

Das einst stadtbildprägende Fachwerkhaus, das Jahrzehnte lang einen Kiosk beherbergt hat, ist nun schon länger verschwunden. Die eingezäunte Rasenfläche bietet stattdessen freie Sicht auf die Schlossmauern. Nebenan fristet das ehemalige Traditionshaus „Zur Werse“ seit längerem ein tristes Dasein.

Die Feuerwache gegenüber dient derweil als hastig hergerichtete Notunterkunft für Flüchtlinge. Bis auf Weiteres, denn mittelfristig soll auch hier etwas anderes entstehen. Was aber wie und vor allem wann am „Tor zur Innenstadt“ im Bereich von Sendenhorster- und Münsterstraße konkret passieren könnte, darüber scheiden sich bekanntlich die Geister. Nicht zuletzt deshalb, weil die Interessen von Eigentümern, Bürgern, Verwaltung und Politik mitunter gehörig auseinander gehen.

Genau dort setzt das Projekt „Flächenpool NRW“ in Trägerschaft des Landesbauministeriums an. Mit Hilfe externer Spezialisten und Moderatoren soll es Kommunen konkrete Hilfestellung bei der Entwicklung von unerwünschten Brachflächen bieten. Und von diesen gibt es in Drensteinfurt neben dem eingangs erwähnten Bereich einige weitere. Wie etwa den seit Jahrzehnten vor sich hin gammelnden Amtshof oder die ungenutzten Hallen des Industriekomplexes „Merten & Storck“ am Ladestrang.

8000 Euro bewilligt

Drei Bereiche, die sich André Stangier und Andrea Pohl vom „Flächenpool NRW“ in den kommenden Monaten konkret vornehmen sollen. Am Montag bewilligte der Fachausschuss dazu die notwendigen Finanzmittel in Höhe von 8000 Euro. Den Rest – immerhin 75 Prozent des Gesamtetats – steuert das Land bei.

Konkretes Ziel, so erläuterte André Stangier den Bauausschussmitgliedern, sei es, die Interessen von Stadt und Eigentümern übereinzubringen, um Brachflächen wieder einer sinnvollen und angepassten Nutzung zuzuführen. Die „Flächenpool“- Mitarbeiter übernehmen in diesem Prozess als „neutrale Dritte“ die Rolle der Moderatoren, die nun in einem ersten Schritt den Kontakt mit den fünf Eigentümern suchen sollen, um deren Interessen auszuloten. Danach soll es schließlich darum gehen, gemeinsam konkrete Perspektiven zu entwickeln.

Zuspruch der Parteien

„Uns freut das sehr. Denn wir glauben, dass wir bei einigen Standorten durchaus Hilfe gebrauchen können“, erläuterte CDU-Ratsmitglied Markus Wiewel. „Wir hoffen, dass es uns ein Stückchen weiterbringt“. Ähnlich bewertete die SPD das Projekt. „Wir sind froh, dass man nun an diesen Stellen tätig wird“, sagte Fraktionsvorsitzender Ingo Stude. „Das ist gut investiertes Geld.“

Wann mit Ergebnissen zu rechnen ist, blieb offen.

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