Rinkeroder Apfelfest
Früchte sind früher reif

Rinkerode -

Der heiße Sommer hat für eine gute Apfelernte gesorgt. Doch manche der sonst lagerfähigen Sorten sind in diesem Jahr nicht lange haltbar. Stattdessen kann man die Früchte zu Saft pressen lassen. Das geht zum Beispiel am Sonntag, 16. September, beim Rinkeroder Apfelfest.

Samstag, 15.09.2018, 05:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 15.09.2018, 05:00 Uhr
Einige der sonst lagerfähigen Apfelsorten sind in diesem Jahr nicht lange haltbar. Eine Möglichkeit, sie zu Saft pressen zu lassen, bietet sich am Sonntag auf dem Hof Deventer während des Rinkeroder Apfelfestes.
Einige der sonst lagerfähigen Apfelsorten sind in diesem Jahr nicht lange haltbar. Eine Möglichkeit, sie zu Saft pressen zu lassen, bietet sich am Sonntag auf dem Hof Deventer während des Rinkeroder Apfelfestes. Foto: Nabu/Ulrike Wellige

Der ungewöhnlich heiße Sommer lässt viele Landwirte klagen, denn die Trockenheit hatte teils hohe Ernteeinbußen zur Folge. Andererseits fielen in den vergangenen Wochen die mit reichlich Früchten behangenen Apfelbäume in Gärten und an Wirtschaftswegen auf. Ist 2018 also ein gutes Apfeljahr?

Norbert Menke ist bei der Nabu-Naturschutzstation Münsterland am Haus Heidhorn im Obstwiesenschutz tätig. Sein Fazit: Es gibt in diesem Jahr viele Äpfel, die Hitze hat manche Früchte aber gammeln lassen.

„Die Bienen sind im Frühjahr gut geflogen“, daher hätten die Bäume viele Früchte gebildet. Und die konnten aufgrund der Witterung schon zwei bis vier Wochen früher als üblich geerntet werden. Statt im September war es in diesem Jahr Anfang August, teils schon Ende Juli soweit. Auch die Sorte Boskoop, eigentlich erst im Oktober erntereif, wurde nun bereits gesammelt. Soweit kein Problem.

Sonnenbrand bekommen

Doch zum Teil seien Äpfel bereits vor der Reife von den Bäumen gefallen. Denn eine Strategie vieler Bäume bei langanhaltender Hitze sei es, die Blätter oder eben die noch sehr unreifen Früchte abzuwerfen, weiß Menke. Später hätten die verbliebenen Äpfel teils regelrecht Sonnenbrand bekommen. Und die Sorten, die natürlicherweise besonders viel Feuchtigkeit enthalten und daher als „Saft-“ oder „Mostapfel“ bezeichnet werden, seien durch die Sonne so erhitzt worden, dass sie teils die Konsistenz eines Backapfels hatten. Sie wurden besonders anfällig für Vogel- und Insektenfraß und fielen dann oft ebenfalls vor der Reife ab. Aufgrund dieser Gegebenheiten seien auch die lagerfähigen Apfelsorten dieses Jahr nicht lange haltbar. Eine gute Möglichkeit der Verwertung sei daher das Pressen zu Saft.

Am Sonntag und Montag steht dafür auf dem Hof Deventer, Altendorf 56, wieder die mobile Saftpresse bereit. Wer garantiert Saft von eigenen Äpfeln mit nach Hause nehmen möchte, muss mindestens 15 Kilogramm vorbeibringen. Eine Anmeldung ist erforderlich unter ✆ 0 23 73 / 3 97 95 40 oder im Netz auf www.obst-auf-raedern.de.

Auf dem Hof Deventer

Am Sonntag, 16. September, wird die beliebte Frucht auf dem Hof Deventer zudem wieder groß gefeiert. Dann findet von 13 bis 18 Uhr das mittlerweile zwölfte Rinkeroder Apfelfest statt, zu dem die Familie Deventer und die Nabu-Naturschutzstation einladen.

Neben einer mobilen Käserei, einer Strohhüpfburg und einigen Marktständen wird ein Imker in die Welt der Bienen entführen, und es werden viele Informationen zu den Themen Obstwiesen und Obstsorten präsentiert. Daneben gibt es einen historischen Einblick in die Bauerschaft Altendorf, den Ursprung Rinkerodes, eine Oldtimerausstellung, Kaffee und Kuchen, Leckeres vom Grill sowie zahlreiche Spezialitäten vom Hof.

Der Lohn für die mobile Saftpresse wird von der Stadt Drensteinfurt übernommen, so dass Kinder und Jugendliche ihren Saft kostenlos mitnehmen können.

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