Kita-Provisorium
Weitere Container am Windmühlenweg

Drensteinfurt -

Der Kita-Neubau an der Blumenstraße zieht sich weiter in die Länge. Über den laufenden Grundstücksrechtsstreit liegen der Verwaltung keine neue Informationen vor. Anders als in Sachen „Provisorium“: Sagen die Nachbarn „Ja“, sollen am Windmühlenweg weitere Container aufgestellt werden.

Samstag, 15.09.2018, 00:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 14.09.2018, 23:57 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 15.09.2018, 00:00 Uhr
Wo jetzt schon eine Kindergruppe der Kita Blumenstraße betreut wird, sollen als Übergangslösung weitere Container aufgestellt werden. Aktuell wirbt die Stadt bei den Nachbarn um deren Zustimmung.
Wo jetzt schon eine Kindergruppe der Kita Blumenstraße betreut wird, sollen als Übergangslösung weitere Container aufgestellt werden. Aktuell wirbt die Stadt bei den Nachbarn um deren Zustimmung. Foto: -dje-

Rechtliche Querelen verzögern seit Monaten das Fortschreiten der Bauarbeiten für die neue Kita Blumenstraße, die eigentlich schon zum Kindergartenjahr 2018/19 an den Start hätte gehen sollen. Gleichzeitig aber werden die eingeplanten Betreuungsplätze für den Nachwuchs benötigt. Nun präsentiert die Stadtverwaltung eine Übergangslösung.

Wo seit Anfang August bereits 23 Ü3-Kinder der neuen Kita, die in Trägerschaft des Caritasverbandes Ahlen betrieben wird, untergebracht sind – nämlich im Pavillon auf dem Spielplatz gegenüber der Kita St. Marien am Windmühlenweg –, sollen bis zum Jahresende zusätzliche Container aufgestellt werden, um ab Januar weitere, auch unter dreijährige Kinder betreuen zu können.

Dieser Standort sei seitens der Verwaltung von Anfang an für eine Übergangslösung favorisiert worden, erklärte Bürgermeister Carsten Grawunder auf WN-Anfrage. Alternativ habe man eine Freifläche in der Nähe des Bahnhofs ins Auge gefasst. Doch diese sei allein wegen ihrer Lage zwischen Straße und Bahnschienen sowie fehlender Außenspielanlagen nicht wirklich geeignet gewesen, meinte das Stadtoberhaupt. Hätte der Kreis Warendorf seine Zustimmung zum Standort Windmühlenweg verweigert, dann hätte man sich wohl noch einmal neu umschauen müssen, so Grawunder.

Schriftliche Zustimmung

Doch der Kreis habe sein „Ja“ zur Genehmigung des nötigen Baurechts signalisiert – vorausgesetzt, die Nachbarn sind einverstanden. Die waren auch schon vor dem Aufbau des Pavillons, damals für die „Regenbogen“-Gruppe der Kita St. Marien, ins Boot geholt worden. In einem Schreiben, das vor vier Tagen an alle Anlieger verschickt worden ist, erläutert Bürgermeister Grawunder detailliert, was zu den Verzögerungen beim Bau der neuen Kita Blumenstraße geführt hat und wirbt um Verständnis sowie um schriftliche Zustimmung für die Container-Pläne am Windmühlenweg.

Der Hersteller habe zugesagt, die benötigten Module, die in einer Art Baukastensystem aufgestellt werden, bis zum Jahresende liefern zu können. Die provisorische Lösung solle für ein bis zwei Jahre greifen, so Grawunder – wenn der Rechtsstreit bezüglich des Geländes an der Blumenstraße bis dahin beigelegt ist.

Monatelange Verzögerung

Das Bauprojekt „Kita Blumenstraße“ hatte von Beginn an unter Verzögerungen zu leiden. Bis auf das noch fehlende Grundstück war das Konstrukt für die fünfte Kita im Ortsteil Drensteinfurt schon im vergangenen Jahr rund gemacht worden. Weil sich das Umlegungsverfahren jedoch erheblich länger hinzog als gedacht, hatte der symbolische erste Spatenstich erst im April stattgefunden. Damit war klar, dass der Neubau nicht bis zum neuen Kindergartenjahr fertig werden würde. Übergangsweise ist eine Ü3-Gruppe in den Pavillon gegenüber der Kita St. Marien eingezogen. Dort sollen nun weitere Container aufgestellt werden. Denn: Kurz nach Beginn der Bautätigkeit an der Blumenstraße hatte der Investor seine Arbeiten im Juni eingestellt. Ursache sei eine zwischen zwei der im Umlegungsverfahren Beteiligten bestehende, zivilrechtliche Auseinandersetzung, die gerichtlich geklärt werden müsse, hatte die Stadt dazu mitgeteilt. Zum Stand des Verfahrens am Landgericht Arnsberg liegen der Verwaltung keine neuen Erkenntnisse vor.

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