Arbeiten im Erlbad laufen auf Hochtouren
Nach der Saison ist vor der Saison

Drensteinfurt -

Die Erlbadsaison ist trotz des traumhaften Spätsommerwetters seit Freitag vorbei. Trotzdem herrscht rund um das Edelstahlbecken rege Betriebsamkeit. Während auf der große Wiese das Volleyballfall erneut wird, werden in der Wärmehalle die maroden Spinde demontiert.

Freitag, 21.09.2018, 14:28 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 19.09.2018, 23:55 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 21.09.2018, 14:28 Uhr
Einsatz mit schwerem Gerät: Die Beachvolleyballanlage im Erlbad wird komplett neu gestaltet und damit auch sicherheitstechnisch auf Vordermann gebracht.
Einsatz mit schwerem Gerät: Die Beachvolleyballanlage im Erlbad wird komplett neu gestaltet und damit auch sicherheitstechnisch auf Vordermann gebracht. Foto: Dietmar Jeschke

30 Grad, blauer Himmel – und ein menschenleeres Schwimmbecken. Auch nebenan auf der großen Liegewiese, wo sich bis vor wenigen Tagen regelmäßig Tausende Besucher in der Sonne räkelten, herrscht gähnende Leere. „Feierabend“ eben – seit Freitagabend ist die Erlbadsaison 2018 vorbei.

Das traumhafte Spätsommerwetter wird rings um das Edelstahlbecken aber dennoch intensiv genutzt. „Nach der Saison ist vor der Saison“, sagt Schwimmmeister Andreas Willuweit schmunzelnd, der mittlerweile die Schwimmshorts gegen den „Blaumann“ getauscht hat. Denn bevor der Winter kommt, gibt es noch so einiges zu tun.

Besonders in den Sammelumkleiden, wo unmittelbar nach dem Saisonfinale mit dem Abbau der maroden Metallspinde begonnen wurde. Denn nachdem bereits Anfang des Jahres die teilweise durchgerosteten Schränke in der Wärmehalle getauscht worden waren, sind 2019 auch die übrigen abschließbaren Staufächer an der Reihe. „Und da sich gezeigt hat, dass das Ganze schon mit sehr viel Arbeit verbunden ist, haben wir beschlossen, die alten Schränke noch in diesem Jahr herauszureißen“, schildert Willuweit, während gleich nebenan die Schlösser aus den Spinden montiert werden. Die nämlich werden in den neuen Kunststoffschränken wieder eingesetzt. Merken dürfte das am Ende niemand, werden die abgewetzten Schlüsselbänder doch bis zum Frühjahr durch neue ersetzt.

Weitere Arbeiten stehen nebenan im Duschbereich an. Denn auch dort sind die alten Trennwände mittlerweile „abgängig“, weshalb sie gleichfalls durch Exemplare aus Kunststoff ersetzt werden sollen.

Am Ende der Liegewiese wird derweil mit schwerem Gerät gearbeitet. Mit Bagger und Radlader hat das Bauhof-Team in dieser Woche damit begonnen, die aus großen Kunststoffrohren bestehende Umrandung der Beachvolleyballfelder auszubuddeln, da sie nicht mehr den geänderten Sicherheitsbestimmungen entsprechen. Ersetzt werden die Feldeinfassungen durch Kantensteine aus Beton, die mit einer Schutzschicht aus Kunststoff versehen werden. Zudem werden die beiden den Wettkampfnormen entsprechenden Felder zusammengefasst, denn das vereinfacht künftig die Mäharbeiten rund um die Anlage. Weichen mussten übrigens auch die angrenzenden Dornensträucher, die bei ungeplanten „Abflügen“ des runden Spielgerätes immer wieder für Unmut gesorgt hatten. Spielt das Wetter weiter mit, dann soll das neugestaltete Volleyballfeld bereits in gut drei Wochen für die Saison 2019 startklar sein.

Andreas Willuweit wird in dieser Zeit noch an anderen Stellen reichlich zu tun haben. Die nagelneuen Edelstahlbänke etwa, die erst kurz vor dem Saisonende offiziell übergeben worden waren, werden aus Schutz vor der Witterung in der Wärmehalle eingelagert. Ferner werden vor dem Herbstbeginn alle Mülltonnen gereinigt, bevor auch sie bis zum Mai im Lager verschwinden. „Wir machen noch einmal richtig klar Schiff“, sagt Willuweit. Das gilt auch für die Technik. Um Frostschäden zu vermeiden, werden alle Leitungen leer gespült. Im großen Kesselhaus werden parallel die Filteranlagen kontrolliert und defekte Dichtungen oder Rückschlagventile durch neue ersetzt. Und schließlich wird das Wasser in den Becken noch mit speziellen Zusätzen „winterkonserviert“, um so unerwünschte Algen- und Kalkablagerungen – und damit unnötigen Reinigungsaufwand im kommenden Frühjahr – zu vermeiden. „Alles, was in diesem Jahr noch erledigt werden kann, wird auch erledigt“, sagt Willuweit, der nach einigen arbeitsintensiven Monaten sein ganz persönliches „Saisonziel“ gleichfalls vor Augen hat: Im Oktober geht es in den verdienten Urlaub, und zwar in Richtung Königsberg, der Heimat seines Vaters. Wie stets natürlich auch dieses Mal nicht ohne Schwimmbadbesuch. Ein passendes Hallenbad dazu hat er bereits ausfindig gemacht. . .

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