Netzwerk zum Thema „Digitalisierung“
„Vier Schulen – eine Vision“

Drensteinfurt -

iPad und Whiteboard statt Heft und Tafel: Die vier Drensteinfurter Schulen haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht, um sich in Sachen Digitalisierung fit für die Zukunft zu machen. Sie haben Wünsche und Visionen formuliert – und diese nun der Politik präsentiert.

Samstag, 29.09.2018, 06:00 Uhr
Medien wie iPads, Beamer, Whiteboards und Kameras sollen in den Drensteinfurter Schulen bald überall zum Alltag gehören. Um Medienbrüche zu vermeiden, also den Übergang von der Grund- zur weiterführenden Schule auch in diesem Bereich zu vereinfachen, haben sich die örtlichen Bildungseinrichtungen in einem Netzwerk zusammengeschlossen und einen gemeinsamen Fahrplan erstellt.
Medien wie iPads, Beamer, Whiteboards und Kameras sollen in den Drensteinfurter Schulen bald überall zum Alltag gehören. Um Medienbrüche zu vermeiden, also den Übergang von der Grund- zur weiterführenden Schule auch in diesem Bereich zu vereinfachen, haben sich die örtlichen Bildungseinrichtungen in einem Netzwerk zusammengeschlossen und einen gemeinsamen Fahrplan erstellt. Foto: colourbox.com

Whiteboard und iPad statt Tafel und Heft: Die vier Drensteinfurter Schulen haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht, um sich und damit auch ihre Schüler in Sachen Digitalisierung fit für die Zukunft zu machen.

In einem Netzwerk unter Federführung von Michaela Wollny-Schwartz , die zum einen als Lehrerin an der Teamschule, zum anderen im Kompetenzteam NRW als Medienberaterin für den Kreis Warendorf tätig ist, haben sich die drei Grundschulen sowie die Sekundarschule zusammengeschlossen. Sie haben Wünsche für die nächsten drei bis vier Jahre formuliert, die sie am Donnerstag unter dem Titel „Vier Schulen – eine Vision“ im Fachausschuss vorstellten. Denn: Ohne erhebliche finanzielle Mittel sei diese Herausforderung nicht zu meistern, da waren sich die Schulvertreter einig. Aber man habe das Gefühl, „offene Türen“ einzurennen, wie Anja Sachsenhausen, Leiterin der Teamschule, betonte.

Im Laufe der Präsentation wurde deutlich, dass insbesondere an den drei Grundschulen erhebliche Unterschiede in den schon heute gängigen Standards bestehen. Während es in Rinkerode gerade einmal einen halben Klassensatz an stationären Rechnern in einem kleinen PC-Raum gibt – von WLAN oder weiteren Medien in den einzelnen Klassen ganz zu schweigen –, ist die Lambertusschule in Walstedde schon erheblich weiter. Beamer, Whiteboards und WLAN-Zonen werden dort täglich genutzt. Für die Lehrer wurden Schulungen durchgeführt und mobile Endgeräte angeschafft.

Hin zur „Digitalen Schultasche“

„Wir haben die vergangenen fünf, sechs Jahre darauf hingearbeitet, die Vision der ‚Digitalen Schultasche‘ umsetzen zu können. Was uns fehlt, ist die Anschubfinanzierung“, erläuterte Lehrer Niklas Dietrich, der als IT-Koordinator an der Grundschule fungiert. Ab 2019 könnten die Grundschüler also, ähnlich den „iPad-Klassen“ an der Teamschule, digital auf 30 bis 35 Tablets unterwegs sein. Schwere Bücher und Hefte mit Eselsohren würden dann der Vergangenheit angehören.

Doch diese Vision kostet Geld. Wie viel insgesamt für alle Schulen, das wollten Politik und Verwaltung natürlich auch wissen. Mit jeweils rund 40 000 Euro pro Hardware-Erstausstattung je Schule müsse kalkuliert werden, rechnete das Netzwerk vor. Hinzu kommen Kosten für Malerarbeiten und die Elektrik von noch einmal etwa 30 000 Euro. Zudem sei die Technik heutzutage sehr schnell überholt. Mit Kosten für einen teilweisen Ersatz etwa alle fünf Jahre müsse ebenfalls gerechnet werden. Um alle Klassen der Teamschule in „iPad-Klassen“ – die dritte geht jetzt vor den Herbstferien an den Start – umzuwandeln, müsste die Stadt rund 100 000 Euro in die Hand nehmen.

Technischer Support

Neben der Ausstattung mit Handware ist auch qualifiziertes Personal ein wichtiger Baustein. „Es bringt nichts, wenn alle Kinder ein iPad haben, die Lehrer damit aber gar nicht umgehen können“, bemerkte Thomas Kluth (Die Grünen). Entsprechende Schulungen würden durch das Kompetenzteam NRW angeboten, erklärte Michaela Wollny-Schwartz. Ebenso unerlässlich ist der technische Support, das war bereits in ersten Gesprächen zwischen Schulen und Stadt Anfang dieses Jahres deutlich geworden. „Wir haben zwei Mitarbeiter dafür in der Verwaltung, aber die kommen so langsam an ihre Grenzen“, sagte Bürgermeister Carsten Grawunder. Vor diesem Hintergrund soll in den anstehenden Haushaltsplanberatungen über eine zusätzliche Stelle im Bereich IT-Support entschieden werden.

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