Auftakt der Folk-Live-Reihe
„Maid On The Shore“

Drensteinfurt -

Einen mehr als gelungenen Abend erlebten die Musikfreunde am Freitag zum Aufakt der neuen Folk-Live-Reihe der Stadt in der Alten Post. Zu Gast war die Band „Fiddles & Feet“

Freitag, 12.10.2018, 15:32 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 07.10.2018, 23:54 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 12.10.2018, 15:32 Uhr
Volles Haus: Die Stimmung beim Start der Folk-Live-Reihe war bestens. Für Unterhaltung sorgte die Gruppe „Fiddles & Feet“.
Volles Haus: Die Stimmung beim Start der Folk-Live-Reihe war bestens. Für Unterhaltung sorgte die Gruppe „Fiddles & Feet“.

Das sitzende Publikum braucht erst einmal 20 Minuten, um sich aufzuwärmen? Dass das auch anders geht, demonstrierte die Folk-Band „Fiddles & Feet“ am Freitagabend eindrucksvoll. Die Alte Post war randvoll, sodass die rund 120 Zuschauer nicht nur auf den Stühlen sondern auch auf Tischen und im Flur Platz nahmen. „Auch heute haben wir wieder alle unterbekommen. Auch wenn es knapp wurde“, bemerkte Kulturamtsleiter Gregor Stiefel lächelnd.

Und sie alle waren von Beginn an fasziniert von den Musikern: Direkt im ersten Stück zeigte Samantha Harvey aus den USA ihr ganzes Können als Tänzerin, wobei sie die Schuhe als rhythmisches Instrument benutzte. Mit einer Mischung aus Faszination und Verwunderung feuerten die Drensteinfurter sie mit Händen und Füßen an.

Die Stimme der vierköpfigen Formation ist die Deutsche Gudrun Walther, die außerdem Geige und Akkordeon spielt. Bei der Vorstellung ihres irischen Geigenkollegen Oisín Mac Diarmada sorgte sie bereits zu Beginn für den ersten Lacher: „Sein Name ist echt schwer auszusprechen. Aber er ist damit einverstanden, wenn ihr ihn Uschi nennt.“

Das rhythmische und klangliche Fundament der Band, die in der Formation zum ersten Mal im Rahmen der städtischen Folk-Live-Reihe auftrat, lieferte Jürgen Treyz an der Gitarre. Das Quartett bot ein breites Spektrum an Folk-Musik dar, oft Reels und Jigs irischen Ursprungs, aber auch Polken mit skandinavischem Einfluss oder Songs aus eigener Feder. Besonders in Erinnerung blieb das Stück „Maid On The Shore“, ein gefühlvoll gesungenes Lied aus Irland, in dem ein junges Mädchen von böswilligen Piraten entführt wird. Ihrem Ende entgegenblickend, stimmt sie ein letztes Lied an und singt alle Piraten in den Schlaf, bevor sie mit wertvoller Beute unter den Armen zurück an die Küste flieht. „Ist wirklich so passiert“, fügte Walther schmunzelnd hinzu.

Am Ende war es die Kombination aus Musik und Tanz, mit der die Band, die sich vor vier Jahren auf einem Workshop in Hessen kennengelernt hatte, das Publikum begeisterte. So erweiterte der eine oder andere Musikliebhaber in der Pause seine Sammlung um eine Live-CD oder um ein instrumentales Album. Bis zur letzten Zugabe klatschten, pfiffen und riefen die Drensteinfurter, um ihrer Begeisterung Ausdruck zu verleihen.

► Das zweite Konzert der Folk-Live-Reihe findet am 2. November in der Alten Post statt. Zu Gast sein wird dann die schottische Rock- und Folkband „Old Blind Dogs“.

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