Betreuungsplätze in Walstedde
Neue Kerkpatt-Kita ist der Favorit

Walstedde -

In Walstedde werden dringend zusätzliche Kitaplätze benötigt – vor allem für unter Dreijährige. Auf Anfrage der CDU erklärt die Verwaltung, dass man bereits mehrere Möglichkeiten „durchgespielt“ habe. Am sinnvollsten erscheine dabei ein kompletter Neubau einer weiteren Einrichtung am Kerkpatt.

Donnerstag, 11.10.2018, 00:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.10.2018, 23:57 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 11.10.2018, 00:00 Uhr
Die Erweiterungsmöglichkeiten der Kita St. Lambertus sind beschränkt und würden selbst bei einer Aufstockung des Gebäudes den Bedarf nicht decken. Die Stadt favorisiert daher den Neubau einer weiteren Tagesstätte.
Die Erweiterungsmöglichkeiten der Kita St. Lambertus sind beschränkt und würden selbst bei einer Aufstockung des Gebäudes den Bedarf nicht decken. Die Stadt favorisiert daher den Neubau einer weiteren Tagesstätte. Foto: Dietmar Jeschke

Die Kita-Situation bleibt angespannt. Nicht nur in Drensteinfurt, wo der Neubau der Tagesstätte an der Blumenstraße weiterhin stockt. Auch in Walstedde fehlen Plätze – vor allem im Bereich der Betreuung von unter drei- und zweijährigen Kindern, deren Bedarf in den vergangenen Jahren förmlich explodiert ist.

Grund für die CDU-Fraktion im Rat, von der Verwaltung Klarheit über das weitere Vorgehen zu verlangen. Denn: „Eine Erweiterung des bestehenden Lambertus-Kindergartens um mindesten zwei Gruppen oder der Bau eines zweiten Kindergartens in Walstedde wird bis 2020 mit großer Sicherheit notwendig werden“, erklärt Fraktionsvorsitzender Heinz Töns. „Hierzu müssen Gespräche mit der katholischen Kirche als Träger des bestehenden Kindergartens sowie mit der evangelischen Kirchengemeinden als Träger des Paul-Gerhardt-Hauses – ein möglicher Standort für die Erweiterung oder den Neubau einer Kita – sowie mit dem Kreissozialamt geführt werden.“

Genau das, schildert Bürgermeister Carsten Grawunder, habe die Stadt bereits getan. Ergebnis: „Der Ankauf des Paul-Gerhardt-Hauses nebst Grundstücksfläche durch die Stadt wird nach Auskunft der evangelischen Kirchengemeinde kurzfristig nicht möglich sein“, so Grawunder. Als zeitnahe Option für einen möglichen Neubau falle diese Variante daher weg.

Eine weitere Möglichkeit zur Schaffung zusätzlicher Plätze bestehe hingegen durch den Ausbau des Dachgeschosses des Lambertuskindergartens – vorausgesetzt, das Kreisbauamt spielt beim Genehmigungsverfahren mit. Eine optimale Lösung sei das jedoch nicht. Denn zum einen sei es wahrscheinlich, dass sich die Stadt an den Ausbaukosten beteiligen müsste. Zum anderen würde eine „Erweiterung im Bestand“ den künftigen Platzbedarf längst nicht decken. Ganz abgesehen davon, dass eine Erweiterung der bestehenden Einrichtung die Suche nach einem weiterhin notwendigen zusätzlichen Träger einer neuen Kita erschweren würde, „da größere Kitas wirtschaftlicher zu führen sind und die Trägerschaft leichter auszuschreiben ist“, erklärt der Bürgermeister. Seine Empfehlung: „Aktuell erscheint es am zielführendsten, Flächen im Baugebiet ,Kerkpatt – zweiter Bauabschnitt‘ in der Größenordnung von 2000 bis 2500 Quadratmetern bei der Vermarktung zurückzuhalten und auf diesen Flächen schnellstmöglich eine Kindertagesstätte mit drei bis vier Gruppen einzuplanen. Mit einem möglichen Bau dieser Kindertagesstätte könnte erschließungsbedingt dann Ende 2019 bis Anfang 2020 begonnen werden.“

Ob die Stadt dabei, wie von der CDU ins Spiel gebracht, selbst als Bauerherr auftreten wird, lässt die Verwaltung indes noch offen. Bei der geplanten Tagesstätte „Blumenstraße“ habe man diese Idee allerdings verworfen. „Da ein privater Investor schon allein deswegen viel Zeit sparen kann, weil er kein Ausschreibungsverfahren vorschalten muss und letztlich die einzelnen Gewerke ganz anders verhandeln kann, als die Stadt“, erklärt Carsten Grawunder.

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