Für Menschen mit geistiger Behinderung
Wohnheim: Standort endlich gefunden

Drensteinfurt -

Lange war nach einem geeigneten Standort gesucht worden. Nun soll die geplante Wohneinrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung ins Neubaugebiet „Mondscheinweg“ integriert werden. Das teilt der Träger, die St.-Vincenz-Gesellschaft aus Ahlen mit.

Sonntag, 14.10.2018, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 14.10.2018, 08:00 Uhr
Im ersten Abschnitt des Neubaugebietes „Mondscheinweg“ soll, das teilt die St.-Vincenz-Gesellschaft aus Ahlen mit, eine Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung entstehen.
Im ersten Abschnitt des Neubaugebietes „Mondscheinweg“ soll, das teilt die St.-Vincenz-Gesellschaft aus Ahlen mit, eine Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung entstehen. Foto: Stadt Drensteinfurt

Ein neues Wohnprojekt für Menschen mit geistiger Behinderung ist für Drensteinfurt schon seit längerem in Planung. Zunächst hatte der Träger, die St.-Vincenz-Gesellschaft aus Ahlen, einen Standort an der Bürener Straße ins Auge gefasst. Dieser war auch in einer Bürgerinformation im Februar 2017 kommuniziert worden. Doch aus Gründen der Lärmimmission – die Bahnlinie ist nicht weit entfernt – ließ sich das Projekt dort nicht realisieren.

Der Träger habe sich dann gemeinsam mit der Stadt auf die Suche nach einem alternativen Grundstück gemacht, heißt es in einer Pressemitteilung. Nun sei eine Fläche im geplanten Neubaugebiet am Mondscheinweg gefunden worden. „Wir freuen uns, dass die Stadt Drensteinfurt von Anfang an große Offenheit für unser Vorhaben gezeigt hat und dazu beiträgt, die Umsetzung möglich zu machen“, betont Geschäftsführer Stephan Marx.

Das nach modernen architektonischen Gesichtspunkten konzipierte Gebäude werde nach Fertigstellung Wohnplätze für 24 Menschen bieten. „Es ist extra auf die besonderen Bedürfnisse und den speziellen Betreuungsbedarf der künftigen Bewohner ausgerichtet, die dort ein qualitativ optimales, betreutes Zuhause finden“, heißt es in der Presseerklärung weiter. In Warendorf sei jüngst eine ähnliche Einrichtung in einem Wohngebiet eingeweiht worden. Die bisherigen Erfahrungen dort seien ausnehmend positiv, erklärt Unternehmenssprecher Volker Tenbohlen auf WN-Anfrage.

2900 Quadratmeter gewünscht

Bürgermeister Carsten Grawunder zeigt sich gestern erfreut, dass die Signale seitens der St.-Vincenz-Gesellschaft „auf Grün stehen“ und dieses Projekt nach langem Warten nun doch umgesetzt werden kann. „Der Bedarf in Drensteinfurt ist einfach da“, weiß das Stadtoberhaupt auch die Politik hinter sich. „Bislang gibt es ja nur einen Vorentwurf für das Baugebiet. Wir werden den Flächenbedarf für die Wohneinrichtung – gewünscht sind rund 2900 Quadratmeter – nun bei den weiteren Planungen berücksichtigen“, sagt Grawunder.

Das Projekt solle auf jeden Fall innerhalb des ersten Bauabschnitts realisiert werden. Wenn nach dem Umlegungsverfahren Mitte 2019 mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden könne, sei eine Fertigstellung des Wohnheims aber erst im Jahr 2020 wahrscheinlich.

Bezüglich der für das Baugebiet angedachten Kindertagesstätte wolle man, so der Bürgermeister, noch in Absprache mit dem Kreis Warendorf entscheiden, ob die Kita schon im ersten oder doch erst im zweiten Bauabschnitt errichtet wird.

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