Arbeiten am Marktplatz beginnen
Achtung Einbahnstraße !

Drensteinfurt -

Ab Montag rollen die Bagger in der „guten Stube“. Etwas über ein Jahr lang sollen die Arbeiten an der Umgestaltung des Marktplatzes dauern – mit entsprechenden Verkehrsbehinderungen und Umleitungen.

Sonntag, 14.10.2018, 13:14 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.10.2018, 23:54 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 14.10.2018, 13:14 Uhr
An der Kurzen Straße (oben) werden sich die Verkehrsteilnehmer ab Montag an eine geänderte Verkehrsführung gewöhnen müssen. Die Einbahnstraßenregelung wird nämlich quasi „umgedreht“. Das gilt solange, bis der erste Teilabschnitt am oberen Markt (li.) fertiggestellt sein wird.
An der Kurzen Straße (oben) werden sich die Verkehrsteilnehmer ab Montag an eine geänderte Verkehrsführung gewöhnen müssen. Die Einbahnstraßenregelung wird nämlich quasi „umgedreht“. Das gilt solange, bis der erste Teilabschnitt am oberen Markt (li.) fertiggestellt sein wird. Foto: Dietmar Jeschke

Rund zwei Jahre wurde geplant, geprüft und diskutiert. In der kommenden Woche nun soll es soweit sein: Die Bauarbeiten am Marktplatz beginnen. Mit langwierigen Konsequenzen – nicht nur für die unmittelbar betroffenen Anlieger, sondern auch für den Durchgangsverkehr. Denn wie berichtet, müssen während des in drei Phasen vorgesehen Umbaus die jeweils direkten Zufahrten zum Marktplatz zeitweise gesperrt werden.

„Das betrifft im ersten Bauabschnitt die Hammer Straße, den Honekamp und den höhengleich ausgebauten Teil der Wagenfeldstraße“, teilt Hans-Ulrich Herding vom Bauamt mit. Betroffen ist aber auch die Kurze Straße. Denn wenn donnerstags die Martin-straße wegen des Marktes gesperrt ist, können Fahrzeuge, die vom Westwall in die Wagenfeldstraße oder von der Mühlenstraße in die Kurze Straße hineinfahren – beides sind Einbahnstraßen – diesen Bereich nicht mehr über die Martinstraße oder über den Markt verlassen. „Das Wenden in den Einbahnstraßen ist natürlich auch nicht möglich“, so Herding.

Aus diesem Grund wird ab dem kommenden Montag mit dem Beginn der Arbeiten auf dem Marktplatz auch die Einbahnstraßenregelung auf der Kurzen Straße geändert, oder besser gesagt: Die Einbahnstraße wird kurzerhand „umgedreht“. „Das heißt, die Kurze Straße darf nicht mehr von der Müh-lenstraße aus befahren werden. Die Einfahrt in die Kurze Straße von der Wagenfeldstraße aus ist dann zulässig. Diese Regelung bleibt bestehen, bis die Ausfahrt aus der Wagenfeldstraße in den Markt wieder dauerhaft möglich ist“, erklärt Herding. Das Parken von Autos an der Kurzen Straße sei natürlich weiterhin zulässig – aber in gleichfalls anderer Richtung. „Die Fahrzeuge dürfen in Schrägaufstellung in Fahrtrichtung rechts abgestellt werden. Die vorhandenen Parkplatzmarkierungen werden außer Kraft gesetzt“, so der Bauamtsmitarbeiter.

Die seit vielen Jahren geplante Umgestaltung des Marktplatzes bildet einen zentralen Punkt des schon im Jahr 2015 beschlossenen „Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes“ (ISEK). Die Pläne des Ingenieurbüros Gnegel waren erstmals 2016 präsentiert und gut ein Jahr später abgesegnet worden. Die mit den Arbeiten beauftragte Firma Theilmeier aus Alverskirchen will nun am Montag mit den Arbeiten, die sich voraussichtlich bis November 2019 hinziehen werden, beginnen. Um die Verkehrsbeeinträchtigungen zu minimieren, wird der Umbau in drei Bauabschnitten erfolgen. Zunächst wird die Baufirma mit der Erneuerung des Kanals im Bereich der Einmündung der Hammer Straße in den Markt beginnen, wo ein defekter Kanalabschnitt ausgebaut und eine neue Verbindung geschlossen werden muss. In der zweiten Bauphase werden im Süden und in der Mitte des Marktplatzes Kanalsanierungen durchgeführt und Hausanschlussleitungen erneuert. In dieser Zeit wird der eigentliche Marktplatz für den Durchgangsverkehr gesperrt sein. Die Verbindungen zur Hammer Straße und Wagenfeldstraße sowie zur Mühlenstraße und Münsterstraße sollen aber weitgehend frei bleiben. Alle Gebäude auf dem Marktplatz sollen trotz der Arbeiten fußläufig erreichbar sein. Ebenso soll es Fahrtrassen für den Anlieferverkehr geben.

Der dritte Bauabschnitt betrifft den nördlichen Marktplatz und den sogenannten „Kleinen Markt“. Dafür wird die Verbindung Mühlenstraße und Münsterstraße teilweise gesperrt. Der Verkehr wird umgeleitet.

Der Ausbau des Platzes selbst wird quasi von unten nach oben durchgeführt. Das heißt: Zunächst werden die notwendigen Reparaturen und Ergänzungen an den tiefer liegenden Kanal- und Abwasserleitungen vorgenommen. Dann werden die elektrischen Versorgungsleitungen verlegt, und die unterirdische Technik des Wasserspiels wird eingebaut. Danach wird das Pflaster verlegt, und es erfolgt der Einbau der oberirdischen Ausstattungselemente des Platzes, also der Lampen, der Bänke, des Wasserspiels und der zusätzlichen Bäume.

Buchstäblich „auf den letzter Drücker“ ging nun auch die Förderzusage des Landes ein. Wie Heimatministerin Ina Scharrenbach am Freitag mitteilte, stellt das Land im Jahr 2018 insgesamt eine halbe Milliarde Euro für die Stadtbauförderung zur Verfügung. Exakt 730 000 Euro davon fließen nach Drensteinfurt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6117713?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F
Tierisches Vergnügen beim Dschungelbuch-Musical
Halle Münsterland: Tierisches Vergnügen beim Dschungelbuch-Musical
Nachrichten-Ticker