Mit Unterstützung aus Münster
Übung der Polizei in Drensteinfurt

Drensteinfurt -

Mehrere Polizeiautos brausten am Mittwochvormittag mit hoher Geschwindigkeit durch die Stadt. Ihr Ziel: das Erlbad. Dort hatte ein Mann zwei Geiseln in seine Gewalt gebracht. Glücklicherweise handelte es sich bei dem Szenario lediglich um eine Übung der Polizeibehörden Münster und Warendorf.

Mittwoch, 31.10.2018, 12:24 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 31.10.2018, 12:15 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 31.10.2018, 12:24 Uhr
Die Zufahrten zum Freibad waren abgesperrt. Bei der Übung der Polizei ging es um eine Geiselnahme.
Die Zufahrten zum Freibad waren abgesperrt. Bei der Übung der Polizei ging es um eine Geiselnahme. Foto: Nicole Evering

Wer gestern Vormittag noch eben schnell seinen Einkauf am Netto-Markt erledigen wollte, der wird sich über die Vielzahl an Polizeiautos auf dem dortigen Parkplatz gewundert haben. Auch die Zufahrten zum Erlbad über Merscher Weg und Kleiststraße waren zeitweise gesperrt. Der Grund: eine Geiselnahme – bei der es sich glücklicherweise aber nur um eine Übung handelte.

Kräfte aus mehreren Behörden waren nach Drensteinfurt beordert worden, die Einsatzleitung hatte die Münsteraner Polizei übernommen. Der Netto-Parkplatz diente als Kräftesammelstelle. Das Szenario stellte sich wie folgt dar: Ein Täter hatte zwei Geiseln in seine Gewalt gebracht, sich in einem Auto auf dem Parkplatz am Freibad verschanzt und Lösegeld gefordert. Eine Beziehungstat.

„Wir üben heute, wie in bestimmten, komplexen Lagen die Verantwortlichkeit übergegeben wird“, erklärte Polizeidirektor Andreas Moll , Leiter des Führungsstabes Münster. Denn bei einer solchen Komplexität sei die Unterstützung aus Münster wichtig für etwas kleinere Behörden wie die der Kreispolizei Warendorf. Und dann müsse gleich zu Beginn jeder Handgriff sitzen. Arbeitsteilung, Abläufe, Technikeinsatz: Auf diese Schwerpunkte wurde gestern besonderes Augenmerk gelegt. „Das ist schon ganz gut gelaufen“, bewertete Moll das Zusammenspiel der Beamten während der gut zweistündigen Übung.

Praxis ist entscheidend

Zum Bereich der Polizeibehörde Münster gehören neben den Kreispolizeibehörden Warendorf, Coesfeld, Steinfurt und Borken auch die in Gelsenkirchen und Recklinghausen. „Pro Behörde führen wir mindestens eine solche Übung pro Jahr durch“, so Moll. Denn neben all dem theoretischen Wissen sei eben auch die Praxis entscheidend, um im Ernstfall schnell und richtig handeln zu können. „Es gibt immer etwas, wo wir uns noch verbessern können“, meinte der Einsatzleiter.

Die Übung gestern in Drensteinfurt war spontan angesetzt worden. Dennoch hatte man auch die Kreisleitstelle der Feuerwehr ins Boot geholt. Und auch das Erlbad-Team war kurzfristig informiert worden. Die Drensteinfurter, die bloß ihren Feiertagseinkauf erledigen wollten, werden sich jedoch gewundert haben.

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