Folk-Live in der Alten Post
Musik, die in die Beine fährt

Drensteinfurt -

Für Begeisterung bei rund 160 Folk-Musik-Freunden sorgten am Freitagabend die „Old Blind Dogs“ in der Alten Pos. Mit dynamischen Percussions und intensivem Geigeneinsatz sowie atemberaubenden Bagpipestücken faszinierte die Band von Beginn an.

Freitag, 09.11.2018, 14:06 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 04.11.2018, 23:50 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 09.11.2018, 14:06 Uhr
Volles Haus: Rund 160 Musikfreunde wollen sich die Mischung aus schottischer Volksmusik und neuartigen Percussionklängen nicht entgehen lassen.
Volles Haus: Rund 160 Musikfreunde wollen sich die Mischung aus schottischer Volksmusik und neuartigen Percussionklängen nicht entgehen lassen. Foto: -lin-

Ungezähmt und wild, aber auch gefühlvoll und einfach schön wie die Landschaft Schottlands selbst: Das beschreibt wohl am besten die Musik der „Old Blind Dogs“, die im Rahmen der Folk-Live-Konzertreihe am Freitagabend in der Alten Post auftraten.

Mit dynamischen Percussions und intensivem Geigeneinsatz sowie atemberaubenden Bagpipestücken faszinierte die Band von Beginn an und zog die knapp 160 Zuhörer wie hypnotisch in ihren Bann.

Dass es so viele Zuhörer wurden, hatte wohl kaum einer vor dem Konzert gedacht, sodass nicht nur alle Stühle und Tische als Sitzgelegenheiten genutzt wurden, sondern auch zahlreiche Folkliebhaber im Stehen den Mix aus schottischer Volksmusik und neuartigen Percussionklängen genossen. Auch humorvolle Zwischenmoderationen, bei denen die Musiker unter anderem für einen Verbleib Schottlands in der EU plädierten, sorgten für eine fantastische Stimmung in der bis zum Rand gefüllten Alten Post, ebenso wie Lieder zum Mitklatschen und -singen.

So dauerte es nicht lange bis die ersten Füße im Takt wippten und schnelle Instrumental- und Tanznummern zu Beifallstürmen führten. Grund dafür gab es genug: Denn die „Old Blind Dogs“ lieferten neben beeindruckenden Instrumentalsolos auch Lieder über nicht-bezahlte Whiskey-Steuern und Sonnenuntergänge. Dass das Anklang findet, zeigt die eingeschworene internationale Fangemeinde, unter anderem aus den Vereinigten Staaten und Australien. Dabei war das Konzert in Stewwert Station drei ihrer vierteiligen Deutschlandtour, auf der für ihr neues Album „Room With A View“ geworben wird, das in der Pause erworben werden konnte.

Die vierköpfige Band , die bereits seit 27 Jahren besteht, setzt dabei auf Musik, die direkt in die Beine fährt. Hauptverantwortlicher dafür ist wohl Donald Hay, der an Drums und Percussion die Grundlage für teils stürmische Lieder bot. Johnny Hardie an der Geige sorgte für einzigartige Soli und den einen oder anderen Lacher in den Pausen, während Aaron Jones an Gitarre, Bouzouki und als Leadsänger eindrucksvoll demonstrierte, warum er zum „Instrumentalist of the Year 2005“ bei den „Scots Trad Music“ Awards gewählt worden war. Den richtigen schottischen Klang verlieh Ali Hutton der Band, mit exzellenten Dudelsack-Spielen blieb wohl kein Fuß ruhig am Boden.

Zur Freude aller neuen Fans: „Wir mögen es hier. Drensteinfurt ist sehr schön. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir im nächsten November wieder hier in der Nähe spielen werden“, so Hutton.

► Wer nicht so lange warten will, kann sich auf das nächste Folkkonzert am 18. Januar freuen. Das Quartett „Crosswind“ wird dann mit irischer Musik zu Gast sein.

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