„Papilio“-Zertifizierung
„Vorbeugen ist besser als heilen“

Drensteinfurt -

Mehr als zwei Jahre hat das gesamte Team des Natur-Kinder-Hauses auf diesen Tag hingearbeitet. Nun wurde die Einrichtung als „Papilio“-Kindergarten zertifiziert. Sucht- und Gewaltprävention spielen dort folglich eine ganz besonders große Rolle.

Freitag, 09.11.2018, 22:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.11.2018, 22:00 Uhr
Für jede Erzieherin gab es das Zertifikat und eine Rose aus den Händen von Sozialdezernentin Brigitte Klausmeier und Bürgermeister Carsten Grawunder (v.li.). Mit im Bild: die Sponsoren von Rotary Club und Barmer-GEK sowie Fortbildungsleiter Manfred Gesch (4.v.re.).
Für jede Erzieherin gab es das Zertifikat und eine Rose aus den Händen von Sozialdezernentin Brigitte Klausmeier und Bürgermeister Carsten Grawunder (v.li.). Mit im Bild: die Sponsoren von Rotary Club und Barmer-GEK sowie Fortbildungsleiter Manfred Gesch (4.v.re.). Foto: Nicole Evering

Es war ein besonderer Tag für die gesamte Einrichtung. Ein Tag, auf den das Erzieherinnen-Team mit Unterstützung des Trägervereins mehr als zwei Jahre hingearbeitet hatte. Am Donnerstagnachmittag durfte das Natur-Kinder-Haus die Zertifikate entgegennehmen, die bekräftigen, dass die Kita sich über die Maßen in der Sucht- und Gewaltprävention engagiert.

„Papilio“ heißt das Programm, das im Natur-Kinder-Haus schon seit gut zehn Jahren angewandt wird ( WN berichteten). „Eines Tages haben wir uns im Vorstand gefragt, wie wir unsere sowieso schon hoch qualifizierten Mitarbeiter noch weiter fortbilden können“, blickte Frank Bauchrowitz, damals Vorsitzender des Trägervereins, zurück. „Die Idee war, etwas zu vertiefen, das eh schon da ist.“ Sein Vorstandskollege Volker Stein ergänzte: „Daran lässt sich sehr gut erkennen, was wir als Eltern hier mit entscheiden und so mit bewegen können. Wir sehen nun die Ergebnisse dessen, was wir selbst vor einigen Jahren angestoßen haben.“

Denn in den vergangenen Monaten haben alle Erzieherinnen an den „Papilio“-Seminaren teilgenommen, die von Manfred Gesch von der Arbeitsgemeinschaft Suchtvorbeugung im Kreis Warendorf geleitet wurden. Auch er hatte sich am Donnerstag den Besuch der Feierstunde, die in das alljährliche Lichterfest integriert worden war, nicht nehmen lassen. Aus seinen sowie aus den Händen von Bürgermeister Carsten Grawunder und von Brigitte Klausmeier, Sozialdezernentin beim Kreis Warendorf, sowie unter dem Applaus der zahlreichen anwesenden Eltern nahmen die Erzieherinnen um Kita-Leiterin Amira de Laer ihre Zertifikate entgegen. Der Nachwuchs durfte den offiziellen Teil „schwänzen“ und sich im Nachbarraum einen Film anschauen.

Ohne Geld geht‘s nicht

„Sucht wird nicht erst bei Jugendlichen zum Thema“, machte Brigitte Klausmeier in Vertretung für Landrat und Schirmherr Dr. Olaf Gericke die Bedeutung von Präventionsarbeit schon in jungen Jahren deutlich. „Doch ohne Geld geht‘s eben nicht“, dankte sie auch den Sponsoren: der Barmer-GEK und dem Rotary Club Warendorf, dessen Vertreter Dr. Egbert Briese betonte: „Vorbeugen ist besser als heilen.“

Und eben darum geht es bei „Papilio“: Kinder für die Zukunft stark machen, sie sensibilisieren für ihre eigenen Gefühle und für die anderer, ihre sozialen und emotionalen Kompetenzen fördern – und so einem späteren Abdriften in Sucht oder Gewalt vorbeugen. In einer Powerpoint-Präsentation erläuterte Manfred Gesch kurz das Konzept des in Augsburg ansässigen Vereins „Papilio“ und blickte auf die Anfänge im Kreis zurück. Das erste Kursangebot sei 2007 gemacht worden – kurz danach hätten bereits die ersten Mitarbeiterinnen aus dem Natur-Kinder-Haus daran teilgenommen. Bislang seien 52 Kindergärten erreicht und 126 Teilnehmer zertifiziert worden. Das Natur-Kinder-Haus aber sei erst die dritte Einrichtung im Kreis, die als Ganzes ein Zertifikat entgegennehmen durfte – eben weil dort nun alle im Team in Sachen „Papilio“ geschult sind.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6177899?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F
Einbrüche dank DNA-Treffer geklärt
17-jähriger gesteht elf Taten: Einbrüche dank DNA-Treffer geklärt
Nachrichten-Ticker