Erhöhung der Bahnsteige weiter nicht in Sicht
„Mini-Lösung“ ist ausgeschlossen

Drensteinfurt -

Die seit langem geforderte Erhöhung der Drensteinfurter Bahnsteige lässt weiter auf sich warten. Einer „abgespeckten“ und damit schnelleren und günstigeren Lösung, wie sie der VdK fordert, erteilte die Bahn eine Absage.

Freitag, 23.11.2018, 14:00 Uhr
Der Drensteinfurt Bahnhof ist nicht wirklich alt. Trotzdem sind die Bahnsteige für viele moderne Züge zu niedrige. Eine Erhöhung der rund 200 Meter langen Trassen ist aber weiterhin nicht in Sicht.
Der Drensteinfurt Bahnhof ist nicht wirklich alt. Trotzdem sind die Bahnsteige für viele moderne Züge zu niedrige. Eine Erhöhung der rund 200 Meter langen Trassen ist aber weiterhin nicht in Sicht. Foto: Dietmar Jeschke

Das Thema „Barrierefreiheit an den Bahnhöfen“ zieht sich mittlerweile wie das sprichwörtliche „Gummiband“ durch die politische Debatten – ohne greifbares Ergebnis. Und das ist auch weiterhin nicht in Sicht. Denn zumindest eine „Mini-Lösung“, wie sie VdK-Vorsitzender Manfred kraft im Rahmen eines Bürgerantrags an den Rat ins Spiel gebracht hat, wird es nicht geben.

Wie Kraft in seinem Schreiben erläutert, könnte der Einstieg in die Züge für Rollstuhlfahrer sowie für Menschen mit Kinderwagen oder Rollatoren allein schon dadurch erheblich erleichtert werden, in dem der zu niedrige Bahnsteig nur etwa auf der Länge eines Waggons angehoben würde – mit entsprechend niedrigerem Aufwand und geringeren Kosten, als sie eine komplette Anhebung des Bahnsteigs verursachen würde.

Wie die Verwaltung in der Vorlage zur Sitzung des Stadtentwicklungsausschuss am kommenden Montag mitteilt, habe man nach dem Eingang des Förderbescheids zu Beginn des Jahres umgehend einen Planungsauftrag vergeben. Im Juni habe dazu in großer Runde ein Planungstreffen stattgefunden. „Bei diesem Termin wurden verschiedene Fragen erörtert“, schildert Bauamtsleiter Christoph Britten . „Unter anderem wurde vom städtischen Bauamt auch die naheliegende Frage gestellt, ob eine Anhebung nur eines Teils der Bahnsteige möglich und zulässig sei. Immerhin wäre eine solche Variante preiswerter, als die Anhebung auf ganzer Länge von knapp 200 Metern.“

Ergebnis: Die preiswertere Lösung sei von den Vertretern der Bahn als „nicht zulässig“ abgelehnt worden. „Eine solche Lösung ist mir auch von keinem anderen Bahnhof her bekannt“, räumt Britten ein.

In den nun anstehenden Haushaltsberatungen wird sich die Politik abermals mit dem Thema beschäftigen müssen. Aufgrund weiterer Forderungen der Bahn sind nämlich weitere Planungen erforderlich, die es auch zu finanzieren gilt.

„Es bleibt bei meiner regelmäßig wiederholten Forderung, dass die Bahnsteige aller drei Bahnhöfe von Drensteinfurt unverzüglich barrierefrei auszubauen sind“, heißt es in der von Bürgermeister Carsten Grawunder unterzeichneten Sitzungsvorlage. „Dies artikuliere ich regelmäßig auch in Richtung Deutscher Bahn und Bundespolitik. Aktuell wird versucht, möglichst zeitnah einen Gesprächstermin mit dem NRW-Beauftragten der Deutschen Bahn hinsichtlich des weiteren Vorgehens zu finden.“

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