Ausschuss segnet Haushaltsplan ab
Kein weiterer Kunstrasen im Erlfeld

Drensteinfurt -

Als „unbespielbar“ bezeichnete Heinz-Töns (CDU) den „Asche-Rasen-Platz“ im Erlfeld. Sein Wunsch: Das Geläuf soll in den kommenden Jahren durch einen weiteren Kunstrasenplatz ersetzt werden. Eine Mehrheit dafür gab es in der jüngsten Sportausschusssitzung allerdings nicht.

Freitag, 30.11.2018, 23:56 Uhr aktualisiert: 02.12.2018, 12:50 Uhr
Die Leichtathletik-Anlagen im Sportzentrum im Erlfeld sollen in den kommenden Jahren saniert werden. Keine Mehrheit fand die CDU allerdings für ihren Antrag, den bisherigen „Asche-Rasen-Platz“ in einen zweiten Kunstrasenplatz zu verwandeln.
Die Leichtathletik-Anlagen im Sportzentrum im Erlfeld sollen in den kommenden Jahren saniert werden. Keine Mehrheit fand die CDU allerdings für ihren Antrag, den bisherigen „Asche-Rasen-Platz“ in einen zweiten Kunstrasenplatz zu verwandeln. Foto: Gunnar A. Pier

Die nächste Hürde ist genommen: Nach dem Stadtentwicklungsausschuss und dem Sozialausschuss hat nun auch der Ausschuss für Schule, Sport und Kultur den Haushaltsplanentwurf des Bürgermeisters abgesegnet. Nicht ohne längere Diskussionen, dafür aber mit einer ungewohnten Abstimmungsniederlage der CDU. Die wichtigsten Verhandlungspunkte im Überblick:

► Auf Antrag der SPD wird die Offene Ganztagsschule künftig für Bezieher niedriger Einkommen beitragsfrei. Der bisherige Einstiegssatz von 15 Euro soll entfallen. Nicht mehrheitsfähig war dagegen der Antrag der SPD, die OGS-Gebühren in den kommenden fünf Jahren schrittweise ganz abzuschaffen. „Eine Herzensangelegenheit“, erklärte der sozialdemokratische Fraktionsvorsitzende Ingo Stude. „Ich habe nichts dagegen. Aber es kann nicht sein, dass die Kosten alleine bei der Stadt hängen bleiben“, entgegnete Heinz Töns (CDU). Immerhin gehe es um eine Summe von rund 240 000 Euro im Jahr.

► Die OGS in Rinkerode bekommt eine zusätzlich pädagogische Kraft mit einem Kontingent von 30 Wochenstunden. Das erfuhren die Ausschussmitglieder nach einem entsprechenden Antrag der Grünen, die die diesbezüglich zähen Verhandlungen zwischen Schule, Stadt und dem Mütterzentrum Beckum als OGS-Träger monierten. „Ein ganz normaler Abstimmungsprozess, der jedes Jahr stattfindet“, entgegnete Bürgermeister Carsten Grawunder.

► Auf mehr Geld für die IT-Ausstattung darf sich die Teamschule freuen. Auf Antrag der CDU sollen dazu im Jahr 2019 stattliche 50 000 Euro zur Verfügung gestellt werden. „Damit soll gewährleistet werden, dass alle neuen Schulanfänger – und nicht nur eine Klasse – mit Ipads versehen werden und den entsprechenden Unterricht der schon gängigen Ipad-Klassen erfahren können“, begründete Heinz Töns.

► Warum die Stadt den Etat-Posten für die Schülerbeförderung abermals um 50 000 Euro erhöhen möchte, interessierte die Grünen. Wie Elke Göller vom Schulamt mitteilte, sind in Drensteinfurt rund 371 „Bus-Schüler“ gemeldet. Wie viele es wirklich sind, möchte die Verwaltung derzeit mittels einer Fahrkartenregelung ermitteln. Mit bislang mäßigem Erfolg, spiele doch zumindest ein Bus-Unternehmen bei der Zähl- und Kontrollaktion noch nicht so richtig mit. Als Grund für den steigenden Etat nannte Schulamtsleiter Gregor Stiefel zum einen die Tarifsteigerungen. Zum anderen verzeichne die Teamschule seit geraumer Zeit einen verstärkten Schülerzustrom aus Münster. Insgesamt wird die Stadt am Ende diese Jahres voraussichtlich rund 500 000 Euro für die Schülerbeförderung ausgegeben haben.

► Die maroden Leichtathletik-Anlagen im Sportzentrum im Erlfeld sollen in den kommenden Jahren saniert werden. Unter anderem wünscht sich die CDU-Fraktion eine neue Tartanbahn. Für 2019 sollen dazu zunächst Planungskosten in Höhe von 10 000 Euro eingestellt werden.

► In naher Zukunft wünscht sich die CDU ferner, den „Asche-Rasen-Platz“ im Erlfeld durch einen zweiten Kunstrasenplatz zu ersetzen. „Der Platz ist in dieser Form unbespielbar“, erklärte Heinz Töns. Für das Jahr 2020 sollte die Verwaltung daher entsprechende Planungskosten einsetzen, wünschte sich die Union. Entsprechendes Geld für die Umsetzung sei ja in ein oder zwei Jahren vorhanden, meinte Töns mit Blick auf den geplanten Bauland-Verkauf am Mondscheinweg.

„Das ist eine erhebliche Investition mit Folgekosten“, mahnte Ingo Stude von der SPD. „Man könnte den Platz sicherlich anders herrichten. Aber es muss nicht gleich Kunstrasen sein.“ Ähnlich sah es Bernhard Meyer: „Einen zweiten Kunstrasenplatz halte ich für nicht notwendig“, so das Grünen-Ratsmitglied.

Dass ein zweiter, dauerhaft bespielbarer Platz sicher eine „schöne Sache“ ist, wollte Burkhard Wieland von der FDP nicht in Abrede stellen. „Aber man kann auch auf Asche spielen“, so Wieland, der davor warnte, nun ein weiteres „Rennen“ um zusätzliche künstliche Spielflächen in den drei Ortsteilen zu eröffnen.

Am Ende der sich anschließenden Abstimmung stand es schließlich zehn gegen zehn. Der CDU-Antrag war damit durchgefallen.

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