Weihnachtsmarkt in Rinkerode
Grünkohl, Soul und Glühwein

Rinkerode -

Zumindest am Samstag spielte das Wetter mit: 20 liebevoll dekorierte Stände lockten zahlreiche Besucher auf den Rinkeroder Weihnachtsmarkt. Ortsvorsteher Bernhard Stückmann dankte den Organisatoren, die „wieder ein tolles Programm auf die Beine gestellt haben“.

Sonntag, 02.12.2018, 23:56 Uhr aktualisiert: 07.12.2018, 15:48 Uhr
Auch Bürgermeister Carsten Grawunder stattete dem Budenzauber im Pankratiusdorf einen Besuch ab.
Auch Bürgermeister Carsten Grawunder stattete dem Budenzauber im Pankratiusdorf einen Besuch ab.

Beste Stimmung, rund 20 liebevoll dekorierte Stände, eine schöne Beleuchtung mit Lichteffekten, und sogar das Wetter spielte wider Erwarten mit: Es war ein gelungener Weihnachtsmarkt-Samstag in Rinkerode.

Pünktlich um 16 Uhr zog der Spielmannszug zur Begrüßung einmal an allen Buden entlang. Ortsvorsteher Bernhard Stückmann dankte den Organisatoren, die „wieder ein tolles Programm auf die Beine gestellt“ hätten sowie den Helfern für die aufwendigen Aufbauarbeiten, bevor er den Markt für eröffnet erklärte.

Mit der einbrechenden Dämmerung strömten die Besucher in zunehmender Zahl aufs Gelände. Viele schauten sich neugierig an den Deko- und Handarbeitsbuden um. Hier gab es unter anderem gestrickte bunte Socken, selbstgenähte Taschen und Tiere, Kissen und Kinderkleidung, handgeschnitzte Krippen und praktische Magnet-Schlüsselbretter. Auch die drolligen weihnachtlichen Dekofiguren aus Pappmaché fanden viel Anklang.

Beim Essen lag die Wahl zwischen deftigem Grünkohl, orientalischer Falafel, Bio-Rohmilchkäse oder der altbewährten „Mantaplatte“. Hungrige Besucher konnten aber auch bei Teigtaschen zugreifen, in russischer Art als „Pelmeni“ oder in syrischer Art als „Kuppa“. Drei Schülerinnen der „ESPA-Schule“ verkauften süße Speisen, um ihre Abi-Kasse aufzubessern. Mit 14 Litern Teig hatten sie sich insbesondere auf viele Waffelgenießer vorbereitet. Traditionell dichtes Gedränge herrschte an „Pastors Schöppken“, wo der Frauenchor Glühwein bereithielt. Aber auch die windgeschützte „Schirmbar“ wurde zum Genuss des ein oder anderen Bieres dankend angenommen.

Am frühen Abend sorgte der Männergesangverein auf der Bühne für adventliche Klänge. Unter der Leitung von Franz-Josef Angenendt präsentierten die Sänger „Es läutet zum Ave Maria“ und sangen mit kraftvollen Stimmen den „Weihnachtshymnus“. Und mit bekannten Liedern wie „Oh, Tannenbaum“ animierten sie die Zuhörer zum Mitsingen.

Nach der Vorabendmesse in der St.-Pankratius-Kirche begann das Charity-Konzert der 13-köpfigen Band „reConnected“. Frontmann André René Kastirke begrüßte das Publikum zur „fetten Soul-Party“. Dieses stand dicht gedrängt vor der Bühne und wippte zu den bekannten Coversongs mit. Joe Cockers „Unchain my Heart“ kam ebenso gut an wie „Try a Little Tenderness“ des „King of Soul“ Otis Redding. Zwischendrin hüllten sich Kastirke sowie die drei Sängerinnen Kavita Hüffner, Julia Blumberg und Jessica Spanke in Weihnachtsmäntel. Bestens unterstützt durch die Instrumentalisten präsentierten sie dann auch eine fetzige Version von „Jingle Bells“ und sangen mit dem Publikum „Run, Run, Rudolph“.

Und der Frontmann vergaß nicht, die Zuhörer an die Spendendosen für den guten Zweck zu erinnern. Auch Theo Schemmelmann vom Organisationsteam hatte zuvor darauf aufmerksam gemacht, dass „reConnected“ zugunsten der „Aktion Lichtblicke“ spiele. Er wünschte sich, dass eine hohe Spendensumme und damit „ein Lichtblick aus Rinkerode“ an in Not geratene Kinder und Familien gehe.

Die Band erfüllte gerne die vom begeisterten Publikum eingeforderte Zugabe, bevor das Konzert nach rund zweieinhalb Stunden endete.

Am recht verregneten Sonntag wurden die Besucher nach der Messe vom Kolping-Blasorchester begrüßt. Später ging es musikalisch mit dem Kinderchor und einem Offenen Singen weiter. Zudem wurde das große Kuchenbüfett eröffnet. Am späteren Nachmittag war der von den kleinen Besuchern sehnsüchtig erwartete Nikolaus zu Gast.

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