Was wünschen sich die Menschen in Walstedde?
Die Baustelle muss weg

Walstedde -

Befragt danach, was sich die Menschen in Walstedde für das Jahr 2019 wünschen, wurde eines rasch klar: Besonders die Themen „Straßenverkehr“ und „Fertigstellung der Baustelle auf der Dorfstraße“ beschäftigen die Bewohner des Lambertusdorfes.

Freitag, 28.12.2018, 23:57 Uhr
Was wünschen sich die Menschen in Walstedde für das Jahr 2019? Die WN sprachen mit den Bürgern über ihre Anliegen.
Was wünschen sich die Menschen in Walstedde für das Jahr 2019? Die WN sprachen mit den Bürgern über ihre Anliegen. Foto: -dje-

Schon bald ist das Jahr 2018 wieder Geschichte – Silvester steht vor der Tür. Das haben die WN zum Anlass genommen, um bei der Walstedder Bevölkerung nachzuhorchen, was sich die Bürger für das kommende Jahr wünschen. Dabei wurde eines schnell klar: Besonders die Themen „Straßenverkehr“ und „Fertigstellung der Baustelle auf der Dorfstraße“ beschäftigen die Bewohner des Lambertusdorfes. Aber auch die Wünsche nach einer Tankstelle, einer Lottoannahmestelle oder günstigen Baugrundstücken wurden geäußert.

Eine generelle Verbesserung der Verkehrsführung in Walstedde wünscht sich dagegen Barbara Berkemeier . „Die Dorfstraße ist einfach zu stark frequentiert. Es gibt kaum Ausweichmöglichkeiten“, berichtet sie. Das merke man vor allem jetzt, da die Bürger Umwege fahren müssten. Luise Harms würde eine bessere Verkehrsführung im Dorf ebenfalls begrüßen: „Durch die Klinik ist das Verkehrsaufkommen drastisch gestiegen. Überall sind Sackgassen. Könnte man sich nicht etwas überlegen, um den Verkehr besser in Walstedde zu verteilen?“

Für „sehr unübersichtlich“ halten Christian und Martina Hillebrand gerade den ersten Teil des Böckens. „Wenn da Fahrzeuge auf den Parkplätzen parken, ist es teilweise sehr unüberschaubar“, erzählt das Ehepaar. „Der Parkplatz vor der Einfahrt zum Röwenkamp müsste weggemacht werden“, hätten die beiden schon einen passenden Lösungsvorschlag für die Situation.

Ralf Geier hat beobachtet, dass die Dorfstraße und der Nordholter Weg zu Stoßzeiten „sowas von zu“ seien. Außerdem stört ihn die Parkplatzsituation auf der Herberner Straße. „Da wird nach kompletter Willkür geparkt“, wünscht er sich dort eine Änderung. Zudem ähnele die dortige Sackgasse eher einer Kraterlandschaft als einer Straße. Ebenfalls erhofft er sich, dass die neuen Siedler im zweiten Abschnitt des Baugebiets Kerkpatt vernünftig über die mögliche Geruchsbelästigung durch den geplanten Hühnerstall aufgeklärt werden.

Anne-Kathrin und Jens Heckl würden es bevorzugen, wenn der Legehennenstall gar nicht gebaut wird. „Wenn sich das Bauvorhaben nicht verhindern lässt, dann bitte weiter weg vom Dorf bauen“, hoffen die beiden zumindest auf einen Kompromiss. Als störend finden sie – wie fast alle Befragten – auch die Baustelle an der Dorfstraße.

Karl Eckhoff wünscht sich ebenfalls, dass die Baustelle dort so bald wie möglich verschwindet. Außerdem fehlt ihm eine schöne Wirtschaft im Ort. „Ansonsten fühlen wir uns hier aber wohl“, sagt er. In die gleiche Kerbe schlägt Helmut Lindermann: „Hier ist alles in Ordnung, da braucht man sich nicht viel wünschen. Nur die Baustelle soll schnell fertig werden.“ Denn vor allem die Ruhe schätze er am Lambertusdorf.

Volker Steermann vermisst unterdessen eine Tankstelle in Walstedde. „Das wäre eine coole Geschichte“, bemerkt er. Den gleichen Wunsch hat Daniela Licht-Nulle. Außerdem hätte sie gerne eine Möglichkeit, in die man „gemütlich einkehren“ könne. „Für die Kinder wäre eine Eisdiele nicht schlecht“, meint sie. Klaus Bories wünscht sich dagegen eine Lottoannahmestelle im Dorf. „Die müsste mal wieder hier hin. Um Lotto zu spielen, müssen wir immer irgendwo in die Nachbarorte fahren“, erläutert er.

Ralf Grünewald möchte nicht, dass Walstedde zu einer „Schlafstadt“ mutiert. „Das Dorfleben mit den hiesigen Geschäften muss erhalten bleiben – auch, wenn es bereits nicht mehr viele sind“, betont er, um hinzuzufügen: „Es wäre sehr schade, wenn das Dorfleben ganz verloren geht.“ Deswegen wünscht er sich auch, dass „mehr Geschäfte oder Restaurants in den Ort kommen, die nicht vom Haus Walstedde betrieben werden“. „Wir brauchen neben dem Schützenfest und Veranstaltungen auf dem Sportplatz mehr Möglichkeiten, um das Dorfleben zu zelebrieren“, findet er.

Für Frederik Huhmann ist das Lambertusdorf ein Ort vieler wertvoller Begegnungen – im Alltag wie bei den Dorffesten. „Für 2019 wünsche ich mir noch mehr solcher Begegnungen in unserer Kirche, damit auch dort so laut mitgesungen wird wie auf dem Schützenfest“, äußert er sich. Melanie Scharf-Fuhr würde es dagegen begrüßen, wenn der Kindertagespflege mehr „Offenheit und Ernsthaftigkeit“ entgegenbracht werden würde. „Das Berufsbild der Tagesmutter war mal sehr verrufen. Aber in den kleinen Gruppen wird sehr gute Arbeit gemacht“, berichtet sie.

Verena Weiss wünscht sich mehr Angebote für Kinder in Walstedde. „Ein Tanzverein oder -treff für Sechsjährige wäre doch was“, überlegt sie. Werner Pollmüller fände es dagegen gut, wenn die erste Fußballmannschaft der Fortuna den Aufstieg in die Bezirksliga schaffen würde. „Das haben sich die Jungs verdient“, meint er. Zudem hofft er, dass die Quadratmeterpreise für das neue Baugebiet Kerkpatt zwei nicht so teuer sein werden, wie in der Zeitung zu lesen war: „200 Euro pro Quadratmeter sind der Wahnsinn für unser Dorf.“

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