Räume für „Tafel“-Ausgabe
Im März soll es losgehen

Drensteinfurt -

Das Projekt „Tafel Drensteinfurt“ befindet sich auf einem guten Weg. Nach langwieriger Suche sind die Räume für die Ausgabe der Lebensmittel gefunden. Im ehemaligen „Fiffikus“-Ladenlokal an der Wagenfeldstraße sind Anfang dieser Woche die Umbauarbeiten gestartet.

Mittwoch, 09.01.2019, 04:00 Uhr
Petra Holler-Kracht und Rudi Naerger vom „Tafel“-Vorstand freuen sich, dass es nun endlich weitergehen kann mit dem Projekt. Wenn die Umbauarbeiten des ehemaligen Ladenlokals abgeschlossen sind, soll schon im März die Lebensmittelausgabe starten.
Petra Holler-Kracht und Rudi Naerger vom „Tafel“-Vorstand freuen sich, dass es nun endlich weitergehen kann mit dem Projekt. Wenn die Umbauarbeiten des ehemaligen Ladenlokals abgeschlossen sind, soll schon im März die Lebensmittelausgabe starten. Foto: Nicole Evering

Mehr als ein Jahr an Vorbereitungszeit haben die Aktiven um Ideengeber Rudi Naerger schon investiert. Nun befindet sich das Projekt „Tafel Drensteinfurt“ endlich auf einem guten Weg. Denn nach langwieriger Suche sind die Räume für die Ausgabe der Lebensmittel gefunden. Im ehemaligen „Fiffikus“-Ladenlokal an der Wagenfeldstraße sind Anfang dieser Woche die Umbauarbeiten gestartet. Im März will die „Tafel“ dort ihren Betrieb aufnehmen.

Einen neuen Boden verlegen, Wände durchbrechen und an anderer Stelle hochziehen, Regale anbringen und eine Theke aufstellen: Vieles in dem ehemaligen Ladenlokal muss noch an die Bedürfnisse der „Tafel“ angepasst werden. Im vorderen Bereich sollen eine Wartezone und die Lebensmittelausgabe eingerichtet werden. Im hinteren Bereich entstehen Lager-, Büro- und Gemeinschaftsräume. Die großen Fensterflächen werden mit einer blickdichten Folie überzogen. Für die Anlieferung der Waren muss in der Zufahrt links neben dem Gebäude eine Steinmauer teilweise abgebrochen werden. „Und das Gesundheitsamt verlangt dort ein Vordach, damit nicht etwa Taubenkot die Lebensmittel verunreinigen kann“, zählt Rudi Naerger auf, was es alles zu beachten gilt.

Doch er und Kassiererin Petra Holler-Kracht sind zuversichtlich, dass die nötigen Umbauarbeiten in den kommenden Wochen zu schaffen sind. „Wir wollen dann zunächst ein Mal pro Woche öffnen“, erläutert Naerger. Je nach Zuspruch könnten die Zeiten ausgedehnt werden. „Ich glaube, der Bedarf wird unterschätzt“, meint Naerger. Viele Drensteinfurter würden derzeit die „Tafeln“ in Sendenhorst oder Ahlen besuchen. Und Holler-Kracht, die sich auch ehrenamtlich im Caritas-Punkt engagiert, ergänzt: „Allein dort kümmern wir uns um rund 100 Menschen – die alle das ‚Tafel‘-Angebot in Anspruch nehmen könnten.“

Nach und nach

Auch wenn zu Beginn noch nicht alles vorhanden ist, was die „Tafel“ für einen reibungslosen Ablauf benötigt: „Wir wollen nun endlich anfangen“, sagt Petra Holler-Kracht. In Sachen Helfer, Geld und Material müsse man sich anfangs eben noch behelfen. Eine Kühl- und eine Edelstahltheke fehlen beispielsweise noch. Und auch der gewünschte E-Lieferwagen samt Kühlung, mit dem die Lebensmittel in Zukunft bei den örtlichen Supermärkten eingesammelt werden sollen, ist noch nicht bestellt. „Es kommt eben alles nach und nach“ sind die beiden Vorstandsmitglieder aber optimistisch.

Denn es geht voran. Eine eigene Homepage wird derzeit erstellt. Und bei der nächsten Mitgliederversammlung sollen Arbeitskreise gebildet werden, die sich um die dringendsten Punkte wie Logistik und Ablauf der Ausgabe kümmern werden.

► Die Mitgliederversammlung findet am Mittwoch, 30. Januar, ab 19 Uhr in der Alten Post statt. Alle Interessierten, die die „Tafel“ als Förderer oder Helfer unterstützen möchten, sind dazu willkommen.

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