Bürgerantrag des VdK
Anleinpflicht soll überall gelten

Drensteinfurt -

Nach zwei Beiß-Vorfällen mit Hunden im Drensteinfurter Außenbereich in jüngerer Vergangenheit wendet sich der VdK nun mit einem Bürgerantrag an die Stadt. Der Sozialverband fordert eine generelle Leinenpflicht für die Tiere. Im gleichen Atemzug sollten in der Stadt Freilaufflächen geschaffen werden.

Mittwoch, 09.01.2019, 22:00 Uhr
In einem Bürgerantrag spricht sich der VdK für eine Anleinpflicht auch im Außenbereich aus.
In einem Bürgerantrag spricht sich der VdK für eine Anleinpflicht auch im Außenbereich aus. Foto: dpa

Alle Hunde an die Leine, sowohl innerorts als auch im Außenbereich: Mit dieser Forderung hat sich die Drensteinfurter Ortsgruppe des Sozialverbandes VdK in einem Bürgerantrag an die Verwaltung gewandt. Gleichzeitig sollen spezielle Flächen im Stadtgebiet ausgewiesen werden, wo die Vierbeiner frei laufen dürfen.

„In letzter Zeit hat es mehrere Hunde-Übergriffe mit Beiß-Attacken im Außenbereich von Drensteinfurt gegeben“, heißt es in dem vom VdK-Vorsitzenden Manfred Kraft unterschriebenen Antrag. Damit spielt er unter anderem auf den Angriff von vier Doggen an, die im Sommer 2017 eine Spaziergängerin in Mersch lebensgefährlich verletzt hatten. Und im vergangenen Oktober hatte ein Schäferhund auf dem Werse-Radweg einen anderen Hund angefallen und dabei auch dessen Besitzer verletzt (WN berichteten).

„Um nicht unsere Mitbewohner weiterhin diesen Gefahren für Leib und Leben auszusetzen, ist eine Anleinpflicht für Hunde in den Außenbereichen unumgänglich“, findet der VdK, der sich als Sozialverband in diesem Fall insbesondere für die Interessen von Älteren, Kindern und Rollstuhlfahrern einsetzt. Gerade letztere seien besonders gefährdet, „da die Hände, die den Rollstuhl vorantreiben sollen, genau in Bisshöhe der Hunde sind. Darum müssen sie vor freilaufenden Hunden geschützt werden.“ Auch Radfahrer würden durch bellende Hunde derart verängstigt, dass sie schwer stürzen könnten.

Hundekot eintüten

Zudem sei es, laufe der Hund im Außenbereich frei herum, für dessen Besitzer durch die räumliche Entfernung oft gar nicht möglich, die Hinterlassenschaften des Tieres „sachgerecht einzutüten und zu entsorgen“.

Um den Hunden dennoch genügend Auslauf zu geben, sollten im gleichen Atemzug große Freilaufflächen in der Stadt ausgewiesen werden, fordert der VdK. Denn: „Der natürliche Drang eines Hundes, sich frei zu bewegen, mindert auch das Angriffs- und Abwehrverhalten.“

„Super im Griff“

Als „völlig ausreichend, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten“, bewertet derweil Ordnungsamtsleiter Martin Brinkötter die Vorschriften, die den Hundehaltern schon jetzt durch das Landeshundegesetz gemacht werden. Darin sei die Anleinpflicht für jede der vier Gruppen – kleine Hunde, große Hunde, bestimmte Rassen und gefährliche Hunde – genau geregelt. „Und in speziellen Einzelfällen haben wir vom Ordnungsamt genug Möglichkeiten, regulierend einzugreifen“, erklärt Brinkötter, der ausdrücklich betont: „Der größte Teil der örtlichen Hundehalter hat seine Tiere super im Griff. Die meisten Hunde sind auf keinen Fall gefährlich.“

► Der Bürgerantrag des VdK soll in den nächsten Sitzungen des Hauptausschusses und des Rates Anfang Februar behandelt werden.

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