Versammlung des Heimatvereins
Erfolgsmodell Heimatverein

Drensteinfurt -

In nur sechs Jahren hat der Heimatverein Drensteinfurt 360 neue Mitglieder hinzugewonnen. Zudem kann die Gemeinschaft 2019 ihr 70-jähriges Bestehen feiern. Dies waren zwei der Themen auf der jüngsten Versammlung.

Freitag, 25.01.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 28.01.2019, 15:32 Uhr
Der Vorstand um den Vorsitzenden Franz-Josef Naber (vorne Mitte) kann stolz auf seine Arbeit sein. Denn schließlich haben die Aktiven in den vergangenen sechs Jahren stattliche 360 neue Mitglieder hinzugewonnen.
Der Vorstand um den Vorsitzenden Franz-Josef Naber (vorne Mitte) kann stolz auf seine Arbeit sein. Denn schließlich haben die Aktiven in den vergangenen sechs Jahren stattliche 360 neue Mitglieder hinzugewonnen. Foto: -lin-

Die Vorbereitungen für die Feier zum 70-jährigen Bestehen am 18. Mai laufen auf Hochtouren. Das wurde in der Hauptversammlung des Heimatvereins am Donnerstagabend deutlich. Rund 120 Mitglieder waren in die Gaststätte „La Piccola“ gekommen. Und wie sie erfuhren, ist für den Festtag ein breit aufgestelltes Programm vorgesehen, das um 15 Uhr mit dem Chor „conTAKT“ in der St.-Regina-Kirche beginnen wird.

Eines der vielen Highlights wird die Enthüllung der Doppelstadtmodelle um 16 Uhr sein. Um 17 Uhr wird Dr. Silke Eilers, Geschäftsführerin des Westfälischen Heimatbundes, ihre Festrede halten, bevor gegen 19.30 der „Bunte Abend“ mit dem Magier Michael Sondermeyer, einem satirischen Vortrag von Willi Mussenbrock, einer gemeinsamen Singaktion mit Heiner Eckervogt, dem Schauspiel „Iäten for eenen“, also „Dinner for One“ auf Plattdeutsch, und einem Bauchredner die Zuschauer in Stimmung bringen soll. „Wir freuen uns riesig auf diese große Veranstaltung“, kündigte Vorsitzender Franz-Josef Naber an und dankte zugleich den Bauernschützen, die das Zelt im Schlosspark für die Feierlichkeiten bereitstellen.

Das Stadtmodell, das enthüllt werden soll, befindet sich noch in Bearbeitung von Günter Koch , der laut Naber „bereits als Modellbauer bekannt sein sollte“ und unter anderem auch bei der Restaurierung des Wegekreuzes am Brauwall mitgewirkt hatte, das im vergangenen Frühjahr aufgestellt worden war. Das zweiteilige Modell soll zum einen den Stadtkern Drensteinfurts um 1800 mit den damaligen Wassergräben und Stadttoren zeigen. Zum anderen wird derselben Ausschnitt aus dem Jahre 2000 gezeigt. „Dieses Konzept ist in Deutschland einzigartig, und wir können es mit Stolz präsentieren“, so Beisitzer Holger Martsch.

Zum Ehrenmitglied ernannt

Günter Koch fertigt die Modelle komplett ehrenamtlich – Naber zufolge hat sich die Stadt Beckum ein vergleichbares Modell 33 000 Euro kosten lassen – und erntete reichlich Applaus der Mitglieder. Um die Arbeit zu würdigen, beschloss der Vorstand außerdem, Koch zum Ehrenmitglied zu ernennen.

Die ebenfalls anstehenden Vorstandswahlen brachten keine Überraschungen: Franz-Josef Naber wurde einstimmig als Vorsitzender wiedergewählt. Auch Schriftführerin Gertrud Münstermann, Schatzmeisterin Roswitha Weber und die Beisitzer Norbert Unkhoff und Reinhard Bünnigmann wurden in ihren Ämtern bestätigt. Amira de Laer, Ludger Beumer, Joachim Oeding und Hubert Berners schlossen sich neu dem Vorstand an. De Laer wird außerdem in Zukunft die Jugendarbeit des Vereins leiten. Denn: „Ein Verein ohne Kinder und Jugendliche ist ein Verein ohne Zukunft“, betonte Naber.

Rückblick auf 2018

Der Rückblick auf das Jahr 2018 erfolgte in einem von Norbert Unkhoff zusammengestellten Video. Besondere Höhepunkte waren die Einweihung des Wegekreuzes, der „Tag der offenen Gärten“ mit mehr als 400 Besuchern und die Einweihung des ersten plattdeutschen Ortsschildes in Nordrhein-Westfalen. Erstmals hatten die Heimatfreunde zudem ein Doppelkopfturnier organisiert, das rege Resonanz gefunden hatte. Außerdem hat der Arbeitskreis für Heimatgeschichte eine 40-seitige Broschüre über die Loretokapelle erstellt, die in der „Bücherecke“ bei Ulrike Spartmann zu erwerben ist.

Für das laufende Jahr stehen neben der Feier des 70-jährigen Bestehens auch die Anbringung von elf Steinkauz-Brutröhren, die der Arbeitskreis Naturschutz erworben hat, und das plattdeutsche Theaterstück „Mien Hoff un Dien Hoff“ im November auf dem Plan.

Überaus zufrieden kann der Vorstand mit der Entwicklung der Mitgliederzahlen sein. Gehörten dem Verein im Jahr 2013 noch 160 Heimatfreunde an, so sind es aktuell 520. Eine Entwicklung, die natürlich auch seitens der Stadt nicht unbemerkt blieb. „Es ist großartig, dass sich unser Heimatverein so großer Beliebtheit erfreut, auch wegen seines tollen Programms“, erklärte Bürgermeister Carsten Grawunder.

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