Versammlung der Tafel
Im Frühjahr soll es losgehen

Drensteinfurt -

Die ersten Umbauten wurden bereits getätigt. Läuft alles nach Plan, dann will die Tafel spätestens im April ihren Betrieb an der Wagenfeldstraße aufnehmen.

Donnerstag, 31.01.2019, 23:58 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 11:58 Uhr
Im ehemaligen Geschäft Künemann soll die Tafel im Frühjahr öffnen. In der Versammlung erläuterten Petra Holler-Kracht und Stefan Gengenbacher das weitere Vorgehen.
Im ehemaligen Geschäft Künemann soll die Tafel im Frühjahr öffnen. In der Versammlung erläuterten Petra Holler-Kracht und Stefan Gengenbacher das weitere Vorgehen. Foto: -malt/dje-

Am Mittwochabend hatte die „Tafel Drensteinfurt“ zur ersten Mitgliederversammlung in diesem Jahr in die Alte Post eingeladen. Im Fokus stand dabei vor allem die geplante Eröffnung der Ausgabestelle an der Wagenfeldstraße.

Vorsitzender Stefan Gengenbacher ließ jedoch zunächst das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren. Neben einer kleinen Namensänderung stand besonders die Suche nach einem Standort und nach weiteren Sponsoren im Mittelpunkt. Schlussendlich konnte die Versammlung auf ein erfolgsversprechendes Jahr zurückblicken, in dem der Grundstein für die Tafel in Drensteinfurt gelegt worden war. In diesem Jahr soll dann im ehemaligen Ladenlokal Künemann die Ausgabestelle öffnen. Ein Mal pro Woche haben Bedürftige dann Gelegenheit, gegen ein geringes Entgelt Lebensmittel zu erwerben. Ein Wochentag steht dafür aber noch nicht fest. Die Ausgabe soll schon im März oder April starten. „Wir haben Wände durchbrochen und eine neue Wand errichtet. Jetzt fehlt nur noch der Fußboden“, berichtete Vorstandsmitglied Rudi Naerger über den fast fertiggestellten Umbau. In den kommenden Wochen wollen sich dann die ersten freiwilligen Helfer treffen, um das Ladenlokal gründlich zu reinigen.

Bis dahin liegt das Hauptaugenmerk auf der kostspieligen Anschaffung eines Lieferwagens. „Wir wollen mit gutem Beispiel voran gehen. Deshalb kommt eigentlich nur ein Elektro-Auto für uns in Frage“, erklärte Stefan Gengenbacher. Daher sucht der Verein noch eifrig nach weiteren Sponsoren. Um die weiteren Prozesse schnellstmöglich voranzubringen, wurden zudem einzelne Arbeitsgruppen gebildet, die sich etwa um den Umgang mit Kundendaten und um die Sortierung und Lagerung der Lebensmittel kümmern sollen. Dabei soll besonders von den Erfahrungen der anderen Tafeln im Umkreis profitiert werden, weshalb sich etliche Mitglieder bereit erklärten, einen Tag lang bei einer anderen Tafel zu hospitieren und anschließend den anderen Mitgliedern von deren Prozessen und ihrer Organisation zu berichten.

Der Verein zählt insgesamt 36 aktive Mitglieder. Zudem haben sich bereits zahlreiche weitere Bürger gemeldet, die bei der Ausgabe oder bei anderen Tätigkeiten helfen möchten. teilte der Vorstand mit.

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