Umwelt- und Klimaschutzwettbewerb der Stadt
Es beginnt im Garten

Drensteinfurt -

Die Stadt Drensteinfurt ruft erneut zum Umwelt- und Klimaschutzwettbewerb auf. Dieses Mal dreht sich alles um den Artenschutz im heimischen Garten.

Donnerstag, 07.02.2019, 13:00 Uhr
Der Lebensraum von Insekten gilt mittlerweile vielerorts als bedroht. Die Stadt widmet sich nun im Rahmen ihres Umwelt- und Klimaschutzwettbewerbs dem Thema „Artenschutz“.
Der Lebensraum von Insekten gilt mittlerweile vielerorts als bedroht. Die Stadt widmet sich nun im Rahmen ihres Umwelt- und Klimaschutzwettbewerbs dem Thema „Artenschutz“. Foto: Dietmar Jeschke

Die Zahlen, die der Naturschutzbund für das Land Nordrhein-Westfalen veröffentlicht hat, klingen durchaus dramatisch. An insgesamt 88 Standorten hatten Mitglieder des Entomologischen Vereins Krefeld zwischen 1989 und 2014 weiße Insektenfangzelte aufgestellt. Die Arten der darin gesammelten Fluginsekten wurden bestimmt, und die Masse aller Tiere wurde gewogen. Ergebnis: „Während wir 1995 im Durchschnitt noch 1,6 Kilogramm aus den Untersuchungsfallen sammelten, sind wir heute froh, wenn es 300 Gramm sind“, so der nordrhein-westfälische NABU-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck. Alleine im Großraum Krefeld seien mehr als 60 Prozent der ursprünglich dort heimischen Hummelarten ausgestorben, in Düsseldorf sind es 58 Prozent der Tagfalterarten.

Wie Tumbrinck in einem Fachgespräch des Bundestags-Umweltausschusses erläuterte, sei eine der Ursachen des drastischen Insektenrückgangs die Fragmentierung und Zerstörung von Lebensräumen, möglicherweise aber auch der Einsatz von hochwirksamen Insektiziden, den sogenannten Neonicotinoiden, die seitdem im Kreuzfeuer der Kritiker stehen.

Eine Entwicklung, die auch in der Stadt Drensteinfurt bereits für Diskussionen gesorgt hat. So hatten etwa die Grünen angeregt, verstärkt Blühstreifen an Wegesrändern anzulegen, um Insekten so natürliche Nahrungsquellen und Lebensräume zu bieten. In diesem Jahr nun will die Verwaltung das Thema „Artenschutz“ umfassender angehen. Und zwar auch im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden Umwelt- und Klimaschutzwettbewerbes, der entsprechend unter das Thema „Artenschutz rund ums Haus – Maßnahmen zur Förderung der natürlichen Vielfalt auf meinem Grundstück“ gestellt werden soll. „Eines der Ziele eines Umweltwettbewerbs besteht darin, vorbildliche Aktionen darzustellen und diese allen Bürgern zur Nachahmung zu empfehlen“, schilderte Bauamtsleiter Christoph Britten in der Vorlage zur jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. „Das gelingt vor allem dann, wenn die Aktionen das persönliche Umfeld der Betroffenen betreffen – beispielsweise Maßnahmen im eigenen Garten.“

Dotiert sein soll der Preis abermals mit 1000 Euro, wobei diese Summe in der Vergangenheit stets auf mehrere Bewerber verteilt worden ist. Beiträge zum aktuellen Wettbewerb können bis zum 15. August schriftlich bei der Verwaltung eingereicht werden.

Die Sieger werden dann von einer Jury aus Mitgliedern der vier Ratsfraktionen ermittelt. Aus der CDU ist Bauausschussvorsitzender Heinz-Josef Voß dabei. Für die SPD ist es Christopher Merten, für die Grünen Bernhard Lips und für die FDP Burkhard Wieland. Im September sollen sie die Sieger des Wettbewerbs bekanntgeben.

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