Keine generelle Leinenpflicht
Halter werden strenger überwacht

Drensteinfurt -

Nach diversen Vorfällen mit freilaufenden Hunden hatte der Sozialverband VdK eine grundsätzliche Leinenpflicht für Vierbeiner gefordert. Diesem Antrag erteilte der Hauptausschuss eine Absage. Allerdings wird ein zusätzlicher Mitarbeiter ein halbes Jahr lang die Hundehalter stärker kontrollieren.

Samstag, 09.02.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 10.02.2019, 14:22 Uhr
Die Stadt stellt eine 450-Euro-Kraft ein, die Hundehalter stärker kontrolliert.
Die Stadt stellt eine 450-Euro-Kraft ein, die Hundehalter stärker kontrolliert. Foto: colourbox.com

Weder wird es eine generelle Leinenpflicht geben, noch soll eine Freilauffläche für Hunde im Stadtgebiet ausgewiesen werden. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstagabend entschieden und damit dem Bürgerantrag des Sozialverbandes VdK (WN berichteten) eine Absage erteilt.

Allerdings – darauf verständigten sich die Mitglieder bei einer Gegenstimme der FDP , die sich explizit für eine Freilauffläche ausgesprochen hatte – wird für ein halbes Jahr eine 450-Euro-Kraft eingestellt, die sicherstellen soll, dass die Hundehalter ihren Pflichten beim Gassigehen auch nachkommen. Sprich: An Orten mit viel Publikumsverkehr – beispielsweise im Schlosspark – gehört der Vierbeiner grundsätzlich an die Leine.

Und auch im Außenbereich muss der Mensch dafür sorgen, dass von seinem Hund „keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht“. So steht‘s im Landeshundegesetz. „Darin ist vieles geregelt. Wenn sich alle daran halten würden, gäbe es keine Vorfälle“, unterstrich Bürgermeister Carsten Grawunder, dass man den Antrag „ganz ernst geprüft“ habe.

Am anderen Ende der Leine

Und, das betonte Martin Brinkötter, Leiter des Ordnungsamtes, ausdrücklich, der Großteil der Hundehalter hält sich auch ans Gesetz. Unkenntnis ist also selten das Problem. Wer etwa den Sachkundenachweis für einen sogenannten Listenhund erbringen musste, „der weiß haargenau, was er darf und was nicht“, so Brinkötter. Das Problem liege zu 100 Prozent am anderen Ende der Leine. Dem will die Stadt nun mit strengerer Überwachung begegnen.

Ein Mehr an Sicherheit konnte die FDP diesem Vorschlag allerdings nicht abgewinnen, wenn nur eine Person zur Kontrolle im Innen- und Außenbereich unterwegs sei. „Mal sehen, vielleicht begegne ich diesem Menschen ja tatsächlich auch einmal“, bemerkte Burkhard Wieland mit einem Augenzwinkern.

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