Erschließung neuer Baugebiete
Gewächshäuser müssen weichen

Drensteinfurt/Walstedde -

In den Baugebieten „Blumenstraße“ in Drensteinfurt und „Kerkpatt“ in Walstedde soll es zumindest planerisch weitergehen. Die Bürger können sich dabei an der Suche neuer Straßennamen beteiligen. Den noch stehenden Gewächshäusern in Stewwert droht derweil der Abriss.

Samstag, 09.02.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 10.02.2019, 14:22 Uhr
Die ersten Gewächshäuser sind bereits verschwunden. Bevor es an der Blumenstraße mit der Erschließung losgehen kann, müssen aber auch alle übrigen Glashäuser beseitigt werden. Einen Zeitplan gibt es bislang noch nicht.
Die ersten Gewächshäuser sind bereits verschwunden. Bevor es an der Blumenstraße mit der Erschließung losgehen kann, müssen aber auch alle übrigen Glashäuser beseitigt werden. Einen Zeitplan gibt es bislang noch nicht. Foto: Dietmar Jeschke

Der juristische Zank ist beigelegt. Und das nun schon seit ziemlich genau zwei Monaten. Passiert ist im künftigen Baugebiet Blumenstraße seitdem jedoch trotzdem nichts. Und das wird wohl auch vorerst so bleiben. Denn wie Bürgermeister Carsten Grawunder in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses mit Blick auf die Erschließungsarbeiten einräumte, liegt bislang noch kein konkreter Bauzeitplan vor.

„Durch die lange Verzögerung und den ungewissen Verfahrensausgang im Umlegungsverfahren ist es auch hinsichtlich der Erschließung des Baugebiets zu Verzögerung gekommen“, sagte Grawunder. „Hinzu kommt, dass vor Beginn der Erschließungsarbeiten die bestehenden Gebäude rückgebaut werden müssen.“

Im Klartext: Neben den einseitig bereits entfernten Gewächshäusern müssen auch alle übrigen dort noch stehenden Glashäuser erst komplett verschwunden sein, bevor im ersten Schritt Strom-, Gas-, Wasser- und Telekommunikationsleitungen verlegt werden können. Erst danach folgen der Kanal und die Baustraßen. „Der Kindergartenneubau ist von der städtischen Erschließungsmaßnahme unabhängig“, betonte der Bürgermeister. Wann es aber mit den Arbeiten an der neuen Kita weitergehen soll, ist ebenfalls noch offen.

Die Bürger sind gefragt

Aber wenn schon derzeit keine Baumaschinen rollen, so soll es zumindest planerisch weitergehen. Und das nicht nur an der Blumenstraße, sondern auch was das künftige Baugebiet „Kerkpatt - 2. Bauabschnitt“ in Walstedde betrifft. Für beide Areale will die Verwaltung bereits die entsprechenden Straßen benennen. Und das auf bislang eher ungewöhnliche Art und Weise. Denn Vorschläge für die künftigen Namen der fünf neuen Straße im Bereich Blumenstraße und der drei Planstraßen am Kerkpatt sollen dieses Mal nicht seitens der Politik und aus Reihen der Heimatvereine beigesteuert werden. Vielmehr sind alle Bürger aufgefordert, bis zum 22. Februar Namensvorschläge einzureichen.

„Dabei sollen die in der ,Allgemeinen Richtlinie für die Straßenbenennung und für die Nummerierung von Gebäuden in der Stadt Drensteinfurt‘ geregelten Grundsätze – etwa die Bildung von Namengebieten durch Verwendung von Namen einer bestimmten Thematik – berücksichtigt werden“, erklärt Carolin Zulka, persönliche Referentin von Bürgermeister Carsten Grawunder. „Die eingegangenen Anregungen werden voraussichtlich in der kommenden Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur und abschließend im Rat der Stadt Drensteinfurt vorgestellt, beraten und zur Abstimmung gebracht.“

► Die genaue Lage der Straßen und die Richtlinie können der Homepage der Stadt Drensteinfurt entnommen werden. Fragen in dieser Angelegenheit beantwortet Silvia Panick vom Bauamt der Stadt unter ✆0 25 08 / 99 51 58 sowie per E-Mail an s.panick@drensteinfurt.de.

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